„Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ im Kino

75338_sw7_Hauptplakat_A1_02_rz.inddMan kann sich kaum erinnern, um welchen Film es in den letzten Jahren mal so einen immensen Hype gegeben hat. Im Jahr 1977 erblickte der „Krieg der Sterne“ alias „Star Wars“ das Licht der Kinowelt – und schlug ein wie eine Bombe. Fast 40 Jahre später ist das Interesse auf einem neuen Hoch – und dürfte angesichts der Qualität von „Episode VII“ so schnell nicht abflauen. Der neue „Star Wars“-Film macht eine Menge Spaß – und lässt aus diversen Gründen Tränen kullern. Das Science-Fiction-Spektakel ist ab dem 17. Dezember 2015 im Kino zu sehen – auch in tollem 3D.

Fast vier Jahrzehnte „Star Wars“ – und kein Ende in Sicht

Star Wars: The Force Awakens

Kaum einer, der 1977 an „Krieg der Sterne“ (Originaltitel „Star Wars“) beteiligt war, hat wirklich mit einem Erfolg gerechnet. Doch die Science-Fiction-Saga um die guten Jedi, die finsteren Bösewichte und die Balance der Macht nahm ungeahnte Ausmaße an. Zwei weitere Filme folgten (1980 und 1983), die Helden Luke Skywalker (Mark Hamill), Han Solo (Harrison Ford), Chewbacca (Peter Mayhew) und Prinzessin Leia (Carrie Fisher) wurden genau so zum Kult wie die Droiden R2-D2 (Kenny Baker) und C-3PO (Anthony Daniels) und das Böse in Gestalt, Darth Vader (David Prowse). Tricktechnik in Vollendung, eine mitreißende Geschichte, eindrucksvolle (Schock-)Momente („Nein… Ich bin dein Vater!“) und grundsätzlich eine Menge Spaß waren einige der Faktoren, die zu einem gigantischen Erfolg der Trilogie geführt haben. 16 Jahre dauerte es, bis „Star Wars“-Erfinder George Lucas eine weitere Trilogie in die Kinos hievte. Von 1999 bis 2005 gab es die Episoden I bis III zu sehen, die zeitlich vor der Ur-Trilogie, inzwischen Episode IV bis VI genannt, spielte. Man erfuhr viel über die Ursprünge, in erster Linie, wie Anakin Skywalker zu Darth Vader wurde.

3 - Rey, Finn, BB-8

Doch Kritiker und Fans waren nicht begeistert von den neuen drei Filmen, größtenteils wurden sie regelrecht verrissen. Das Feeling der Ur-Trilogie war nicht in den neuen Filmen aufzufinden. Und schlimmer noch: George Lucas demontierte die Saga weiter, indem er die ursprünglichen Filme nicht einfach digital aufmotzte, sondern zahlreiche Effekte und sogar wichtige Eckpunkte veränderte (Han shot first!). Und so teilten sich die Anhänger in zwei Lager, als Lucas für eine Unsumme sein „Star Wars“-Universum an Disney verkaufte. Die einen rechneten damit, dass es das endgültige Aus ihrer Träume ist. Die anderen hofften auf einen baldigen Neuanfang, der sie emotional wieder in alte Zeiten führen würde. Jetzt dauerte es nicht lange, bis am 17. Dezember 2015 Episode VII in den Kinos zu sehen ist. Folgen werden zumindest noch Episode VIII und IX, dazwischen gibt es noch zahlreiche weitere Filme wie Spin-Offs zu beliebten Figuren. Und die Merchandise-Abteilung? Die hat mehr zu tun als jemals zuvor…

„Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ – Die Rezension

4 - Han, Chewie, Finn

Das ist dann wohl doppeldeutig ausgefallen: „Das Erwachen der Macht“ nennt sich der neueste „Star Wars“-Film – und bedeutet neben dem Thema der Handlung eben auch, dass die Macht von „Star Wars“ selbst wieder erwacht ist. Und wie! Mit Episode VII hat man im Vorfeld eine unfassbare Begeisterung ausgelöst – die jetzt ihren Höhepunkt im Kino findet. Kein Wunder: Inzwischen ist eine ganz neue Generation an „Star Wars“-Fans heran gewachsen, die in erster Linie mit den „Clone Wars“-Trickfilmen in Kontakt gekommen ist. Dazu kommen die, die erstmals mit der neuen Trilogie (Episode I bis III) auf „Star Wars“ trafen. Und natürlich all jene, die Verfechter der ursprünglichen drei Filme sind. Kombiniert wird das Ganze hier auf eine Weise, die mit Sicherheit den meisten gefallen wird!

3 - Rey, Finn, BB-8

Der Filmfraß bemüht zunächst Mehmet Scholls „Gänsehaut-Entzündung“ für die Momente, in denen die Titelmelodie zu hören ist und der Einleitungstext im berühmten „Star Wars“-Stil auf der Leinwand auftaucht und in den Weiten des Universums verschwindet. Egal, wie man zu Episode I bis III steht – hier ist man direkt zu Beginn wieder so kribbelig, als habe es nie etwas Schlechtes aus der „Star Wars“-Saga gegeben. Alles ist gut, alles ist bombastisch, alles ist voller toller Effekte, wunderbarer Darsteller und viel Freude allgemein. Popcorn-Kino vom Feinsten! Wen wir da zu Beginn kennen lernen – das sind die neuen Stars der Reihe, mit denen der zeitlose Klassiker „Star Wars“ in die Zukunft geht.

