„Gods of Egypt“ – Buntes Fantasy-Abenteuer im Kino

1 - Gods of EgyptEin Film wie „Gods of Egypt“ kann gewaltig in die Hose gehen. Wenn die Macher ihren Film zu ernst nehmen. Das ist hier zum Glück nicht der Fall, weshalb das Fantasy-Abenteuer durchaus Spaß machen kann. Satte Effekte, Gerard Butler („London Has Fallen“) und Nikolaj Coster-Waldau („Game of Thrones“) im Götterkampf, dazu Brenton Thwaites, Courtney Eaton und Elodie Yung sowie einige richtig nette Einfälle. Ein buntes Spektakel, das man sich gerne im Kino zu Gemüte führen kann. Und das ab 21. April 2016.

Gerard Butler im Götter-Battle mit Nikolaj Coster-Waldau

2Schon früh im Film wird uns klar, dass die Macher von „Gods of Egypt“ ihren Film nicht bierernst, sondern mit einem stetigen Augenzwinkern aufziehen wollten: Nikolaj Coster-Waldau (Jaime Lannister in „Game of Thrones“) spielt den Gott Horus, dessen Vater Osiris (Bryan Brown, „Australia“) ihn am Morgen zum neuen König von Ägypten krönen will. Das musste natürlich ordentlich zelebriert werden, also findet sich Horus inmitten einer Fülle von schlafenden Leuten wieder, mit denen er weiß Gott was (haha) getrieben hat. Ob dieser Horus nun der passende neue König ist, ist schwer zu sagen. Ganz klar nein, meint jedoch Set (Gerard Butler, „London Has Fallen“, „300“). Der ist der Bruder von Osiris und macht nun seine Ansprüche auf den Königstitel mehr als nur deutlich. Es dauert nicht lange, da muss Osiris sein Leben lassen, Horus verliert sein Augenlicht und die Menschen Ägyptens, die den übermächtigen Göttern nicht mal bis zur Schulter reichen, müssen sich dem herrschsüchtigen und brutalen Set unterordnen. Ein neues, düsteres Zeitalter beginnt, in dem die Menschen wieder versklavt werden, darunter auch der junge Dieb Bek (Brenton Thwaites, „Hüter der Erinnerung – The Giver“) und seine Freundin Zaya (Courtney Eaton, „Mad Max: Fury Road“).

3Der sieht jedoch bald eine Möglichkeit, Set zu stürzen. Doch dafür braucht er die Hilfe des exilierten Horus. Ein spannendes Abenteuer beginnt, in dem Regisseur Alex Proyas, seinerseits selbst 1963 in Ägypten geboren, allerhand Dinge einfielen, die Spaß machen und für gute Unterhaltung sorgen. Humor ist hier definitiv deutlich mehr vertreten als in bisherigen Proyas-Filmen wie „The Crow: Die Krähe“ (1994), „Dark City“ (1998), „I, Robot“ (2004) oder „Know1ng – Die Zukunft endet jetzt“ (2009). Und das ist auch gut so, denn ohne diesen Humor hätte „Gods of Egypt“ lockerleicht unfreiwillig komisch werden können. Sich selbst mit einem Augenzwinkern versehend kann man sich aber im Kinosessel zurück lehnen und buntes Popcornkino der leichten Sorte genießen. Gerard Butler macht als Bösewicht eine genau so gute Figur wie Nikolaj Coster-Waldau und Brenton Thwaites als ungleiches Helden-Gespann mit allerhand Schwächen, dafür aber umso flotteren Sprüchen. Etwas mehr Straffung hätte der Geschicht aber vielleicht gut getan, denn so krankt „Gods of Egypt“ ein Stück weit an der Laufzeit, die so üppig ist wie die ständig zur Schau gestellten Oberweiten der hübschen Courtney Eaton und Elodie Yung (Elektra in der „Daredevil“-Serie).

4Die haben aber glücklicherweise im Film auch etwas mehr zu bieten als nur ihre körperlichen Reize. Sowieso sind auch die weiteren Darsteller gut gewählt und machen Spaß in ihren Rollen, darunter Oscar-Preisträger Geoffrey Rush („Shine“, „The King’s Speech“, „Fluch der Karibik“), Rufus Sewell („The Man in the High Castle“, „Hercules“) und Chadwick Boseman („The First Avenger: Civil War“, „Get on Up“). Bei den Drehbuch-Autoren Matt Sazama und Burk Sharpless war Schlimmes zu erwarten, haben sie doch zuletzt die Skripte zu „The Last Witch Hunter“ und „Dracula Untold“ verbrochen, doch hier ist deutlich mehr Schmiss in der Bude. Es gibt jedenfalls genug Momente, für die sich der Gang ins Kino lohnt.

Fazit

Ein Film mit urigen Charakteren, viel buntem Spektakel und allerhand feiner Darsteller. Vom Grundkonstrukt her hätte ein peinlicher Quark entstehen können, dank notwendigem Humor wurden jedoch gut zwei Stunden nette Popcorn-Unterhaltung produziert, an der der Filmfraß eine Menge Spaß hatte. Kein super Film, aber witzig-leichtes Vergnügen.

Sterne-3,0

Filmangaben

Titel: Gods of Egypt
Originaltitel: Gods of Egypt
Genre: Action / Abenteuer / Fantasy
Verleih: Concorde Filmverleih
Land, Jahr: USA / Australien, 2016
Regie: Alex Proyas
Drehbuch: Matt Sazama, Burk Sharpless
Darsteller: Brenton Thwaites, Nikolaj Coster-Waldau, Gerard Butler, Rufus Sewell, Chadwick Boseman, John Samaha, Courtney Eaton, Elodie Yung, Rachael Blake, Bryan Brown, Emma Booth
Laufzeit: 127 Minuten
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Kinostart: 21. April 2016

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Concorde Filmverleih

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Veröffentlicht am 17. April 2016 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 4 Kommentare.

  1. christianneffe

    Du hast jetzt bloß die „satten Effekte“ erwähnt, aber sind die wirklich so gut? Im Trailer sah das alles ganz furchtbar aus ^^

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