„Der Babadook“ – Feiner Grusel-Horror im Kino

Der_Babadook_A1.inddAls eine der größten Horror-Offenbarungen der Moderne wurde „Der Babadook“ bereits gepriesen. Nun, dies mag jetzt nicht gerade zutreffen, aber sicher ist, dass sich der Film klar über Genre-Durchschnitt bewegt. Das liegt daran, dass nicht die immer gleichen 08/15-Szenen abgespult werden, die man aus jedem Film dieser Art kennt. Und natürlich auch an den beiden tollen Hauptdarstellern. „Der Babadook“, der bereits auf dem Fantasy Filmfest lief, ist ab dem 7. Mai 2015 im Kino zu sehen.

„Der Babadook“ – Atmosphärischer Horror über Genre-Durchschnitt

2Wie bei Horrorfilmen mit übernatürlichen Wesen und Erscheinungen so üblich, ist auch bei „Der Babadook“ die Handlung schnell umrissen: Wir lernen Amelia (Essie Davis) kennen, die nicht nur im Job, sondern besonders auch privat allerhand Stress hat. Sie ist allein erziehend, seit ihr Mann bei der Fahrt zum Krankenhaus zu Samuels Geburt ums Leben gekommen ist. Und eben dieser Samuel (Noah Wiseman) ist ein schwieriger Zeitgenosse. Er ist freundlich, klug, aufmerksam und liebenswert, steigert sich aber in seine Gedanken hinein. Und die drehen sich primär um Monster, vor denen er sich und seine Mutter beschützen muss. Klar, dass Samuel daher ständig in der Schule aneckt, bei Freunden und Bekannten – und natürlich auch bei seiner Mutter. Die versucht, ihm die Flausen aus dem Kopf zu treiben, doch schon bald muss sie bemerken, dass Samuel vielleicht 3doch mehr sieht, als es alle anderen tun. Als der Junge auf das vermeintliche Kinderbuch „Der Babadook“ stößt, das sich als furchtbares Horror-Buch entpuppt, geht das Grauen erst so richtig los. Und die erste Regie- und Drehbuch-Arbeit eines Langfilms von Jennifer Kent (schuf auch die Kurzfilm-Vorlage „Monster“) erhält ihre besten Momente, wenn immer klarer wird, dass das Unmögliche eben doch möglich scheint. Und das Furchtbare in der Tat Einkehr finden kann in das ohnehin schon angespannte Verhältnis zwischen Mutter und Sohn. Die Atmosphäre, die sich dadurch entwickelt, wird besonders intensiv durch die Strahlkraft der beiden Hauptdarsteller, Essie Davis („Miss Fisher’s Murder Mysteries“) und Neuling Noah Wiseman. Die beiden tragen den Film im Zusammenspiel mit der finsteren Monstergestalt, die sich in die Köpfe der Figuren und Zuschauer 4einnistet. Und auf dem Weg dorthin bekommt man eben nicht die immer gleichen Szenarien spendiert, die ewig gleichen 08/15-Effekte und -Momente, sondern deutlich mehr Frische, mehr Innovation und Freude daran, etwas Neuartiges zu schaffen. Das gelingt aufgrund der Thematik natürlich nicht in allen Belangen, ist für Horror-Fans aber auf alle Fälle die Sichtung wert.

Fazit

Tolles Hauptdarsteller-Duo in atmosphärischem Grusel-Horror oberhalb Genre-Durchschnitt. Für Fans des düsteren Films ein unterhaltsamer Streifen, der sich von der üblichen Massenware abhebt.

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Der Babadook
Originaltitel: The Babadook
Genre: Horror / Drama
Land, Jahr: Australien, 2014
Verleih: Capelight Pictures (Central)
Regie: Jennifer Kent
Drehbuch: Jennifer Kent
Darsteller: Essie Davis, Noah Wiseman, Daniel Henshall, Tim Purcell, Cathy Adamek, Hayley McElhinney, Craig Behenna
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre
Laufzeit: 94 Minuten
Kinostart: 7. Mai 2015

Quellen

Internet Movie Database
Kino.de
Capelight Pictures

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Veröffentlicht am 2. Mai 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Klingt gut. Ich hoffe dann mal auf die Sneak. Sonst wird es eng den auch noch zu sehen 😦

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