„Casting des Todes“ – Micaela Schäfer im Horror-Trash-Kurzfilm

1 - Casting of DeathWenn sie nicht perfekt in einen Trashfilm passt, wer dann? Micaela Schäfer ist Model, DJane und hat sich sogar schon im Moderieren versucht. Primär bekannt ist sie aber für bekloppte Auftritte bei „Germany’s Next Topmodel“ und „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ sowie zahlreiche Auftritte, bei denen sie ihre üppige, künstliche Oberweite in die Kamera hält. Im Horror-Kurzfilm „Casting des Todes“ darf sie nun auch wieder alles zeigen, was sie kann… und sich hat machen lassen… Zu sehen ist der Film für kleines Geld bei Vimeo (Link siehe unten in den Quellenangaben).

Ezra Tsegaye legt mit „Casting des Todes“ beachtlichen Kurzfilm vor

2Nur 17 Minuten dauert „Casting des Todes“, aber diese gute Viertelstunde ist unterhaltsam genug ausgefallen, dass der Horror-Kurzfilm schon einige Preise und Nominierungen auf Festivals einheimsen konnte. Was jetzt nicht bedeuten soll, dass man ein großartiges Werk zu sehen bekommt, sondern eher einen Trashfilm. Der aber hat genug zu bieten, um Genrefans zufrieden zu stellen. Dafür sorgt gleich der Beginn, wenn wir eine fast nackte Frau am Schminktisch sehen, die kurz darauf in eine Horror-Situation gerät. Die eigentliche Handlung dreht sich jedoch natürlich um Micaela Schäfer („Seed 2“, „La Petite Mort 2“), die hier zu einem Casting für eine „erotische Cocktailsendung“ erscheint. Natürlich soll sie sich sofort möglichst nackig machen, findet Regisseur Ben (Alexander Altomirianos), dem die Geilheit ins Gesicht geschrieben steht.
3Sein Kameramann (Marc Philipps) findet das nicht sonderlich unterstützenswert und will einfach nur seine Arbeit machen, traut aber schon bald seinen Augen nicht mehr: Seine merkwürdige Videokamera von der dubiosen Firma Storsco Elektronics zeigt verrückte, brutale und sexistische Vorgänge, die in der Realität eigentlich so gar nicht stattgefunden haben. Oder zeigt die Kamera die wirkliche Wahrheit? Das gilt es zu erörtern, immer wieder unterbrochen von putzigen Einspielern. Die sind witzig aufgemacht, ziehen den Zuschauer aber immer wieder auch ein wenig aus der eigentlichen Handlung heraus. Ein Stück weit hat man das Gefühl, dass man aus der Geschichte mehr hätte herausholen können und ist sich angesichts der grundsätzlichen technischen und inszenatorischen Qualität des Ganzen auch recht sicher darüber.
4Der Filmfraß hätte jedenfalls nichts dagegen, wenn aus dem Kurzfilm vielleicht doch ein hübscher Langfilm entstehen würde, der die Thematik tiefer ergründen könnte. Und in dem vor allen Dingen die amüsanten Einspieler weniger stören, sondern stimmiger ins Gesamtkonzept passen würden. Genug Ansatzpunkte für eine verlängerte Fassung gibt es nämlich allemal (inklusive einiger Charaktere und auch der Musik). Regisseur/Autor/Produzent/etc. Ezra Tsegaye sollte man sich auf jeden Fall schon einmal vormerken – von ihm könnte man im Genre noch einiges hören.

Fazit

Netter, kleiner, trashiger Horror-Kurzfilm mit einigen tollen Momenten. Vermittelt zudem das Gefühl, dass man sich gerne eine noch besser strukturierte Langfassung zu Gemüte führen würde.

Sterne-3,0

Filmangaben

Titel: Casting des Todes
Originaltitel: Casting des Todes
Genre: Horror / Komödie / Trash / Kurzfilm
Land, Jahr: Deutschland, 2015
Regie: Ezra Tsegaye
Drehbuch: Ezra Tsegaye
Darsteller: Alexander Altomirianos, Marc Philipps, Micaela Schäfer, Stefan Dittrich, Vanessa Schann, Gregor Marvel, Madelone Seela
Laufzeit: 17 Minuten

Quellen

Internet Movie Database
Der Regisseur bei Wikipedia
Der Film bei Vimeo

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Veröffentlicht am 31. Januar 2016 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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