„Suffragette“ mit Carey Mulligan im Kino

1 - SuffragetteEtwa 100 Jahre ist es her, dass die sogenannten Suffragettes (von Englisch „suffrage“ = „Wahlrecht“) dafür kämpften, dass Frauen die gleichen Rechte haben wie Männer. Der Film mit dem passenden Titel „Suffragette – Taten statt Worte“ entführt uns nun ins England des frühen 20. Jahrhunderts und zeigt uns diese spannende Epoche auf. Glänzend besetzt ist das Drama unter anderem mit Carey Mulligan, Helena Bonham Carter, Meryl Streep, Brendan Gleeson und Ben Whishaw. „Suffragette“ ist ab dem 4. Februar 2016 im Kino zu sehen.

Carey Mulligan, Helena Bonham Carter und Meryl Streep kämpfen für’s Frauen-Wahlrecht

2Das angeblich schwache Geschlecht darf in „Suffragette“ beweisen, wie stark es wirklich ist. Mit der eindringlichen Bitte um Gleichberechtigung der Geschlechter sind die Frauen in England vor einem Jahrhundert immer wieder gegen die Wand gefahren. Eine Wand aus männlichen Entscheidern, denen es ganz gut gefiel, dass die Frauen ihnen nicht ihre Plätze oder ihre Macht streitig machen können. Berufen hat man sich immer auf das Gesetz, das ja nun einmal existiert. Doch eine Organisation namens „Suffragettes“ tat sich zusammen, um immer wieder durch kleine Eingriffe dafür zu sorgen, dass ihnen Aufmerksamkeit geschenkt wird. Taten statt Worte, so der Leitspruch der Frauen, die sich untergebuttert fühlen, schlecht behandelt, physisch und psychisch ausgenutzt. Vorreiterin dieser Bewegung ist Emmeline Pankhurst (die dreifache Oscar-Preisträgerin Meryl Streep), der die unterdrückten Frauen bedingungslos folgen. Ehefrau und Mutter Maud Watts (Carey Mulligan, „Inside Llewyn Davis“, „An Education“) hat damit eigentlich nicht viel zu tun, obwohl es auch ihr definitiv 3schlecht geht in ihrer Position. Dem unterbezahlten, gefährlichen und harten Job in der Wäscherei ist sie seit vielen Jahren nachgegangen, ist quasi in die Arbeit hinein geboren worden und dort schon seit der Kindheit angestellt. Als sie eines Abends in ein Handgemenge in der Stadt gerät, ändert sich jedoch alles für Maud. Auch unter den Kollegen findet sie plötzlich vermehrt Frauen, die Pankhurst folgen und damit den Frauen eine Stimme geben wollen. Maud muss sich gegen alles und jeden durchsetzen, um auch ein Teil der Suffragettes zu werden und wirklich für Veränderungen zu sorgen. Als größte Widersacher fungieren ausgerechnet der im Stolz gekränkte Ehemann Sonny (Ben Whishaw, „Spectre“) sowie die Polizei unter Inspektor Arthur Steed (Brendan Gleeson, „Im Herzen der See“). In nicht einmal zwei Stunden erfahren wir somit mehr über einen wichtigen Aspekt aus der gar nicht all zu weit zurück liegenden Historie. Nicht einmal 100 Jahre in der Vergangenheit spielt die Geschichte und zeichnet mit großer Sorgfalt für Schauspieler, Charaktere, Ausstattung und 4Kostüme ein Bild eines großen Miss-Standes, der heute irrsinnig erscheint, aber eben vor einigen Jahrzehnten noch völlig normal war. Dass im Abspann eine Auflistung anderer Länder stattfindet mit Daten, wann dort das Frauenwahlrecht eingeführt wird (oder angeblich werden soll), unterstreicht, wie nahe wir dieser wichtigen Thematik auch heute noch definitiv sind. Und schafft zugleich Denkansätze für ähnliche Themen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Fazit

Toll besetztes, gespieltes und ausgestattetes Geschichts-Kapitel, das sich nicht aufdrängt, sondern sich auf unterhaltsame Weise einem wichtigen Thema widmet.

Sterne-4,0

Filmangaben

Titel: Suffragette – Taten statt Worte
Originaltitel: Suffragette
Genre: Biografie / Drama / Historienfilm
Land, Jahr: Großbritannien, 2015
Verleih: Concorde Film
Regie: Sarah Gavron
Drehbuch: Abi Morgan
Darsteller: Carey Mulligan, Meryl Streep, Ben Whishaw, Helena Bonham Carter, Brendan Gleeson, Anne-Marie Duff, Grace Stottor, Geoff Bell, Amanda Lawrence, Shelley Longworth, Adam Michael Dodd
FSK-Freigabe: noch nicht bekannt
Laufzeit: 107 Minuten
Kinostart: 4. Februar 2016

Quellen

Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Concorde Film

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Veröffentlicht am 1. Februar 2016 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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