„Joy – Alles außer gewöhnlich“ mit Jennifer Lawrence im Kino

1 - Joy - FilmplakatWas die drei zusammen angehen, kann einfach nicht schief gehen: Regisseur/Autor David O. Russell („The Fighter“) arbeitete jetzt schon zum dritten Mal mit Jennifer Lawrence („Die Tribute von Panem“) und Bradley Cooper („American Sniper“) – und zum dritten Mal ist ein toller Film entstanden. Auf „Silver Linings“ und „American Hustle“ folgt jetzt „Joy – Alles außer gewöhnlich“, in der sich beide mal wieder von ihrer besten Seite zeigen können. Mit dabei sind unter anderem auch Robert De Niro und Isabella Rossellini. „Joy“ läuft ab dem 31. Dezember 2015 im Kino.

„Joy“ von David O. Russell („American Hustle“, „Silver Linings“)

2Irgendwie schon klar, dass auch „Joy“ Preise einheimsen würde. Wenn Regisseur/Autor David O. Russell sich mit Jennifer Lawrence und Bradley Cooper zusammen tut, kann ja gar nichts Schlechtes dabei rum kommen. Zwei Golden-Globe-Nominierungen hat „Joy“, die dritte gemeinsame Arbeit nach „Silver Linings“ und „American Hustle“ bereits erhalten (Bester Film – Musical/Komödie, Beste Hauptdarstellerin – Musical/Komödie). Die Oscar-Nominierungen stehen noch aus, aber auch hier kann man dem Film gute Chancen ausrechnen.
3Dabei ist die Story eine sehr simple: Jennifer Lawrence spielt Joy Mangano, die es zu Hause alles andere als leicht hat. Sie wohnt mit mehreren anstrengenden Familienmitgliedern zusammen, darunter nicht nur ihre beiden Kinder und die Soap-Opera-süchtige Mutter (Virginia Madsen), sondern auch ihr Ex-Mann Tony (Édgar Ramírez), der im Keller hausiert. In eben diesen Keller schiebt Joy auch ihren schwierigen Vater (Robert De Niro) ab, als ihn seine aktuelle Lebensgefährtin vor die Tür setzt. Joy ist kurz vor’m Durchdrehen – bis sie sich einer alten Leidenschaft besinnt, der sie zuletzt als Kind nachging:
4Damals hat sie gern gebastelt und Dinge erfunden. Und genau dies will sie nun wieder machen. Ein kleiner Unfall sorgt dafür, dass Joy einen Wischmopp erfindet. Natürlich gibt es schon unzählige Wischmopps auf dieser Welt. Aber der von Joy ist anders – und soll daher möglichst in allen Haushalten genutzt werden. Blöd nur, dass sie keiner so wirklich für voll nimmt. Nicht ihr Vater, der immer noch einen irgendwie laufenden Betrieb aufrecht hält. Und auch nicht der wichtige TV-Angestellte Neil Walker (Bradley Cooper). Doch Joy weiß sich und ihr Produkt gut zu verkaufen. Und genau das weiß auch der Film. Denn auch hier möchte man meinen: Pffft, eine Story, die man schon x-mal gesehen hat. Wozu also diesen Film ansehen? Doch genau wie Joy und ihr Wischmopp weiß sich auch dieser Film perfekt zu verkaufen und präsentieren, dass ein Mopp eben nicht einfach nur ein Mopp und ein Film über eine Frau, die einen Mopp erfindet eben nicht nur ein Film über eine Frau, die einen Mopp erfindet sein muss.
5Stattdessen entwickelt sich eine wunderbare Komödie, die mal wieder genau das aus Regisseur/Autor David O. Russell sowie seiner Besetzung heraus kitzelt, was man schon an Russells letzten Werken so geliebt hat. Köstliche Charaktere mit ebenso köstlichen Dialogen schlittern durch eine eigentlich sehr simple Geschichte, die aber immer wieder durch Höhepunkte glänzt und daher nie langweilig wird. Ein weiterer Spitzenfilm eines Mannes, der es weiß, seine Figuren die Geschichten auf unterhaltsamste Weise erzählen zu lassen. Auch bei der nächsten Oscar-Verleihung dürfte Russell bzw. sein Film also kaum ohne Nennung bleiben.
Lawrence, De Niro 2Allein, wie Robert De Niro in Russells Filmen aufblüht, ist eine helle Freude. Dazu eine regelrecht spielwütige Jennifer Lawrence, ein sich angenehm zurück nehmender Bradley Cooper und ein klasse Nebendarsteller-Cast, der vom Golden-Globe-nominierten Édgar Ramírez („Carlos – Der Schakal“), der Oscar- und Globe-nominierten Virginia Madsen („Sideways“) und Leinwand-Legende Isabella Rossellini („Blue Velvet“)  bis zur dreifach für den Oscar nominierten Diane Ladd („Alice lebt hier nicht mehr“, „Wild at Heart“, „Die Lust der schönen Rose“) und De Niros Adoptiv-Tochter Drena reicht.

Fazit

Der nächste Film von David O. Russell – und die nächste, köstliche Komödie mit wundervollen Schauspielern, Charakteren, Dialogen und Ereignissen.

Sterne-4,0

Filmangaben

Titel: Joy – Alles außer gewöhnlich
Originaltitel: Joy
Genre: Biografie / Komödie / Drama
Land, Jahr: USA, 2015
Verleih: Twentieth Century Fox
Regie: David O. Russell
Drehbuch: David O. Russell
Darsteller: Jennifer Lawrence, Bradley Cooper, Donna Mills, Robert De Niro, Elisabeth Röhm, Dascha Polanco, Édgar Ramírez, Virginia Madsen, Isabella Rossellini, Diane Ladd, Drena De Niro, Susan Lucci
FSK-Freigabe: noch nicht bekannt
Laufzeit: 107 Minuten
Kinostart: 31. Dezember 2015

Quellen

Offizielle Film-Website
Internet Movie Database
Twentieth Century Fox

Advertisements

Veröffentlicht am 27. Dezember 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Tolle Kritik! Ich bin absolut gespannt auf den Film!

    Wir haben dich übrigens für den Liebster Award nominiert: https://popcornfilme.wordpress.com/liebster-award/

    Wir würden uns freuen deine Antworten auf unsere Fragen zu lesen 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: