„Mutant – Das Grauen im All“ – Roger-Corman-Film im Blu-ray-Mediabook

1Bitte? Noch nie gehört von diesem Film? Na, dann sollte sich das mal schleunigst ändern! Dafür sorgt einmal mehr Anolis Entertainment, die mit „Mutant – Das Grauen im All“ eine neue Reihe starten: Nach zahlreichen Godzilla- oder auch Hammer-Horror-Filmen startet jettz „Die 80er – Phantastische Filmklassiker“. Die Roger-Corman-Produktion „Mutant“ alias „Forbidden World“ macht nun also den Auftakt – und hat nichts vom trashigen Charme verloren, den das SciFi-Ripoff des Klassikers „Alien“ auch nach 35 Jahren noch umgibt. „Mutant – Das Grauen im All“ war bisher in Deutschland nur auf vergriffener DVD zu haben, ist nun dank Anolis aber auf zwei verschiedenen Blu-ray-Mediabooks zu haben.

Das „Alien“-Ripoff mit viel Gekröse und nackter Haut

2Durchsetzungsfähige Hauptfigur? Check. Gruseliges Monster, das Menschen benutzt, um sich weiter zu entwickeln? Check. Das Ganze spielt im Weltraum? Check. Es gibt viele Parallelen zwischen SciFi-Kultfilm „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ und „Mutant – Das Grauen im All“. Vorteil für „Mutant“ allerdings: Statt Sigourney Weaver im ultraknappen Höschen gibt es hier direkt zwei hübsche Frauen zu sehen – und das komplett nackig! OK, hinsichtlich der Qualität kann „Mutant“ seinem populären Vorgänger sicherlich nicht das Wasser reichen – dafür allein sorgt schon die deutlich günstigere und schneller runtergekurbelte Produktion durch Vielfilmer Roger Corman. Aaaaaber das muss ja der Unterhaltung keinen Abbruch tun! Der trashige Charme ist jedenfalls nach wie vor vorhanden, wenn Space-Cowboy Mike Colby (Jesse Vint, „Silent Running – Lautlos im Weltraum“) von seinem Roboter-Assi SAM-104 geweckt wird: Der Planet Xerbia ruft, genauer gesagt Dr. Gordon Hauser (Linden Chiles). Dem ist ein Experiment gewaltig in die Binsen gegangen. So sehr, dass sich jetzt ein ekliges Lebewesen den zerstörerischen, blutigen Weg durch das Labor gefräst hat und nun friedlich in der Ecke lauert.

3Colby soll für Ordnung sorgen, doch das Wesen macht sich schnell wieder auf Mordstour. Das Ziel: Menschen, denn die helfen dem Mutanten, sich in ein grauenvolles Monster zu entwickeln. Futter gibt es zum Glück genug – und so wird der Film flott zu einer Gekröse-Party. Doch was wäre ein Roger-Corman-Film mit hübschen Mädels, wenn nicht zwischendurch auch mal Platz für nackte Haut wäre? Und so zeigen sich Tracy Baxter (Dawn Dunlap, „Die Geschichte der Laura M.“, „Nightshift“) und Dr. Barbara Glaser (June Chadwick, „V – Die außerirdischen Besucher kommen“) schon bald so, wie Gott sie schuf – und das hat er wahrlich sehr gut gemacht! So wie Corman mit einfachen Mitteln auch wieder ein hübsches, spaßiges, trashiges Filmchen auf den Weg gebracht hat. Der zudem auch bemerkenswert schicke Masken und Effekte aufbietet. Ähnlich schick ist – so kennt man es ja von Anolis – auch wieder das Bonusmaterial ausgefallen: Das Booklet von Ingo Strecker ist dabei ebenso informativ und unterhaltsam wie der Audiokommentar von Strecker und Pelle Felsch, die der deutschen Fassung ihren Senf beigeben.

4Das ist auch in der Tat nicht die einzige Fassung, denn Regisseur Allan Holzman steuert aus seinem Privatarchiv den Director’s Cut bei! Der ist zwar nur in schlechterer Qualität vorhanden, ist aber dennoch ein schickes Extra, zumal Holzman dieser Fassung auch seinen Audiokommentar verpasst hat. Witziger ist aber tatsächlich die deutsche Fassung, da dem Verleih der Film damals zu kurz war und er ihn einfach so streckte, dass er den Anfang mit anderer Synchro auch noch mal ans Ende kopierte. Super dreist, aber auch super lustig, weil das Ganze angesichts der Entwicklungen einiger Charaktere null Sinn ergibt. War früher offenbar egal, weil man eh nicht damit rechnete, dass sich viele den Film anschauen (er landete auf VHS auch direkt auf dem Index, ehe Anolis ihn „rettete“). Nun kann man sich diesen Verlängerungs-Quatsch in bester Qualität zu Gemüte führen. Das gilt auch für das weitere Bonusmaterial: Ein gut halbstündiges Making of ist ebenso vertreten wie ein viertelstündiges Special über die Spezialeffekte, ein sechsminütiges Interview mit Roger Corman zum Film sowie die obligatorischen Trailer und weiteren Werbematerialien wie Bildergalerien und Werberatschläge.

Fazit

80er-Jahre-SciFi-Trash, wie man ihn liebt! „Mutant – Das Grauen im All“ hat alles, was der Genrefilm braucht, inklusive eines durchsetzungsfähigen Helden, zwei hübschen, gerne nackigen Mädels, tollen Effekten und eines spaßigen, Gekröse verursachenden Mutanten. Dazu dank Anolis natürlich in zwei rappelvoll mit Extras gepackten Blu-ray-Mediabooks!

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Mutant – Das Grauen im All
Originaltitel: Forbidden World
Genre: Horror / Science-Fiction
Land, Jahr: USA, 1982
Verleih: Anolis Entertainment
Regie: Allan Holzman
Drehbuch: Tim Curnen
Darsteller: Jesse Vint, Dawn Dunlap, June Chadwick, Linden Chiles, Fox Harris, Ray Oliver, Scott Paulin, Michael Bowen, Don Olivera, Victor Warren
Laufzeit: 77 Minuten (US-Version) / 82 Minuten (Deutsche Kinofassung)
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre
Kaufstart: 20. Oktober 2017

Quellen

Internet Movie Database
Anolis Entertainment

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Veröffentlicht am 7. November 2017 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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