„Baywatch“ – Film-Remake der Kult-TV-Serie im Kino

nullEs ist schon verrückt, dass eine ganze Generation wöchentlich vor dem Fernseher saß, nur um sich eine Handvoll Rettungsschwimmer anzugucken. Die zudem auch noch gerne in Zeitlupe über den Strand flitzen, um Ertrinkende zu retten. Wie zum Geier kann man damit elf Jahre füllen!? Geklappt hat es jedenfalls in den Jahren 1989-2001, vielleicht auch, weil der smarte David Hasselhoff in der Hauptrolle zu sehen war. Oder die junge Pamela Anderson, die nun mal einfach die perfekte Figur für ihren sexy, roten Badeanzug hatte. Oder weil man bei der Serie nicht sonderlich viel nachdenken musste, um trotzdem Spaß daran zu haben. In den 90ern hatte „Baywatch“ jedenfalls enorme Einschaltquoten.

BAYWATCHKlar, dass bei all den Remakes und Reboots auch diese Serie irgendwann mal dran sein würde. Und was braucht man, um so etwas heutzutage Gewinn bringend zu gestalten? Viel Selbstironie, einen zugkräftigen Hauptdarsteller (Dwayne Johnson) und im Idealfall noch den einen oder anderen heißen Jungdarsteller, hier unter anderem Zac Efron, Alexandra Daddario und Kelly Rohrbach. „Baywatch“ ist ab dem 1. Juni 2017 im Kino zu sehen.

Kino-Neuauflage von „Baywatch“ ist beste Popcorn-Unterhaltung

BAYWATCHEs gibt nur eine Möglichkeit, wie die Macher von „Baywatch“ ihr Kino-Update RICHTIG hätten verkacken können: Indem sie die unterhaltsame, aber eben auch sehr trashige Serie der Jahre 1989 bis 2001 zu seriös angehen. Doch das ist zum Glück nicht passiert! Der „Baywatch“-Film nimmt sich zu keiner Zeit ernst – und das ist auch wirklich bestens so. Denn nur auf diese Weise konnte eine nette Popcorn-Komödie entstehen, die Spaß macht, niemandem weh tut und in schöner Tradition des „21 Jump Street“-Kino-Remakes funktioniert. Regisseur Seth Gordon („Kill the Boss“, „Voll abgezockt“) nimmt sich einfach das, was die Serie damals beliebt gemacht hat, entfernt einen Großteil der ernsten Untertöne und ersetzt sie durch stumpfen Schabernack und flotte Sprüche. So kann der Sommer gut beginnen! Was vor allen Dingen auch an den Darstellern liegt: Wie schon in der Serie gibt es einen Mitch – doch der ist hier nicht David Hasselhoff, sondern Box-Office-Granate Dwayne Johnson. Mitch ist am Miami Beach der absolute Held für alle, rettet hübsche, junge Dinger mit entspannter Lässigkeit, hat immer ’nen coolen Satz auf Lager – und seine große Liebe ist sein Beruf als Rettungsschwimmer.

BAYWATCHDiese Liebe teilt er mit seinen paar Kollegen, darunter C.J. Parker (hier nicht Pamela Anderson, sondern Kelly Rohrbach) und Stephanie Holden (Ilfenesh Hadera). Aktuell stehen mal wieder Tryouts an für neue Rekruten, die in Zukunft Leben beschützen und den Strand sicherer machen sollen. Einige spannende Neulinge wagen sich in die harten Tests – ein heißer Kandidat (in mehrfacher Hinsicht) ist die ehrgeizige Summer (Alexandra Daddario), ein totaler Underdog dagegen der mit allem überforderte Ronnie (Jon Bass). Eigentlich also alles im Lot, wären da nicht zwei Dinge: Zum Einen fordert der arrogante, selbstverliebte und zweifache Olympiasieger Matt Brody (Zac Efron), dass er einen Freischein bekommt, weil er schließlich nichts mehr zu beweisen hat.

nullUnd zum Anderen breitet sich eine kriminelle Organisation am Strand aus, die für allerhand Gefahren sorgt. Das ist von der Grundstory her sehr banal und stumpf – aber das stört nicht. Die verschiedensten Wendungen sind zu jeder Zeit vorhersehbar – aber das juckt nicht die Bohne. Wer einen außergewöhnlichen Film sucht, der mit überraschenden Handlungssträngen aufwartet, sich komplett auf neuem Terrain bewegt und vielschichtige Charaktere erwartet, der wird bitter enttäuscht. Aber bei solch einer Erwartung ist man halt auch nicht die Zielgruppe von „Baywatch“. Zu der gehört man, wenn man einfach mal knappe zwei Stunden Bock hat, sich köstlich über Slapstick zu amüsieren, über lockere, platte Dialoge, Klischees, schablonenhafte Figuren und sexy Menschen in sexy Klamotten. Denn das Wichtigste am Film ist eindeutig der Spaß! Der bleibt zu keiner Zeit auf der Strecke, wenn man sich damit arrangiert hat, dass hier nicht das Hirn gefragt ist, sondern die Lachmuskeln.

Fazit

Stumpfes Slapstick-Treiben ohne Überraschungen hinsichtlich Geschichte und Charakteren – aber mit jeder Menge Szenen, die viel Spaß machen, wenn man einfach Bock auf simples Popcorn-Kino hat.

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Baywatch
Originaltitel: Baywatch
Genre: Komödie
Land, Jahr: USA, 2017
Verleih: Paramount Pictures Germany
Regie: Seth Gordon
Drehbuch: Damian Shannon, Mark Swift
Darsteller: Dwayne Johnson, Zac Efron, Alexandra Daddario, Priyanka Chopra, Kelly Rohrbach, Ilfenesh Hadera
Laufzeit: 110 Minuten
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Kinostart: 1. Juni 2017

Quellen

Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Paramount Pictures Germany
Image.net

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Veröffentlicht am 27. Mai 2017 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Ich werde mir das zwar nicht ansehen (zumindest nicht im Kino) – aber trotzdem finde ich die Idee irgendwie witzig. Natürlich habe ich die Serie damals auch gesehen – und kann im Nachhinein kaum sagen warum.

    Vielleicht war es, wie Du sagst, wirklich, weil sie so herrlich simpel war. Oder, weil ich einfach das Strand-Flair mochte. Wer weiß. 😀

  2. Ich hatte von Anfang an genau das erwartet, was du hier beschrieben hast. Muss diesen Film allein wegen des Satzes „Ich bin der Ozean, Bitch“ schauen

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