„Resident Evil: The Final Chapter“ – Milla Jovovich im letzten Kino-Teil der Reihe

1Was für eine Kuh! Also, nicht Milla Jovovich, sondern die Filmreihe selbst! Die wird nämlich ordentlich gemolken, immer und immer weiter. Obwohl: Jetzt soll tatsächlich Schluss sein! „Resident Evil: The Final Chapter“ heißt angeblich nicht nur aus Spaß so, sondern soll tatsächlich „Das letzte Kapitel“ sein. Das letzte Kapitel einer Reihe, die jetzt 15 Jahre andauert, im Jahre 2002 startete und hier nun ihren sechsten Teil präsentiert. Immer mit dabei: Milla Jovovich, längst verheiratet (mit zwei Kindern) mit Paul W.S. Anderson, dem Regisseur von vier „Resident Evil“-Filmen, inklusive des ersten und des aktuellen, angeblich letzten. „Resident Evil: The Final Chapter“ ist ab dem 26. Januar 2017 im Kino zu sehen.

Milla Jovovich in angeblich letztem „Resident Evil“-Teil

2Der Erfolg der Filme hat dafür gesorgt, dass es immer mehr Teile gibt: „Resident Evil“ lief im Jahr 2002 überraschend gut – mittlerweile gibt es den sechsten Film der Reihe. „The Final Chapter“ soll in der Tat der letzte sein, aber auch hier hat man am Ende das Gefühl, dass das nicht zwingend der Fall sein muss. Doch der Reihe nach: Worum geht es überhaupt? Auch in diesem Film von Regisseur und Autor Paul W.S. Anderson („Event Horizon“, „Alien vs. Predator“, „Death Race“, „Pompeii“) ist die inzwischen 41-jährige Milla Jovovich („Das fünfte Element“) wieder Alice. Die wird gleich zu Beginn wieder von finsteren Wesen attackiert, die sie aber natürlich gekonnt stylisch umnieten kann. Die Welt steht vor dem Abgrund, es gibt neben den unzähligen Zombies nur noch wenige lebende Menschen. Es ist also ein letzter großer Schlag nötig – und der führt Alice zurück zum Anfang: Das Hologramm der Red Queen hat für Alice den Hinweis, dass sie zurück nach Raccoon City muss, um dort mit Hilfe eines Antivirus die Menschheit zu retten.

3Auf dem Weg trifft Alice mit Dr. Alexander Isaacs (Iain Glen, Jorah Mormont in „Game of Thrones“), Albert Wesker (Shawn Roberts) und Claire Redfield (Ali Larter, „Heroes“) drei alte Bekannte, die allesamt bereits zum dritten Mal in einem Teil der Reihe auftauchen. Mit Abigail (Ruby Rose, „John Wick 2“, „Pitch Perfect 3“, „Orange is the New Black“), Doc (Eoin Macken, „Merlin – Die neuen Abenteuer“), Lee (Joon-Gi Lee) und ein paar anderen gibt es aber auch noch neue Gesichter, die sich ins Getümmel stürzen. Die Story ist dabei sehr simpel gehalten, was aber auch die bisherigen fünf Filme nicht von der Existenz und vom Erfolg abgehalten hat. Tatsächlich ist „Resident Evil: The Final Chapter“ auch wahrlich kein großer filmischer Wurf, reiht sich innerhalb des Franchise aber problemlos in der oberen Hälfte ein. Der Filmfraß ist sogar der Meinung, dass es der zweitbeste Film der Reihe (nach dem guten, spannenden und coolen Original) ist. Action wird natürlich in rauen Mengen geboten, wobei hier vor allen Dingen die fiesen Fallen wieder das Salz in der Suppe sind.

4Wann immer es zu Kämpfen kommt – besonders mit Monster-Beteiligung – dann muss man schon ein wenig aufpassen, dass man nicht blind und taub wird, so sehr wird hier hinsichtlich Optik und Akustik übers Ziel hinausgeschossen. Schick gemacht sind die Effekte aber trotzdem, auch wenn man merkt, dass aus finanzieller Sicht doch ein wenig gespart wurde. Logik, Handlungen der Charaktere und so manche blöde Äußerung muss man dann einfach hinnehmen, um sich den Spaß am Film nicht vermiesen zu lassen. Es tut allerdings schon gewaltig weh, wenn Alice sich mit ein paar Leutchen verschanzt und wie durch ein Wunder in Windeseile allerhand pfiffige Fallen und Angriffsmöglichkeiten ausklügelt. Aber wer sich in einen sechsten Teil einer Reihe verirrt, der wird wohl schon ein wenig Vorwissen mitbringen und eine passende Erwartungshaltung an den Tag legen. Wer bisher tatsächlich noch keinen „Resident Evil“ gesehen hat, wird auch nicht vollkommen allein gelassen (besonders wegen einer mehrere Minuten langen Einleitung), aber natürlich hilft es, wenn man die bisherige Handlung und die auftauchenden Charaktere schon kennt.

Fazit

Ein würdiger Abschluss der Reihe, der filmisch auf jeden Fall so manchen unbefriedigenden Aspekt aufweist, als zweitbester Teil des Franchise (nach dem allerersten) aber auf jeden Fall eine nette SciFi-Horror-Action-Figur macht.

Sterne-3,0

Filmangaben

Titel: Resident Evil: The Final Chapter
Originaltitel: Resident Evil: The Final Chapter
Genre: Action / Horror / Science-Fiction
Land, Jahr: Deutschland / Australien / Kanada / Frankreich, 2016
Verleih: Constantin Film
Regie: Paul W.S. Anderson
Drehbuch: Paul W.S. Anderson
Darsteller: Milla Jovovich, Ruby Rose, Ali Larter, Iain Glen, William Levy, Shawn Roberts, Rola, Eoin Macken, Joon-Gi Lee, Ever Anderson
Laufzeit: 106 Minuten
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Kinostart: 26. Januar 2017

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Constantin Film

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Veröffentlicht am 23. Januar 2017 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Halloechen,
    ich bin froh, dass es nun hoffentlich dem Ende zugeht. Die Filme haben nach und nach leider immer mehr nachgelassen und hatten mit den Videospielen nicht mehr viel gemein. 😃
    Viele Grüße

    • Naja, man weiß ja nie. Es heißt ja oft, dass es ein „letzter Film“ irgendeiner Reihe ist – und dann kommt doch wieder was ;). Sag niemals nie…
      Tatsächlich ist dieser Teil aber wirklich wieder besser als die vorherigen – wenn es also ein Abschluss ist, dann immerhin ein würdiger.

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