„Southpaw“ – Jake Gyllenhaal als Boxer für Antoine Fuqua

1 - SouthpawEs scheint eine Ewigkeit her zu sein, dass Jake Gyllenhaal für „Brokeback Mountain“ seine bisher einzige Oscar-Nominierung erhielt. Was er jedoch in den letzten Jahren an Darstellungen abliefert („Nightcrawler“, „Enemy“, „Prisoners“) ist erschreckend großartig und wirft Fragen auf, warum er der Academy nicht häufiger auffällt. Jetzt tut er sich mit Regisseur Antoine Fuqua („Training Day“, „The Equalizer“) zusammen, um das zu ändern. Das Boxer-Drama „Southpaw“ läuft ab dem 20. August 2015 im Kino.

Mit „Southpaw“ will Gyllenhaal endlich die Oscar-Trophäe

SOUTHPAWWer glaubt, Jake Gyllenhaal sei kein großartiger Schauspieler, der sollte sich noch mal dringend Filme mit ihm anschauen. Denn auch in „Southpaw“ liefert er wieder eine Performance ab, die absolut preiswürdig ist. Und ein Stück weit auch an Robert De Niro und seinen „Wie ein wilder Stier“ erinnert, für den dieser im Jahr 1981 den Oscar einfuhr. Auch „Southpaw“ funktioniert perfekt als Boxerdrama, dessen Hauptfigur ein Schicksal erleidet (und natürlich auch massiv selbst beeinflusst), das den Zuschauer mitnimmt. Gyllenhaal ist hier der Profiboxer Billy Hope (eindrucksvoll glaubwürdig gestählt), der glücklich ist mit seiner Frau Maureen (Rachel McAdams) und seiner Tochter Leila (Oona Laurence). Geldsorgen hat die junge Familie schon lange nicht mehr, weil Billys Agent Jordan Mains (Curtis „50 Cent“ Jackson) für hohe Einnahmen sorgt. Doch so langsam macht SOUTHPAWBillys Körper nicht mehr mit. Die ständigen übermenschlichen Anstrengungen, die vielen harten Schläge – all das macht Billy schwer zu schaffen. Er selbst will sich das nicht eingestehen, fühlt sich auf dem Zenit seines Schaffens. Doch Maureen hat längst bemerkt, dass Billy einige Gänge runter schalten muss, um in Zukunft noch voll einsatzfähig für seine Familie sein zu können. Blöd nur, dass Champ Billy ausgerechnet jetzt vor seiner größten Herausforderung steht, denn Großmaul Miguel „Magic“ Escobar (Miguel Gomez) will unbedingt mit ihm in den Ring. Soviel zur Story – und mehr soll hier auch gar nicht gesagt werden, um nicht die komplette Dramatik der Geschichte auf dem Silbertablett zu präsentieren. Die nämlich entwickelt sich perfekt, wenn man möglichst wenig über den Film weiß und einfach nur Zuschauer ist beim schauspielerischen Spektakel, das SOUTHPAWGyllenhaal und auch die Nebendarsteller abliefern. Hier wird der Betrachter ins kalte Wasser geworfen und bekommt eine Menge Gelegenheit, mit der „Southpaw“ (im Sport ein Linkshänder) zu bangen. Jeder macht Fehler und trifft falsche Entscheidungen – dem mehr und mehr gebrochenen Billy Hope dabei zuzusehen, wie er dies tut, ist nicht einfach anzuschauen. Doch immer wieder schwingt die Hoffnung mit, dass sich alles zum Guten wendet, dass er am Ende Frieden findet mit sich und den Umständen, in denen er sich befindet. Ein wieder mal sehr kraftvoller Film von Antoine Fuqua („The Equalizer“, „Olympus Has Fallen“, „Shooter“, „Training Day“, „The Replacement Killers“), ein satter Soundtrack (inklusive Eminem), ein mitreißendes Drehbuch von Kurt Sutter („Sons of Anarchy“, „The Shield“) und sehr eindrucksvolle Darstellungen der Schauspieler von Gyllenhaal SOUTHPAW(„Brokeback Mountain“, „Nightcrawler“, „Enemy“, „Prisoners“) und Rachel McAdams („True Detective“, „Sherlock Holmes 1+2“) über Curtis „50 Cent“ Jackson („Get Rich or Die Tryin'“, „Power“), Naomie Harris („Mandela: Der lange Weg zur Freiheit“, „Skyfall“) und der jungen Oona Laurence bis hin zu Forest Whitaker („Der letzte König von Schottland“, „Der Butler“) und Miguel Gomez („The Strain“).

Fazit

Ganz großes Schauspielerkino, das durch die darstellerischen Leistungen ebenso besticht wie durch die sich aufbauende Dramatik und fesselnde Atmosphäre.

Sterne-4,5

Filmangaben

Titel: Southpaw
Originaltitel: Southpaw
Genre: Drama / Sport
Land, Jahr: USA, 2015
Verleih: Tobis
Regie: Antoine Fuqua
Drehbuch: Kurt Sutter
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Rachel McAdams, Forest Whitaker, Oona Laurence, 50 Cent, Skylan Brooks, Naomie Harris, Miguel Gomez, Victor Ortiz, Beau Knapp
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 123 Minuten
Kinostart: 20. August 2015

Quellen

Internet Movie Database
Tobis Filmverleih – Presserserver
Tobis Filmverleih – Facebook-Seite
Tobis Filmverleih – Youtube

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Veröffentlicht am 16. August 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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