„Deadpool – Special 7: Der Tod von Deadpool“ (Comic)

DEADPOOLSPECIAL7_Heft_631Keine zwei Monate mehr, dann macht „Deadpool“ endlich das Kino unsicher! Doch bis dahin gibt es noch einiges an Comic-Material vom Söldner mit der großen Klappe, zerfressen von einem Tumor, durch fragwürdige Experimente aber unsterblich gemacht. Wie kann es da sein, dass Deadpool stirbt? Aufschluss soll „Der Tod von Deadpool“, das Deadpool Special 7 geben. Tut es aber leider nur bedingt. Und ist vor allen Dingen keineswegs Hauptbestandteil des Comic-Heftes. Schade!

100 Seiten Deadpool in zahlreichen Kurzgeschichten

Mal im Ernst: Von einem Comic, der sich „Der Tod von Deadpool“ nennt, erwartet man doch eigentlich eine breit angelegte Geschichte um das Ableben des irren Söldners. Doch weit gefehlt! Irritierend ist natürlich schon mal, dass die Geschichte kein Comic-Band ist, sondern nur ein Comic-Heft von popeligen 100 Seiten. Wer da noch nicht stutzig wird, darf einen Blick in den Comic riskieren und bemerken, dass zahlreiche Zeichenstile zu finden sind. Der Grund: Enthalten im „Deadpool Special 7“ sind zahlreiche kurze Geschichten, die sich angesichts des Titels irgendwie ein bisschen wie eingeschummelt anfühlen. Nun gut, eine der Storys hat tatsächlich mit dem Tod von Deadpool zu tun. Irgendwie. Aber wirklichen Aufschluss, ein wirkliches „Ende“ oder auch nur einen interessant erzählten Neuanfang gibt es leider keineswegs zu finden. Sehr schade – hier bekommt man das Gefühl, als sei man in die Irre geführt worden. Und so widmet man sich recht unbefriedigt den weiteren Geschichten, die sich in das Heft verirrt haben. Die handeln größtenteils natürlich von unserem geliebten Deadpool – aber selbst das tun nicht mal alle. Außer Wade Wilson tauchen hier nämlich noch der Geist von Benjamin Franklin (!) und ein Necromancer namens Michael auf, der gerne mal schwarze Magie bemüht, um übernatürliche Dinge zu tun. Deadpools teuflische Flamme Shiklah taucht ebenso auf, dazu ein sprechender Hund, der X-Men-Schurken Apocalypse in Jungen-Gestalt und unzählige bekannte Figuren wie das Ding, Thanos, Howard the Duck oder auch Spider-Man. So wirklich folgen kann man den häufig zu hektisch dahin geschriebenen Storys auch manchmal nicht, man wird eher von Geschichte zu Geschichte geworfen, ohne dass hier all zu viel Struktur dahinter steckt. Keine klare Linie, sondern ein Potpourri an skurrilen Abenteuern des Helden, der dadurch auch ein wenig zu kurz kommt. Was es für Deadpool-Fans immerhin gibt: Eine ordentliche Portion Gewalt, flotte Sprüche von Pool selbst und auch einige Anspielungen auf die Popkultur.

Fazit

Leider deutlich unausgegorener Kurzgeschichten-Mix, der in den meisten Fällen nicht gerade vom Hocker haut, dafür aber eine Fülle an bekannten Charakteren sowie einige typische Deadpool-Verrücktheiten aufbietet. Für den geringen Preis von 5,99 Euro aber akzeptabel.

Sterne-2,5

Bibliografische Angaben

Titel: Deadpool – Special 7: Der Tod von Deadpool
Original-Storys: Deadpool 45 (250), Deadpool 1000 (I)
Autoren: Brian Posehn, Gerry Duggan, Paul Scheer, Nick Giovannetti
Zeichner: Salva Espin, Mike Hawthorne, Mirko Colak
Verlag: Panini Comics
Format: Heft
Seitenzahl: 100
Preis: 5,99 Euro
Kaufstart: 22. Dezember 2015

Quellen

Panini Comics

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Veröffentlicht am 25. Dezember 2015 in Bücher und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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