„Cinderella“ – Neuauflage mit Lily James im Kino

CINDE_003B_G_DEU-DE_84.1x118.9.inddDie Geschichte von Cinderella oder Aschenputtel oder Aschenbrödel geht zurück bis ins Jahr 1697. Ein junges, mittelloses Mädel wird darin über Umwege zur Prinzessin. Filmisch adaptiert wurde die Geschichte schon häufig, unter anderem als Zeichentrick-Variante von Disney aus dem Jahr 1950. Von Disney stammt nun auch „Cinderella“, in dem Lily James die Hauptfigur verkörpert. Auch mit dabei: Hayley Atwell, Helena Bonham Carter, Cate Blanchett und Richard Madden. „Cinderella“ ist ab dem 12. März 2015 im Kino zu sehen.


„Cinderella“ – Die neueste Disney-Adaption des Märchen-Klassikers

CINDERELLAWurde die Geschichte nicht schon durch Erzählungen völlig platt gewalzt? Ja – und nein. Natürlich gab es schon etliche Adaptionen des Märchens, und auch hier gibt es hinsichtlich der Handlung nicht viel Neues zu entdecken: Die junge Ella (Lily James) ist ein optimistisches, fröhliches, liebes Kind, das früh seine Mutter (Hayley Atwell) und auch bald seinen Vater (Ben Chaplin) verliert. Statt letzterem wohnt nun ihre Stiefmutter (Cate Blanchett) mit ihren zwei Töchtern (Holliday Grainger, Sophie McShera) im Anwesen. Ella selbst wird von allen dreien schamlos ausgenutzt, schlimm behandelt und zur Arbeit gedrängt. Doch Cinderella, so nennen ihre Stiefschwestern sie (Cinder = Asche), gibt den Mut nicht auf. Eines Tages trifft sie im Wald einen schneidigen, CINDERELLAjungen Mann. Sofort fliegen Herzen in beide Richtungen. Der junge Mann hat keine Ahnung, dass sie nur ein Dienstmädchen ist, Cinderella wiederum ahnt nicht, dass sie es mit einem waschechten Prinzen zu tun hat. Wie praktisch, dass der kurz darauf einen für alle offenen Ball gibt, um eine Frau für sich zu finden. Cinderella hofft, auf diesem Wege den unbekannten Mann wiederzusehen. Und während Stiefmutter und Stiefschwestern sich herausputzen, um möglichst selbst in den wohlhabenden Hafen der königlichen Ehe einzufahren, bekommt Cinderella unerwartet Unterstützung von einer guten Fee (Helena Bonham Carter). Mit ein bisschen Magie scheint der Weg zum Glück doch näher zu sein, als man vorher dachte.

Film-Kritik – „Cinderella“ mit Lily James, Cate Blanchett, Richard Madden

CINDERELLAGanz klar muss gesagt sein: Wer hier eine völlig neue Herangehensweise an die gute, alte Cinderella/Aschenputtel/Aschenbrödel-Geschichte erwartet, der wird schwer enttäuscht. Tatsächlich stützt sich auch „Cinderella“ sehr auf das bekannte Märchen und erzählt die Handlung auf bekannte Art und Weise. Und dennoch bekommt man als Zuschauer das Gefühl, hier doch irgendwie etwas Frisches serviert zu bekommen. Das mag liegen an schicken Effekten, an ein paar netten Einfällen, an der grundsätzlichen Putzigkeit des Streifens, am niedlichen Märchen-Kitsch oder natürlich auch an den sehr angenehmen Darstellern. An vorderster Front ist hier natürlich Lily James zu nennen. Die 1989 geborene Schauspielerin („Geständnisse einer Edelhure“, „Zorn der Titanen“) hatte ihren Durchbruch 2012 als Lady Rose MacClare in der vielfach CINDERELLAprämierten TV-Serie „Downton Abbey“ und ist bald unter anderem in der Mini-Serie „War and Peace“ sowie der Buchverfilmung „Pride and Prejudice and Zombies“ zu sehen. Lily James überzeugt durch ihr süßes, zartes, liebenswertes Äußeres, das perfekt passt zur herzensguten Film-Hauptfigur. Als Prince Charming darf Richard Madden fast den ganzen Film über ein breites Grinsen voller Liebe darbieten, während er als Robb Stark in „Game of Thrones“ doch eher nie zu dieser Möglichkeit kam. Seine blauen Augen jedenfalls dürften vor allen Dingen den weiblichen Zuschauern schnell klar machen, warum sich nicht nur er in Cinderella verguckt, sondern auch sie sich in ihn. In weiteren Rollen kann man sich freuen über die zweifache Oscar-Preisträgerin Cate Blanchett („Elizabeth 1+2“, „Der Hobbit 1-3“) als fiese Stiefmutter, Sophie McShera („Downton Abbey“) CINDERELLAund Holliday Grainger („Die Borgias“) als naive Stiefschwestern, Hayley Atwell („Agent Carter“) als Cinderellas Mutter, Helena Bonham Carter („Les Misérables“, „Alice im Wunderland“) und Stellan Skarsgård („Hectors Reise“, „Nymphomaniac Vol. I+II“) als ranghoher Angestellter des Königs. Und so sehr man auch als Kritik anfügen könnte, dass viele der Story-Elemente nicht gerade neu sind, so sehr kann man auch angeben, dass Fans des Märchen-Klassikers diese aber eben auch sehen wollen. Was wäre „Cinderella“ ohne berühmte, aus einem Kürbis gezauberte Kutsche? Was ohne die Mäuse und andere Tiere, die schließlich Cinderella dabei helfen, das Glück zu finden? Neu ist dies eben nicht, aber von Sir Kenneth Branagh („Thor“, „Henry V.“, „Mary Shelleys Frankenstein“) doch auf so goldige Weise inszeniert, das Märchen-Liebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Und wem das nicht reicht, der bekommt im Kino als Vorfilm sogar noch mit „Die Eiskönigin: Party-Fieber“ einen Kurzfilm um Schneemann Olaf präsentiert.

Fazit

Niedliche, bunte, auf schöne Weise kitschige Adaption des Märchen-Klassikers, das handlungstechnisch nicht viel Neues bietet, aber nicht nur durch seine gut gecasteten Darsteller zu punkten weiß. Aufgrund der Putzigkeit und FSK-Freigabe ohne Altersbeschränkung auch für die kleinen Kinozuschauer bestens geeignet.

Sterne-4,0

Filmangaben

Titel: Cinderella
Originaltitel: Cinderella
Genre: Fantasy
Land, Jahr: USA, 2015
Verleih: Walt Disney
Regie: Sir Kenneth Branagh
Drehbuch: Chris Weitz
Darsteller: Lily James, Cate Blanchett, Richard Madden, Hayley Atwell, Helena Bonham Carter, Sophie McShera, Holliday Grainger, Stellan Skarsgård, Derek Jacobi, Ben Chaplin
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: 105 Minuten
Kinostart: 12. März 2015

Quellen

Offizielle Film-Website
Internet Movie Database
Kino.de
Walt Disney

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Veröffentlicht am 8. März 2015 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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