„Hin und weg“ – Sterbehilfe-Drama auf DVD und Blu-ray + Gewinnspiel

1Eines schweren Themas hat sich Regisseur Christian Zübert („Lammbock“, „Dreiviertelmond“) mit „Hin und weg“ angenommen. Hierin führt die tödliche Krankheit ALS, unter der beispielsweise auch Stephen Hawking leidet, einen jungen Mann (Florian David Fitz) mit seiner Frau (Julia Koschitz) und einigen Freunden plus Bruder auf eine Fahrradtour nach Belgien. Der Grund wird den Begleitern erst nach der Abreise offenbart: Unsere Hauptfigur will in Belgien sterben, wo Sterbehilfe erlaubt ist. „Hin und weg“ ist ab dem 26. März 2015 auf DVD und Blu-ray erhältlich. Der Filmfraß verlost zudem eine DVD des Dramas.

„Hin und weg“ – Sterbehilfe-Drama mit Florian David Fitz auf DVD und Blu-ray

2Wer sich diesen Film ansieht, darf eines auf keinen Fall vergessen: Taschentücher. Die wird man nämlich häufig während der anderthalb Stunden Laufzeit von „Hin und weg“ brauchen, wenn man Hannes (Florian David Fitz, „Vincent will Meer“) auf seiner letzten Reise begleitet. Dem Zuschauer wird schnell klar, dass Hannes gesundheitlich angeschlagen ist. Und auch seinem Bruder Finn (Volker Bruch, „Unsere Mütter, unsere Väter“) sowie seinen Freunden Michael (Jürgen Vogel, „Stereo“), Sabine (Miriam Stein, „Vier Frauen und ein Todesfall“), Dominik (Johannes Allmayer, Richard Mayer in den „Kluftinger“-Filmen) und Mareike (Victoria Mayer, „Kommissar Stolberg“) fällt durchaus auf, dass er nicht ganz fit und ziemlich schlank erscheint. Dennoch macht man sich frohen Mutes auf den Weg. Eine Fahrradtour ins weit entfernte Belgien hat Hannes Bild 061Aorganisiert, was die Freunde zunächst verwundert hat. Ein Zwischenstopp bei seiner Mutter Irene (Hannelore Elsner, „Besser als nix“) präsentiert dann das Geheimnis: Hannes ist unheilbar an ALS erkrankt. Die tückische Nervenkrankheit schreitet rapide voran und lässt Hannes die letzten vielleicht zwei Jahre seines Lebens mehr und mehr zum Pflegefall werden. Grund genug für Hannes, der schon seinem Vater dabei zusehen musste, an der Krankheit kaputt zu gehen, sich der in Belgien legalen Sterbehilfe zu bedienen. Die Freunde sind entsetzt – und setzen dann aus Liebe zu Hannes trotzdem den letzten Wunsch des Sterbewilligen in die Tat um. Eine Reise beginnt, die keiner jemals vergessen wird. Und auch den Film selbst bekommt man wohl nur schwer wieder aus dem Kopf, brennt er sich doch aufgrund seiner dramatisch-tragischen Thematik ins Hirn ein. 4Hier wird nicht einfach auf die Tränendrüse anvisiert und Hannes als Krankheits-Opfer präsentiert. Hier geht es vielmehr um das Zwischenmenschliche, um Freundschaft, Liebe und die Wichtigkeit der kleinen Dinge im Leben. Regisseur Christian Zübert inszenierte seinen sechsten Spielfilm nach „Lammbock“, „Echte Männer?“, „Der Schatz der weißen Falken“, „Hardcover“ und „Dreiviertelmond“ als intensive Gefühls-Achterbahn, gleitet „Hin und weg“ doch von höchst traurigen zu sehr amüsanten Momenten. Ein Dank darf hier natürlich an die tollen Darsteller gehen, die alles dafür tun, um einen schönen Film über ein trauriges Thema zu schaffen.

Fazit

Eine kleine, feine Gruppe toller Darsteller und die gefühlvolle, zwischen Humor und Tragik balancierende Inszenierung sorgen für ein intensives Drama, das zu Herzen geht.

Sterne-4,0

Gewinnspiel

Der Filmfraß verlost eine DVD zum Film „Hin und weg“. Du möchtest gewinnen? Dann her mit deinen Kontaktdaten, damit sich der Postbote im Gewinnfall sofort auf den Weg machen kann. Das Gewinnspiel läuft bis zum 23. März 2015 um 20:00 Uhr Viel Glück!

Filmangaben

Titel: Hin und weg
Originaltitel: Hin und weg
Genre: Drama
Land, Jahr: Deutschland, 2014
Verleih: Majestic
Regie: Christian Zübert
Drehbuch: Ariane Schröder
Darsteller: Florian David Fitz, Julia Koschitz, Jürgen Vogel, Miriam Stein, Volker Bruch, Johannes Allmayer, Victoria Mayer, Hannelore Elsner, Simon Boer, Lena Dörrie
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 95 Minuten (Blu-ray), 91 Minuten (DVD)
Leihstart: 26. März 2015
Kaufstart: 26. März 2015

Quellen

Internet Movie Database
Video.de
Majestic

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Veröffentlicht am 17. März 2015 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Nicole Potschka

    Ich hab den Film Hin-und Weg nicht im Kino gesehen, da ich wieder wie ein Zombie (völlig verheultes Gesicht) herausgekommen wäre. Zu Hause kann ich mich da voll entfalten…

    • Das kann ich gut nachvollziehen! Ich habe auch immer Probleme, mich an derlei Filme im Kino heran zu wagen. Allerdings bin ich auch nah am Wasser gebaut und habe auch bei „Oben“ geheult (als Opa sich sein Abenteuerbuch ansah und bemerkte, dass Omas größtes Abenteuer ihr Alltag mit ihm war) und wurde, als das Licht anging, von vielen Kindern entgeistert angesehen 😀

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