„Boy 7“ mit David Kross, Emilia Schüle auf DVD und Blu-ray

1 - Boy 7Im Jahr 2009 entstand durch Autorin Mirjam Mous die literarische Vorlage „Boy 7“, zu der jetzt im Jahr 2015 gleich zwei Adaptionen die Filmwelt bereicherten. Neben einer niederländischen Fassung (passend zur Vorlage) wurde für den deutschen Markt eine Version mit David Kross und Emilia Schüle realisiert. Regie bei „Boy 7“ führte Özgür Yildirim, der mit „Chiko“ (2008) begeisterte, mit „Blutzbrüdaz“ (2011) einen überraschend amüsanten Film über das Leben der Rapper Sido und B-Tight machte und auch zwei Episoden des „Tatort“ inszenierte. Wirklich begeistern kann der Film leider nicht, Genrefans können ab 26. Februar 2016 aber gerne einen DVD- oder Blu-ray-Blick riskieren.

Özgür Yildirim inszenierte deutsches SciFi-Drama

"boy 7"Die Ausgangslage ist wahrlich nicht neu – und auch der weitere Storyverlauf von „Boy 7“ erinnert an zahlreiche andere Filme, ohne dabei wirklich das Gefühl zu erwecken, etwas eigenes zu sein. Und so folgen wir einem jungen Mann (David Kross, „Angélique“, „Der Vorleser“, „Krabat“, „Gefährten“), der in einem U-Bahn-Tunnel aufwacht und keinen Plan davon hat, wer er überhaupt ist und warum ihn plötzlich die Polizei aufgreifen will. Sam, so heißt der Gute, kommt nach kurzen Recherchen in den Besitz eines Tagebuches. Sein eigenes, wie er bemerkt. Er wusste offenbar davon, dass er eines Tages seine Erinnerung verliert und hat sich einige spannende Notizen gemacht. Informationen, die ihm klar machen, dass er sich in großer Gefahr befindet. Es dauert nicht lange, da trifft er auf eine junge Frau (Emilia Schüle, „Mordkomission Berlin 1“, „Tod den Hippies!! Es lebe der Punk!“), die fast identisch gekleidet ist wie er und ebenfalls üppige Erinnerungslücken aufweist. Gemeinsam versteckt man sich und blättert im Tagebuch, um die bisherigen Geschehnisse zu erörtern.
3Die führen uns einige Wochen in die Vergangenheit, als sich Sam von den Kurven einer Mitschülerin dazu überreden ließ, seine Hacker-Fähigkeiten für unlautere Dinge zu benutzen. Dinge, die ihm gewaltige Probleme einhandeln und dafür sorgen, dass er von einer Richterin zu einem merkwürdigen Arrest verdonnert wird. Resozialisierung sei das Ziel des Instituts, in dem Sam ab sofort für ein paar Wochen ohne Handy, nur sehr spärlichen, überwachten Kontakt nach außen und mit lauter Tests lebt. Jeder der Schüler dort soll eine ganz bestimmte Fähigkeit haben und dank der Übungen lernen, diese für positive Tätigkeiten einzusetzen. Sam und Lara erfahren jedoch immer mehr, dass hier längst nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Klingt nicht gerade originell, überraschend und mitreißend neu? Stimmt. Ist es nämlich auch in keinster Weise.
4In den gut 100 Minuten Laufzeit passiert eigentlich nichts, was man nicht erwarten könnte oder das einen sonstwie begeistern kann. Alles schon x-mal gesehen in unzähligen anderen Filmen dieser Art. Das ist schade und enttäuschend, aber das, was man zu sehen bekommt, ist immerhin recht gut gemacht. Gute Schauspieler wurden gewählt, auch wenn die Dialoge und Handlungen manchmal etwas zu hölzern daher kommen. Wirklich Spaß kann daran nur ein großer Fan des Genres haben – oder jemand, der in diesem Bereich noch total unerfahren ist. Ansonsten kann das Geschehen gerne mal zu ermüdend auf den Zuschauer wirken. Wer frische Ideen serviert bekommen möchte, ist hier falsch. Wen es aber nicht stört, das filmische, durchschnittlich leckere Essen vom Vortag noch mal aufzuwärmen, der kann sich „Boy 7“ ruhig mal anschauen.

Fazit

Leider gibt es nichts Neues und Frisches zu sehen, sondern nur Bekanntes, ohne etwas eigenes sein zu wollen oder zu können. Immerhin agieren hier einige anständige Schauspieler in einem durchschnittlich unterhaltsamen Genrefilm, dem man wegen seiner deutschen Herkunft durchaus eine Chance geben kann.

Sterne-2,5

Filmangaben

Titel: Boy 7
Originaltitel: Boy 7
Genre: Action / Drama / Science-Fiction
Land, Jahr: Deutschland, 2015
Verleih: Koch Media
Regie: Özgür Yildirim
Drehbuch: Philip Delmaar, Marco van Geffen, Özgür Yildirim
Buchvorlage: Mirjam Mous
Darsteller: David Kross, Emilia Schüle, Ben Münchow, Jens Harzer, Jörg Hartmann, Liv Lisa Fries, Buddy Ogün, Nina Petri
Laufzeit: 108 Minuten (Blu-ray), 104 Minuten (DVD)
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Kaufstart: 25. Februar 2016

Quellen

Internet Movie Database
Koch Media

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Veröffentlicht am 23. Februar 2016 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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