„Vice“ mit Bruce Willis und Thomas Jane auf DVD und Blu-ray

1 - ViceRegisseur Brian A. Miller hat schon mit allerhand namhaften Schauspielern gedreht (Bruce Willis, James Caan, Jason Patric, John Cusack, 50 Cent, Stephen Dorff, David Boreanaz, James Woods, Danny Trejo, Amy Smart, Dave Bautista, …). Aber die Filme? Sind meistens ziemlicher Murks geworden. Und so reiht sich auch „Vice“ ein in die Riege von Direct-to-Disc-Gurken, zu denen Miller bereits unter anderem „The Prince – Only God Forgives“ und „The House of the Rising Sun“ zählt. Seit 2. Oktober 2015 auf DVD und Blu-ray im Handel erhältlich.

Namhafte Schauspieler bürgen nicht für tolle Filme – heute: „Vice“

1S5B0930.CR2Brian A. Miller muss schon echt ein sympathischer Typ sein. Wie sonst lässt sich erklären, dass ständig bekannte und eben auch richtig gute Darsteller für ihn vor die Kamera hüpfen, unabhängig davon, wie schlecht die Filme werden? In „Vice“ haben wir mit Thomas Jane („The Punisher“, drei Golden-Globe-Nominierungen für „Hung“) und Bruce Willis („Sin City 1+2“, „Stirb langsam 1-5“) wieder zwei hochkarätige Stars an Bord eines Filmes, der grundsätzlich keine schlechten Voraussetzungen hat, dann aber doch weit davon entfernt ist, ein guter Film zu sein. Dabei ist er eigentlich gar nicht wenig unterhaltsam – er hat durchaus einige lichte Momente und spaßige Szenen zu bieten. Und trotzdem wird man nach dem guten Start irgendwann das Gefühl nicht los, dass hier ein viel besserer Film möglich gewesen wäre, als es am Ende geworden ist. Die Grundgeschichte ist Vice_3-17-14_0184.CR2dabei eine interessante: Wir lernen den schwer reichen Julian (Bruce Willis) kennen, der eine großartige Idee hatte: In seinem Areal eine Art Parallelwelt aufbauen, in der die Einwohner aus Cyborgs bestehen, die dem realen Menschen verblüffend ähnlich sehen. Selbst Organe und Empfindungen sind überaus natürlich geraten, sodass man sie schwer von echten Menschen unterscheiden kann. Diese echten Menschen können für gutes Geld in diesem Areal tun und lassen, was sie wollen. Es gibt keine Grenzen, keine rechtliche Verfolgung. So sind selbst Körperverletzungen und Mord möglich, da es sich ja um keine realen Menschen handelt, die als Opfer herhalten müssen. Der Clou dabei: Alle 24 Stunden wird das Gedächtnis der Cyborgs gelöscht, sodass sie – nach etwaigen Reparaturen – immer neu eingesetzt werden können. Zu diesen Cyborgs gehört auch Kelly (Ambyr Vice_3-18-14_0134.CR2Childers, „Aquarius“, „All My Children“), die sich aufgrund eines Defektes aber an ein schlimmes Ereignis erinnert, das am Tag zuvor geschehen ist und mit der brutalen Ermordung ihrer besten Freundin endete. Die Neujustierung des Gedächtnisses schlägt fehl, und Kelly ist schon bald auf der Flucht vor Julian und seinen kompromisslosen Männern. Zum Glück trifft Kelly schon bald auf Evan (Bryan Greenberg, „How to Make It in America“), der Insiderwissen zum „Vice“-Programm hat sowie auf den Polizisten Roy (Thomas Jane), der entgegen der Forderungen seines Chefs Julian das Handwerk legen will. Klingt spannend und unterhaltsam? Ist es auch! Irgendwie jedenfalls. Aber auch zeitweilig unfreiwillig komisch, insbesondere das Skript von Andre Fabrizio und Jeremy Passmore („San Andreas“, „The Prince“). Einordnen kann man „Vice“ daher nicht so ganz einfach. Hat Vice_3-28-14_110.CR2man jetzt einen ganz furchtbaren Film gesehen? Oder einen, der nur seine Möglichkeiten nicht nutzt? Oder einen, der am Ende doch ziemlich Spaß gemacht hat? Der Filmfraß selbst ist dahingehend noch unsicher, im gesunden Mittelmaß möchte er ihn aber insgesamt dennoch einordnen. Das Bonusmaterial besteht im Übrigen aus popeligen 13 Minuten Making of sowie dem Trailer.

Fazit

Ein merkwürdiger Film, der irgendwo zwischen spaßiger Unterhaltung, vergebenen Möglichkeiten und unfreiwilliger Komik rangiert. Der Filmfraß fand ihn nicht gut, hat sich aber dennoch unterhalten gefühlt.

Sterne-2,5

Filmangaben

Titel: Vice
Originaltitel: Vice
Genre: Action / Abenteuer / Science-Fiction
Land, Jahr: USA, 2015
Verleih: Universum Film
Regie: Brian A. Miller
Drehbuch: Andre Fabrizio, Jeremy Passmore
Darsteller: Thomas Jane, Ambyr Childers, Bryan Greenberg, Bruce Willis, Johnathon Schaech, Charlotte Kirk, Brett Granstaff, Ryan O’Nan
FSK-Freigabe: ab 16 Jahren
Laufzeit: 96 Minuten (Blu-ray)
Kaufstart: 2. Oktober 2015

Quellen

Internet Movie Database
Universum Film

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Veröffentlicht am 2. Oktober 2015 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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