„Der kleine Tod – Eine Komödie über Sex“

1 - Der kleine TodIn der französischen Umgangssprache kennt man den Orgasmus als „La petite mort“ – der kleine Tod. Genau hiermit bzw. dem Weg dorthin beschäftigt sich die Komödie „Der kleine Tod“, der am 9. April 2015 in die Kinos kommt. Es zeigt, welche sexuellen Probleme und Fantasien die verschiedenen Paare in einer Nachbarschaft haben können. Das soll witzig sein, ist aber nur auf tragische Weise nervig.

Australische Komödie über Sex-Fantasien und Orgasmus-Probleme

2Sie alle haben so ihre ganz eigenen Vorstellungen von perfektem Sex. In der Nachbarschaft eines australischen Städtchens befinden sich zahlreiche Paare, die es eher ungewöhnlich mögen – zumindest jeweils einer von beiden. Jedes Paar lernen wir einzeln kenne, sodass sich episodenhafte Geschichten entwickeln, die sich durch einen Fixpunkt miteinander verweben. Da will die Frau, dass der Mann sie vergewaltigt. Oder man braucht Rollenspiele, um überhaupt noch miteinander in die Kiste gehen zu können. Bei einem anderen Paar muss erst der Vater des Gatten sterben, ehe die Frau durch seine Tränen wieder scharf auf ihn wird (Stichwort Dacryphilie). Im nächsten Haus wird der Mann nur riemig, wenn er seine Frau beim Schlafen 3ansehen kann. Und der Fixpunkt des Films? Ein verurteilter Sexualstraftäter, dem aber niemand so wirklich zuhört. Als Darsteller des Doug Guggenheim ist Josh Lawson – Regisseur, Autor und Schauspieler von „Der kleine Tod“ – aktuell in „House of Lies“ gut im Geschäft. Mit seinem ersten eigenen Langfilm tut er sich aber dann doch ein wenig schwer. Das Hauptproblem ist, dass der Streifen nicht wirklich davon überzeugen kann, in welche Richtung er gehen möchte. Offiziell als Komödie vermarktet, sind die Lacher bei der Sichtung doch eher spärlich zu finden. Da ist es schon eher dramatisch, was hier geschieht. Wir haben es mit einer Reihe von Menschen zu tun, die unglücklich sind in ihren Ehen, sich das Leben gegenseitig unnötig 4schwer machen und dieses Leid durch ihr Unvermögen an den Zuschauer weitergeben. Der nämlich muss sich das Elend mitansehen und sich dauernd fragen, warum diese Leute nicht einfach vernünftig und offen miteinander reden können. Sind französische Paare so? Oder meint man, es sei witzig, wenn sie so wären? Leider ist es das nicht. Zumindest nicht, wenn das auf do lähmend-langatmige Weise erzählt wird wie hier. Die Figuren sind einem von vornherein ziemlich egal – und es wird auch nicht der Versuch unternommen, dies zu verbessern. Stattdessen passiert hier ständig etwas, das dem Zuschauer auf den Wecker geht und Fragen aufwirft, ob wirklich gewollt wird, dass man über die Szenen und Handlungen lacht. Der Filmfraß hatte jedenfalls ordentlich zu knabbern an der Pseudo-Komödie.

Fazit

Höchstens tragisch statt komisch, eher nervig als lustig, mit fragwürdigem Pseudo-Humor und Charakteren, die einem mal egal sind und mal auf den Keks gehen. Und für die Grund-Thematik erstaunlich zugeknöpft.

Sterne-1,5

Filmangaben

Titel: Der kleine Tod – Eine Komödie über Sex
Originaltitel: The Little Death
Genre: Komödie
Land, Jahr: Australien, 2014
Verleih: Weltkino
Regie: Josh Lawson
Drehbuch: Josh Lawson
Darsteller: Josh Lawson, Bojana Novakovic, Alan Dukes, Damon Herriman, Ben Lawson, Stephanie May, Lisa McCune, Lachy Hulme, Patrick Brammall, T.J. Power, Tasneem Roc
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 96 Minuten
Kinostart: 9. April 2015

Quellen

Internet Movie Database
Kino.de
Filmpresskit

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Veröffentlicht am 4. April 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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