„Black Sheep“ – Neuseeland-Schaf-Horror in schicker Blu-ray-Hartbox

1 - Black SheepEs gibt eine neue Quelle für Sammler hübscher Blu-ray-Boxen! Birnenblatt nennt sich das Label, das das Jahr 2015 mit schicken, streng limitierten Hartboxen zu tollen Filmen beginnt. Den Anfang macht „Black Sheep“. Die neuseeländische Horror-Komödie von 2006 erfährt mit diesem Package die Würdigung, die sie verdient. Nur 250 Stück sind seit Ende Februar zu ergattern, als Beilage gibt es eine Mini-Ausgabe des Genre-Magazins „Der Zombie“. Im März folgt als Veröffentlichung Nummer zwei der Zeitschleife-Thriller „Triangle“.


„Black Sheep“ – Neuseeland-Horror mit blutrünstigen Schafen

215 Jahre ist es her, seit die Psyche von Henry Oldfield (Nathan Meister) ordentlich durcheinander gewirbelt wurde: Damals schockierte ihn sein Bruder Angus (Peter Feeney) mit einem unglaublich grausamen Streich, der ihm eine Heidenangst vor Schafen einjagte. Am selben Tag verstarb sein Vater bei einem Unfall. Sich nicht mehr länger auf der Familienfarm wohl fühlend, da seine Mutter bereits bei seiner Geburt gestorben war, verließ er seine Heimat. Nun kehrt er zurück, um seinen Anteil an der Farm seinem Bruder zu verschreiben, der das Schaf-Imperium des Vaters fortführt. Doch die Rückkehr wird zum Grauen: Die Umwelt- und Tierschützer Experience (Danielle Mason) und Grant (Oliver Driver) haben Wind davon bekommen, dass Angus Genversuche auf der Farm betreibt, um damit neue Schafgattungen zu züchten. Das Vorhaben, eine der manipulierten Kreaturen zu mopsen, um Beweise für ihre Vermutungen zu haben, scheitert jedoch. Grant gerät auf der Flucht in sehr unangenehmen Kontakt zu dem Wesen und nimmt schon bald ungünstige körperliche und geistige Veränderungen an. Doch damit nicht genug: Es dauert nicht lange, da werden die knuffigen Schafe von dem Gen-Viech angegriffen – und werden plötzlich zu blutrünstigen Killern.

