„Creed – Rocky’s Legacy“ mit Michael B. Jordan, Sylvester Stallone

CONT_Artwork.inddEr ist wieder da! Der berühmteste Filmboxer aller Zeiten kehrt auf die Leinwand zurück. Doch zum Glück wurde Rocky Balboa nicht neu besetzt und steigt auch Darsteller Sylvester Stallone inzwischen nicht mehr selbst in den Ring. Stattdessen dreht sich „Creed – Rocky’s Legacy“ um den Sohn von Rockys verstorbenem größten Gegner und besten Freund Apollo Creed. Was schlimm hätte werden können, ist in der Tat sehr unterhaltsam ausgefallen – und hat Stallone sogar allen Ernstes einen Golden Globe als bester Nebendarsteller eingebracht. Ist sogar der Oscar möglich? Ab 14. Januar 2016 im Kino!

Sylvester Stallone mit Paraderolle endlich wieder preiswürdig

Creed11021.dngMan mag es ein wenig für einen Scherz halten, wenn man hört, dass Sylvester Stallone für das Jahr 2016 eine Golden-Globe-Nominierung erhalten hat. Letzte Nacht gewann er den Preis dann auch sogar – und man fragt sich, ob sogar der Oscar drin ist! Man könnte sich fragen: Hat der Mann bei all dem Botox im Gesicht überhaupt noch eine Mimik!? Spöttern zeigt es Sly jetzt aber gewaltig! Denn Stallone geht mit „Creed“ in mehrfacher Hinsicht zurück zu seinen Wurzeln. „Rocky“ bedeutete im Jahr 1976 den ganz großen Durchbruch für ihn, er bekam sogar zwei Oscar- und zwei Golden-Globe-Nominierungen, jeweils für das beste Drehbuch und als bester Hauptdarsteller. 40 Jahre später gehört Sly zu den ganz großen Kultstars und hat sich im Grunde längst festgelegt auf Action-Kracher wie „The Expendables“, in denen er stumpf um sich ballert und coole Sprüche vom Stapel lässt. Es fühlt sich daher ein wenig so an, als schließe sich nun ein Kreis für ihn. Mit der gefühlt uralten Rolle des Rocky Balboa. Es hätte alles höchst peinlich werden können, wäre er noch mal selbst in den Ring gestiegen. Doch Stallone und sein Balboa nehmen sich in „Creed“ merklich zurück und sorgen aus dem Hintergrund für allerhand Eindruck. Einen ersten Golden Globe gab es daher jetzt für Stallone als ein Rocky Balboa, der Besuch bekommt von Creed05720.dngAdonis Johnson (Michael B. Jordan, nach „Fantastic Four“ glücklicherweise zurück in verdienter Spur). Der will doch allen Ernstes von ihm, der inzwischen mit Boxen nichts mehr am Hut hat, sondern nach dem Tod von Frau Adrian und seinem besten Freund und Mentor Paulie nur noch im Restaurant arbeitet. Doch es ist die Verwandtschaft von Johnson, die ihn aufhorchen lässt. Der junge, ehrgeizige Mann, der für seinen Box-Traum sogar seine aufopferungsvolle Stiefmutter (Phylicia Rashad, die Clair Huxtable der „Bill Cosby Show“) zurück ließ, ist der Sohn von Apollo Creed, mit dem sich Rocky zwei großartige Kämpfe lieferte, die den Legendenstatus der beiden für alle Zeiten besiegelte. Und so lässt sich Balboa doch erweichen, den jungen Mann zu trainieren – mit allen Problemen, die in einer Geschichte wie dieser nun mal auftauchen können. Und mit allem, was die guten, alten Zeiten mit den neuen verbindet. Wir bekommen „Rocky“-mäßige Fanfaren geboten, doch auch Rap-Musik findet sich im Soundtrack wieder. Wir bekommen alte Boxkunst serviert und sehen eine Vermischung mit neumodischem Entertainment-Bombast. Zum Glück wirkt hier nichts wie viel zu dick aufgetragen. Nicht die emotionalen Momente zwischen Creed30269.dngRocky und Adonis, nicht die eingeflochtene Liebesgeschichte von Adonis mit der Sängerin Bianca (Tessa Thompson). Von einem großartigen Film ist man weit entfernt, aber für eine unterhaltsame Fortsetzung im Reboot-Stil taugt „Creed“ allemal und ist eben besonders wegen des gefühlten künstlerischen Auferstehens von Stallone schon die Sichtung wert. Hauptdarsteller Michael B. Jordan und Regisseur Ryan Coogler scheinen gut zusammen zu passen – der erste gemeinsame Film (und das Regie-Debüt von Coogler) war der gefeierte „Nächster Halt: Fruitvale Station“.

Fazit

Sehr stimmige, als Neustart funktionierende Fortsetzung, die sowohl durch die Darsteller als auch durch die Zeit punktet, die sich der Film für die Charaktere nimmt.

Sterne-4,0

Filmangaben

Titel: Creed – Rocky’s Legacy
Originaltitel: Creed – Rocky’s Legacy
Genre: Drama / Sport
Land, Jahr: USA, 2015
Verleih: Warner Bros.
Regie: Ryan Coogler
Drehbuch: Ryan Coogler, Aaron Covington
Darsteller: Michael B. Jordan, Sylvester Stallone, Tessa Thompson, Phylicia Rashad, Tony Bellew, Ritchie Coster, Graham McTavish
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Laufzeit: 132 Minuten
Kinostart: 14. Januar 2016

Quellen

Internet Movie Database
Warner Bros.

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Veröffentlicht am 10. Januar 2016 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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