„Green Room“ – Punks gegen Nazis im Kino

Filmplakat_GR_A0_3mm.inddPatrick Stewart kennt man natürlich hauptsächlich als Professor Charles Xavier („X-Men“) sowie als Jean-Luc Picard („Star Trek“). Hier darf er mal eine völlig andere Seite zeigen. In „Green Room“ ist er ein knallharter Nazi, der nicht vor Mord zurückschreckt. Auf der Flucht vor ihm ist in diesem Film eine Punk-Band, zu der Anton Yelchin („Star Trek: Beyond“) zählt. Definitiv nichts für Zartbesaitete ist der Thriller, der ganz schön an die Nieren geht. „Green Room“ von Regisseur Jeremy Saulnier („Blue Ruin“) ist ab dem 2. Juni 2016 im Kino zu sehen.

Düster-brutaler Thriller mit Patrick Stewart und Anton Yelchin

2Völlig strunz wacht die Punkband „The Ain’t Rights“ in ihrem Wagen in einem Maisfeld auf, in das sie gebrettert sind. Doch damit fängt das Desaster für Pat (Anton Yelchin), Sam (Alia Shawkat, „Arrested Development“), Reece (Joe Cole, „Peaky Blinders“) und Tiger (Callum Turner, „War & Peace“) erst an. Der erwartete Promo-Termin geht voll in die Hose, stattdessen werden sie zu einer abgelegenen Spelunke verwiesen, wo sie einen Auftritt haben können. Als nicht gerade bekannte Band muss man halt das Publikum nehmen, das kommt. Und deshalb spielen sie schon bald vor aggressiver Nazi-Kulisse und machen sich mit ihren Texten nicht gerade Freunde. Nach dem Gig wollen sie deshalb verständlicherweise so schnell wie möglich raus aus dem Schuppen.
3Das scheitert aber kläglich, weil Sam ihr Handy im Green Room vergisst, dem Aufenthaltsraum für die Künstler. Pat geht zurück, um es zu holen – und der Horror nimmt seinen Lauf: Im Green Room hat sich nämlich soeben ein Mord zugetragen, eine junge Frau wurde erstochen. Die Polizei ist schnell alarmiert, aber auch genau so schnell wieder abgewimmelt vom Chef des Ladens, Obernazi Darcy (Patrick Stewart). Pat und seine Kumpels verbarrikadieren sich, doch Darcy ist unerbittlich im Vorhaben, die Zeugen auszuschalten. Was sich in der Folge entspinnt, ist unheimlich spannend, ist clever inszeniert, super gespielt und sehr brutal. Wer schwache Nerven hat, sollte sich auf alle Fälle distanzieren, denn „Green Room“ kommt ohne das Gefühl von Hoffnung aus, sondern präsentiert stattdessen kühle Gewalt und physische sowie psychische Schmerzen.
Imogen1Die Anspannung der Protagonisten ist auch für den Zuschauer in jeder Szene spürbar. Man leidet mit, man fürchtet sich. Mit „Murder Party“ hat Regisseur und Autor Jeremy Saulnier 2007 eine witzige Horror-Komödie abgeliefert, mit dem Thriller-Drama „Blue Ruin“ 2013 einen Filmfestival-Hit und legt jetzt als dritte Arbeit einen unerbittlichen Film vor, den man so schnell nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Da darf man schon gespannt sein auf die Folgewerke!

Fazit

Düster-brutaler Thriller, der vor fieser Gewalt nicht Halt macht, sondern sie als Höhepunkt einer ständig angespannten Atmosphäre nimmt, die mit tollen Schauspielern gefüllt ist. Nichts für Zartbesaitete und definitiv kein Film, der sich vor dem Schlafengehen eignet!

Sterne-4,0

Filmangaben

Titel: Green Room
Originaltitel: Green Room
Genre: Krimi / Horror / Thriller
Verleih: Universum Film
Land, Jahr: USA, 2015
Regie: Jeremy Saulnier
Drehbuch: Jeremy Saulnier
Darsteller: Anton Yelchin, Imogen Poots, Alia Shawkat, Patrick Stewart, Joe Cole, Callum Turner, David W. Thompson, Mark Webber, Macon Blair, Eric Edelstein
Laufzeit: 95 Minuten
FSK-Freigabe: ab 18 Jahren
Kinostart: 2. Juni 2016

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Universum Film

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Veröffentlicht am 31. Mai 2016 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Den Film muss ich auch mal endlich sehen, ich fand den ersten Film des Regisseurs, Blue Ruin, schon so gut!

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