Film-Kritik – „Black Sheep“ in streng limitierter Blu-ray-Hartbox

3Neun Jahre hat „Black Sheep“ jetzt schon auf dem Buckel. Kleine Tierhorrorfilme wie dieser verschwinden für gewöhnlich in der Masse von Genrefilmen. Doch „Black Sheep“ ist mehr als die übliche Fließbandware: Aus dem wunderschönen Neuseeland stammt der Film. Dort, wo es zehn Mal mehr Schafe als Menschen gibt. Dort, wo Kult-Regisseur Peter Jackson nicht nur seine Karriere mit Splatterfilmen wie „Bad Taste“, „Meet the Feebles“ und „Braindead“ begann, sondern eben auch die Blockbuster-Trilogien „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“. Und die Effekteschmiede eben dieses Peter Jacksons, WETA Workshop, trug ihren Teil dazu bei, dass „Black Sheep“ internationale Anerkennung fand. Herrliche Masken, Animatronics und weitere Effekte sind trotz geringen Budgets sehr hübsch ausgearbeitet und bereiten dem Horror-Anhänger eine Menge Spaß. So auch der Fortlauf der Geschichte, die schön verrückt ist und die gesunde Prise Humor, die 4immer wieder ihren Weg in die Dialoge und Situationen findet. Sowohl die menschlichen als auch die tierischen Darsteller wissen zu jeder Zeit zu überzeugen und machen sich natürlich insbesondere im O-Ton ganz hervorragend (wenngleich auch die Schafe kaum Veränderung durch die Synchronisation erfahren haben). Der Kampf Mensch gegen Schaf ist auf humorvolle Weise, aber auch sehr blutige entstanden. Gedärme werden geknabbert, Arme und Beine abgefressen. Die plüschigen Monster muss man einfach lieb haben und kann ihnen gar nicht böse sein, wenn sie hier und da ein paar Innereien aus den noch lebenden Menschen futtern. Regisseur und Autor Jonathan King („Under the Mountain“, „Realiti“) schuf mit seinem Erstlingswerk einen erfrischend selbstironischen Film mit unbekannten Schauspielern und Schafen, die man anschließend nicht mehr wirklich aus dem Kopf kriegt. Wie viel Spaß die Macher an der Produktion hatten, wird zudem im Bonusmaterial klar. Siebzig Minuten der Extras 5entfallen allein schon mal auf ein Making of und Interviews, dazu gibt es entfernte Szenen, Outtakes, Trailer, eine spannende B-Roll, die sich auch noch mal Extrazeit für die Arbeit von WETA Workshop nimmt, ein Audiokommentar sowie ein hübsches Easter Egg. Die Disc selbst entspricht damit der bereits erschienenen von Ascot Elite Home Entertainment, doch der Clou ist hier natürlich die Verpackung und der literarische Zusatz: Gehüllt ist die Blu-ray in eine für Sammler zwingend den Kauf anregende Hartbox mit den Maßen 14,4 x 21,8 x 1,9 cm, die damit ein ganzes Stück größer ausfällt als eine normale DVD- oder Blu-ray-Hülle. Highlight ist hierbei natürlich das wunderschön-düstere, gezeichnete Cover des angreifenden, mutierten Schafes. Wer beim Schauen dann noch selbst Hunger bekommt, kann diesen stillen mit einer kleinen Packung „Schlaf Schäfchen“-Fruchtgummis, die der Box beiliegt. Und als besonderes Schmankerl: Eine Mini-Ausgabe des Horror/Fantasy/Science-6Fiction-Magazins „Der Zombie“, das Genre-Fans auf alle Fälle kennen sollten. Herausgeber Markus Haage geht in jeder Ausgabe auf eine ganz bestimmte Filmreihe ein und nimmt sich für das zwölfseitige Booklet nun also „Black Sheep“ vor. Der „Mini-Zombie“, wenn man so will, befasst sich primär mit kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Hintergründen der Produktion und bietet eine wunderbare Ergänzung für das Gesamt-Set. Wer eine der tollen Hartboxen haben will, muss sich jedoch sehr beeilen: Nur 250 Stück gibt es von der streng limitierten Box, die über Birnenblatt selbst oder den Movie Clan Essen (siehe Links unten) bezogen werden kann. Ausgabe 2 der Birnenblatt-Hartboxen kann man sich dann auch direkt sichern, denn ebenfalls 250 Exemplare gibt es vom australisch-britischen Zeitschleife-Horrorfilm „Triangle“.

Fazit

Kleiner, spaßiger, neuseeländischer Kultfilm mit possierlichen Flausche-Killern, verpackt in eine schicke Blu-ray-Hartbox mit informativem Bonusmaterial und „Der Zombie“-Mini-Begleitheft. Sammler sollten zugreifen bei der streng limitierten Box!

Sterne-4,5

Filmangaben

Titel: Black Sheep
Originaltitel: Black Sheep
Genre: Horror / Komödie
Land, Jahr: Neuseeland, 2006
Verleih: Birnenblatt / Ascot Elite Home Entertainment
Regie: Jonathan King
Drehbuch: Jonathan King
Darsteller: Matthew Chamberlain, Oliver Driver, Nathan Meister, Peter Feeney, Tammy Davis, Danielle Mason
FSK-Freigabe: ab 18 Jahre
Laufzeit: 87 Minuten
Kaufstart: Februar 2015

Bezugs-Quellen der Hartbox

„Birnenblatt“ bei Facebook
„Movie Clan Essen“ bei Facebook

Info-Quellen

Internet Movie Database
Ascot Elite Home Entertainment
„Triangle“-Hartbox-Rezension beim Filmfraß

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Veröffentlicht am 10. März 2015 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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