STAR WARS: DAS ERWACHEN DER MACHT

Wir lernen den charismatischen Rebellen-Kämpfer Poe Dameron (Oscar Isaac, „Inside Llewyn Davis“) kennen, die pfiffige und zuckersüße Sammlerin Rey (Daisy Ridley in ihrem ersten Langfilm!), aber auch den üblen Schurken Kylo Ren (Adam Driver, „Girls“), der in die Fußstapfen von Darth Vader tritt. Mit Finn (John Boyega, „Attack the Block“) gibt es einen weiteren Neuzugang mit einer interessanten Geschichte, über die hier allerdings genau so wenig berichtet werden soll wie über viele andere der Handlungspunkte. Hier gilt einfach: Ab ins Kino und sich überraschen lassen, sich fesseln lassen, sich begeistern lassen! Wer sich zu viele Spoiler zu Gemüte führt, macht sich nur unnötig die Freude kaputt und das Gefühl, das man hatte, als man erstmals (im Idealfall ohne großes Vorwissen) „Star Wars“ gesehen hat.

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Wie die Zeit vergangen ist, bemerkt man dann, wenn unsere großen Helden auftauchen, namentlich in erster Linie Han, Chewie und Leia. Und für den Rest der Altbekannten? Für den ist auch noch genug Platz – und macht schon bald deutlich, wie clever die Marketing-Strategie für den Film besonders im Fall Luke Skywalker eigentlich war. Doch das ist längst nicht alles. Was hier an Starmaterial aufgeboten wird, spottet jeglicher Beschreibung – man muss es einfach gesehen haben, welche bekannten Gesichter hier so auch nur mal kurz durchs Bild huschen. Ein eindrucksvolles Ensemble! Dabei sind viele der mitspielenden Stars noch nicht mal klar zu erkennen, darunter Gwendoline Christie (Brienne of Tarth in „Game of Thrones“) als Stormtrooper-Anführerin Captain Phasma sowie zahlreiche andere Figuren, über die hier aber auch der Mantel des Schweigens gehüllt werden soll.

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Stattdessen berichten wir darüber, dass J.J. Abrams („Star Trek 1+2“, „Super 8“, „Mission: Impossible III“) einen hoch imposanten Film geschaffen hat. Mit Schauwerten, die uns die Begeisterung verschaffen, auf die wir „Star Wars“-Jünger so sehr gehofft haben. Ein spannendes Drehbuch wurde uns serviert von Abrams sowie Lawrence Kasdan („Das Imperium schlägt zurück“, „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“) und Michael Arndt (Oscar für „Little Miss Sunshine“). Und das Tolle am Film: Nicht nur die Szenen, die Überraschungen und Neues aufbieten, wissen zu begeistern. Auch die Momente, die man bereits erwartet, vorhersehen kann oder deutliche Story-Bezüge zur Ur-Trilogie aufbieten, wissen den Zuschauer zu fesseln. Die Action ist enorm und verbindet Computer-Technologie perfekt mit altehrwürdiger Trick- und Ausstattungs-Technik. Kein seelenloses, rein digitales Treiben wie bei Episode I bis III, sondern etwas zum Mitfühlen, zum Selbsterleben, zum Wiederalskindfühlen.

Star Wars: The Force Awakens

Die Erwartungen des Filmfraß jedenfalls wurden klar erfüllt – und in einigen Fällen sogar übertroffen: Hatte er beim ersten Trailer des Films damals noch BB-8 nicht leiden wollen, hat sich dies nun schlagartig geändert. Es wurde befürchtet, dass man zwanghaft einen neuen Droiden hin klatscht, der das Zepter von C-3PO und R2-D2 übernehmen soll. Doch BB-8 hat sich seinen Platz im Universum absolut verdient und piepst und rollt sich gleich in seinen ersten Momenten so sehr ins Herz des Zuschauers wie der Rest des Abenteuers. Und die nötige Portion Humor? Die hat es im siebten Film der Reihe gehörig in sich. Emotionale und actionreiche Momente werden sofort wieder aufgelockert durch köstliche Sprüche und Szenen – eine eindrucksvolle Achterbahnfahrt, nach der man sich am Liebsten direkt noch mal in der Schlange einreihen möchte, um noch einmal zu fahren.

Fazit

Ein spannender, lustiger, actionreicher und insgesamt unheimlich vergnüglicher Mix mit all dem, was uns die „Star Wars“-Reihe so ans Herz wachsen ließ. Tolle neue Darsteller und spannende Charaktere gesellen sich zu den alten Haudegen und vielen wunderbaren Momenten, die man sich unbedingt noch ein weiteres Mal im Kino ansehen möchte. George Lucas hat uns „Star Wars“ gegeben und dann ein Stück weit nehmen wollen. J.J. Abrams führt jetzt neue und alte Anhänger auf eindrucksvolle Weise zusammen – und verbindet sie durch ein wunderbares Abenteuer, das uns die Saga so zurück bringt, wie es sich für sie gehört. Danke, J.J.! Die Macht ist mit dir!

Sterne-5,0

Filmangaben

Titel: Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht
Originaltitel: Star Wars: The Force Awakens
Genre: Action / Abenteuer / Fantasy
Land, Jahr: USA, 2015
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Regie: J.J. Abrams
Drehbuch: Lawrence Kasdan, J.J. Abrams, Michael Arndt
Darsteller: Daisy Ridley, Adam Driver, Donhnall Gleeson, Gwendoline Christie, Oscar Isaac, John Boyega, Carrie Fisher, Mark Hamill, Harrison Ford, Billie Lourd, Peter Mayhew, u.v.a.
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Laufzeit: 135 Minuten
Kinostart: 17. Dezember 2015

Quellen

Internet Movie Database
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

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Veröffentlicht am 16. Dezember 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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