„Terminator: Genisys“ – Teil 5 der SciFi-Reihe im 3D-Kino

1 - Terminator GenisysDie James-Cameron-Filme „Terminator“ und „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ aus den Jahren 1984 und 1991 gelten als absolute Science-Fiction-Meilensteine und machten Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger zum Megastar. Die zwei weiteren Fortsetzungen blieben künstlerisch hinter den Erwartungen zurück. An den Erfolg von Teil 1+2 anschließen will jetzt „Terminator: Genisys“, der in 2D und 3D ab 9. Juli 2015 im Kino zu sehen ist und namhafte Darsteller wie Emilia Clarke, Jason Clarke, Jai Courtney, J.K. Simmons – und Arnie selbst – aufbietet.

„Terminator: Genisys“ u.a. mit Emilia Clarke, Arnold Schwarzenegger, Jai Courtney

TERMINATOR GENISYSSo langsam muss man schon sein Hirn verbiegen, um der Zeitreise-Story des „Terminator“-Franchise noch folgen zu können. Klar ist jedoch, dass „Terminator: Genisys“, der offiziell fünfte Teil der Reihe, sich eher an Teil 1+2 anlehnt und dabei die anderen beiden Teile aus den Jahren 2003 und 2009 durchaus vernachlässigen lässt. Was wir zu Beginn sehen, ist dann auch erst mal eine Weiterführung des Originals von 1984. Wir setzen wieder im Endkampf der wenigen verbliebenen Menschen gegen die rebellierenden Maschinen an. Das Jahr ist 2029, und wir werden von Kyle Reese (Jai Courtney) aus dem Off in die Story eingeführt. In dieser wappnen sich Kyle, sein Mentor John Connor und ihr kampferprobtes Gefolge auf die finale Schlacht gegen das unterdrückende Maschinennetz. Der Kampf scheint siegreich auszugehen, doch der Feind hat einen Terminator der Klasse TERMINATOR GENISYST800 durch die größte Waffe überhaupt – ein Zeitportal – ins Jahr 1984 geschickt. Der Fall scheint klar: Der Terminator soll Sarah Connor (Emilia Clarke) töten, Johns Mutter und damit den Ursprung des Widerstandes gegen die Maschinen. Was wir nun sehen dürfen, kennen wir bereits aus dem ersten Teil: Kyle Reese folgt dem Terminator in die Vergangenheit, schnappt sich Klamotten, wird von einem Polizisten verfolgt, … Doch Moment: Irgend was ist völlig anders, wie man feststellen muss. Der Polizist, der ihm folgt, ist kein normaler Polizist. Und der T800 bekommt bei seinem Versuch, durch drei Punks an Kleidung zu kommen, unerwarteten Besuch einer scheinbar gealterten Version seiner selbst. Was hier Sache ist, muss dringend geklärt werden – zum Glück steht Sarah Connor schon bald mit gehörigem Wissensvorsprung auf der Matte, um Kyle aus TERMINATOR GENISYSmisslicher Lage zu befreien. Klingt abgefahren? Ist es storytechnisch auch. Eine alternative Zeitlinie führt uns tiefer in die ohnehin schon recht verwirrende Geschichte um Sarah und John Connor, Kyle Reese und die verschiedenen Terminatoren samt alles übernehmender Firma Skynet. Mit „Terminator: Genisys“ wird jetzt noch einiges oben drauf gesetzt. Ob das alles immer so richtig viel Sinn ergibt und auf Logikebene Hand und Fuß hat, sind Fragen, die man sich in aller Ruhe nach der Sichtung stellen muss. Zu hundertprozentiger Zufriedenheit kann man dies auf jeden Fall nicht aufschlüsseln. Einiges wirkt unrund, nicht ganz schlüssig im Gesamt-Universum „Terminator“ und stiftet dadurch noch mehr Verwirrung als es ohnehin schon der Fall ist durch die ausgetüftelte Geschichte. Das soll es hinsichtlich negativer Worte aber auch schon sein. Denn als Blockbuster-5 - ArniePopcorn-Kino funktioniert „Terminator: Genisys“ darüber hinaus einwandfrei! Natürlich sollte man nicht erwarten, dass der Film einen Genre-Meilenstein darstellt wie es bei Teil 1+2 der Fall war. Aber der geneigte Zuschauer bekommt das, was er wohl in den meisten Fällen erwarten wird: Einen sehr unterhaltsamen Actionfilm mit ordentlich Gerummse, flotten Sprüchen, einiger Spannung und vor allen Dingen auch bestens aufgelegten Schauspielern. Größter Pluspunkt ist hier natürlich, dass Arnold Schwarzenegger – sogar quasi in Doppelrolle – wieder ordentlich mitmischen darf, war er doch im letzten Teil deutlich ausgespart. Ein Fehler, der dem neuen Team um Regisseur Alan Taylor („Game of Thrones“, „Thor – The Dark Kingdom“) nicht unterlaufen ist. Arnie hat sichtlich Spaß an seiner Rolle und überträgt dies auch perfekt auf den Zuschauer. Dazu gesellen TERMINATOR GENISYSsich Emilia Clarke (Daenerys Targaryen in „Game of Thrones“), Jason Clarke („Planet der Affen: Revolution“) und Jai Courtney („Die Bestimmung“, „Stirb langsam 5“) in seit Jahrzehnten kultig verehrten Rollen. Und selbst Oscar-Preisträger J.K. Simmons („Whiplash“) mischt mit in einem der vielen Bezüge zu den Originalfilmen. Mit welchem Vorwissen man sich dem fünften Teil der Reihe nun stellt, ist dabei auch gar nicht so wichtig. Ob man nun nur Teil 1 kennt oder die ersten beiden, alle bisherigen vier Filme oder sogar noch gar keinen, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wer schon Vorwissen mitbringt, hat natürlich viel mehr Spaß an den ganzen Verweisen, doch auch als eigenständiger Film dürfte er Genre-Fans zusagen. Nur das 3D hätte man sich wohl – einmal mehr – schenken können. Genau wie die meisten Aspekte der Marketing-Kampagne, die wegen ihrer 7 - T800Freizügigkeit an Story-Spoilern nicht nur vom Regisseur selbst gewaltig gerügt wurde. Wer also grundsätzlich Bock auf einen „Terminator“ hat, der sollte sich möglichst den Film ansehen ohne sich von den ganzen Trailern und Clips den Spaß mindern zu lassen.

Fazit

Unterhaltsame Mischung aus Reboot und Sequel mit schicker Action und bestens aufgelegten Darstellern. Storytechnisch im Zusammenspiel mit den anderen Filmen nicht immer ganz schlüssig, aber als Blockbuster-Popcornkino bestens funktionierend.

Sterne-4,0

Filmangaben

Titel: Terminator: Genisys
Originaltitel: Terminator Genisys
Genre: Science-Fiction / Action
Land, Jahr: USA, 2015
Verleih: Paramount Pictures Germany
Regie: Alan Taylor
Drehbuch: Laeta Kalogridis, Patrick Lussier
Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Emilia Clarke, Jai Courtney, Jason Clarke, J.K. Simmons, Dayo Okeniyi, Matt Smith, Courtney B. Vance, Byung-hun Lee, Michael Gladis
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 121 Minuten
Kinostart: 9. Juli 2015

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
Paramount Pictures Germany
Image.net

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Veröffentlicht am 3. Juli 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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