„Spectre“ – James Bond und Daniel Craig im Kino

1 - Spectre - FilmplakatDaniel Craig hat James Bond mit seiner Darstellung in den letzten Jahren quasi neu erschaffen. „Casino Royale“, „Ein Quantum Trost“ und „Skyfall“ waren tolle Filme, an die jetzt „Spectre“ nahtlos anknüpft. Als Gegenspieler fungiert hier der zweifache Oscar-Preisträger Christoph Waltz („Inglourious Basterds“, „Django Unchained“), als primäres Bond-Girl ist Léa Seydoux („Blau ist eine warme Farbe“) an Bord. Der bestens unterhaltsame 24. Bond mit satter Action ist ab dem 5. November 2015 im Kino zu sehen.

Craigs vierter Bond-Film fügt die Fäden zusammen

2Das typische Kribbeln, das man beim Start von James-Bond-Filmen verspürt, darf endlich wieder genossen werden! Die Standard-Melodie mit dem Richtung Zuschauer schießenden Bond – zum vierten Mal jetzt Daniel Craig – stimmt schon mal gut ein. Und aufgeheizt ist man dann bereits mit der actionreichen und spannenden Eröffnungsszene mit allerhand Zerstörung. So aufgeheizt ist man danach, dass selbst der eigentlich nicht gerade prickelnde Bond-Song „Writing’s on the Wall“ von Sam Smith stört, wenn der eigentliche Opener in gewohnter Musikclip-Manier so sexy, anmutig und künstlerisch wertvoll daher kommt, dass sich zu diesem Zeitpunkt bereits der Kinobesuch gelohnt hat. Was folgt, ist eine Reise in die Vergangenheit für unseren seit Jahrzehnten gefeierten Helden im Anzug. Vergangenheit meint hiermit nicht nur die bisherigen drei Bond-Filme mit Craig als 3Hauptdarsteller, sondern sogar die Zeit, bevor Bond zu 007 wurde. Denn Bond bekommt es mit Franz Oberhauser (Christoph Waltz) zu tun, der deutlich mehr über Bond weiß, als diesem lieb ist. Waltz spielt diese Rolle genau so, wie man sie erwartet. Das wirkt inzwischen vielleicht ein wenig abgenutzt, weil er sehr ähnlich auch schon seine Oscar-gewinnenden Rollen in „Inglourious Basterds“ und „Django Unchained“ gespielt hat, passt aber dennoch sehr gut. Doch nicht nur Oberhauser hat es auf Bond abgesehen – als Unterstützer hat er den hünenhaften Mr. Hinx im Team, der gespielt wird von Ex-Wrestler Dave „Batista“ Bautista (Drax in „Guardians of the Galaxy“). Wie gut, dass Bond sein Agententeam um Boss M (Ralph Fiennes, „Grand Budapest Hotel“), Quartiermeister Q (Ben Whishaw, „Cloud Atlas“) und Sekretärin Moneypenny (Naomie Harris, „Southpaw“, 4„Mandela“) hat. Oder doch nicht? Die müssen sich nämlich gegen äußere Einflüsse des aufstrebenden Denbigh (Andrew Scott, „Sherlock“) wehren. Der will dafür sorgen, dass sämtliche Geheimdienst-Informationen von neun verschiedenen Ländern, darunter auch England, zusammen geführt werden. Nicht nur der Untergang aller Agenten, die durch Drohnen und dergleichen ersetzt werden sollen, sondern laut M auch eine immense Gefahr für die ganze Welt. Bond also ganz auf sich allein gestellt? Nicht ganz. Immerhin macht er die Bekanntschaft mit der reizenden Madeleine Swann (Léa Seydoux, „Blau ist eine warme Farbe“) – und auch die früh im Film zur Witwe gemachte Lucia Sciarra (Monica Bellucci, „Matrix 2+3“, „Der Zauber von Malèna“) sorgt dafür, dass „Spectre“ ein unterhaltsames, actionreiches, spannendes und witziges Spektakel 5geworden ist. Ein Film, der die bisherigen vier Craig-Filme auf interessante Weise kombiniert. Storytechnisch vielleicht nicht immer auf dem Niveau eines „Skyfall“, aber das wäre Meckern auf hohem Niveau. Denn „Spectre“ von Regisseur Sam Mendes („Skyfall“, „Zeiten des Aufruhrs“, „American Beauty“) ist genau das, was man auch erwartet: Tolles Popcorn-Kino mit klasse Darstellern, schmissigen Dialogen und eindrucksvollen Szenen. Anschließend kann man den nächsten Bond-Film gar nicht mehr erwarten! Oder schaut sich direkt noch einmal „Spectre“ an.

Fazit

Bond, wie man ihn sich wünscht: Action, Spannung, Humor und tolle Darsteller – das macht trotz ein paar Storyschwächen gewaltig Laune!

Sterne-4,5

Filmangaben

Titel: James Bond 007 – Spectre
Originaltitel: James Bond 007 – Spectre
Genre: Action / Abenteuer / Thriller
Land, Jahr: UK / USA, 2015
Verleih: Sony Pictures
Regie: Sam Mendes
Drehbuch: John Logan, Neal Purvis, Robert Wade, Jez Butterworth
Darsteller: Daniel Craig, Christoph Waltz, Monica Bellucci, Léa Seydoux, Ralph Fiennes, Dave Bautista, Ben Whishaw, Stephanie Sigman, Naomie Harris, Andrew Scott, Rory Kinnear, Neve Gachev, Jesper Christensen
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Laufzeit: 148 Minuten
Kinostart: 5. November 2015

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Sony Pictures

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Veröffentlicht am 28. Oktober 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Ich kann die Euphorie nicht ganz nachvollziehen. Ich habe das Gefühl, der Film blieb hinter seinen Möglichkeiten zurück. Trotz hammermäßig gutem Cast verkommt die Story wegen großer Logiklöcher und gestelzter Dialoge immer wieder zur Parodie.

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