„Mofaheld“ von Lars Niedereichholz (Buch)

MofaheldAls eine Hälfte des Comedy-Duos Mundstuhl hat Lars Niedereichholz immensen Erfolg. Davon losgelöst will er jetzt aber auch als Autor ordentlich durchstarten. Auf seinen Debütroman „Unknorke“ von 2014 folgt nun zwei Jahre später „Mofaheld“. Es geht um einen 15-jährigen im Jahr 1986 – eine sehr hübsche Ausgangslage, die bei Zeitzeugen für allerhand schlimme und gleichzeitig tolle Erinnerungen sorgt, aber auch jüngeren Semestern viel Spaß bereiten dürfte. „Mofaheld“ ist ab dem 26. Februar 2016 im Handel erhältlich.

Der Mundstuhl-Comedian als Autor von „Mofaheld“

Durchaus Anleihen an die eigene Vergangenheit gibt es laut Lars Niedereichholz in seinem zweiten Buch „Mofaheld“. Hier lernen wir Marc Herrenberger kennen, der durch den Umzug seiner Eltern in sein altes Teenie-Leben zurück versetzt wird. Allerhand Kram – und vor allen Dingen sein peinliches Mofa – ist dafür zuständig, dass er eine wichtige Zeit in seinem Leben noch einmal Revue passieren lässt. Plötzlich ist Marc wieder 15 Jahre alt und befindet sich im Jahr 1986. Mit allen Eigenarten, die diese Zeit nun mal so mit sich gebracht hat. Und natürlich auch mit allen Eigenarten, die eine Pubertät so mit sich bringt. Dass die Kombination aus Pubertät und dem Jahr 1986 dann auch noch mal doppelt bekloppt ist, das zeigt uns „Mofaheld“ von der köstlichsten Seite. Wer die Zeit selbst erlebt hat, fühlt sich auch selbst wieder mitten in den Achtzigern, erinnert sich an total absurde Begebenheiten und kann gar nicht aufhören, den Kopf zu schütteln. Doch keine Sorge: Auch wenn man die Achtziger nicht selbst voll erlebt hat, kann man sich bestens amüsieren über die Schilderungen von Niedereichholz. Wer beispielsweise „Vollidiot“ mochte (das lustige Buch, nicht den grottigen Film!), der macht hier nichts verkehrt, denn auch hier darf man einen jungen Mann dabei erleben, wie er sich von einem Fettnäpfchen kopfüber ins nächste stürzt. Das geht an manchen Stellen vielleicht etwas zu weit und verliert dadurch an Glaubhaftigkeit, die meiste Zeit über ergeben sich die Situationen jedoch auf sehr nachvollziehbare und dennoch bekloppte Weise. Was schief gehen kann, geht halt schief im Leben eines 15-jährigen. In den Achtzigern.

Fazit

Sehr lustiges, zweites Buch des Comedian, der erneut beweist, das Niedereichholz ein Gespür für seine liebenswerten und zugleich miserablen Figuren hat. Und mit seinen Schilderungen den Leser eben auch dort trifft, wo es am meisten schmerzt: Bei einem selbst.

Sterne-4,0

Bibliografische Angaben

Titel: Mofaheld
Autor: Lars Niedereichholz
Land, Jahr: Deutschland, 2016
Verlag: rowohlt Polaris
Buchart: Taschenbuch
Seitenzahl: 242
Kaufstart: 26. Februar 2016

Quelle

rowohlt Polaris

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Veröffentlicht am 24. Februar 2016 in Bücher und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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