Die Entdeckung der Unendlichkeit

1 - Die Entdeckung der UnendlichkeitVier Nominierungen für den Golden Globe gab es bereits, weitere Nominierungen und auch Preise werden sicherlich folgen. „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ beschäftigt sich mit dem weltweit bekannten und gefeierten Physiker Stephen Hawking, dessen erste Erfolge, aber auch Rückschläge wegen seiner schweren, aufkeimenden ALS-Krankheit, die ihn in den Rollstuhl und an einen Sprachcomputer zwang. Preiswürdig ist hier in erster Linie Hauptdarsteller Eddie Redmayne („Les Misérables“), der eine tolle Leistung abliefert. Der Film, bei dem unter anderem auch Felicity Jones und David Thewlis glänzen, ist ab dem 25. Dezember 2014 im Kino zu sehen.


„Die Entdeckung der Unendlichkeit“ mit Eddie Redmayne als Stephen Hawking

2Fast jeder hat wohl schon von ihm gehört oder Aufnahmen gesehen vom Physiker Stephen Hawking. Das hängt zum Einen mit seinen eindrucksvollen Arbeiten zusammen (darunter sein Bestseller „Eine kurze Geschichte der Zeit“), zum Anderen mit seiner Krankheit ALS = Amyotrophe Lateralsklerose. Geboren im Jahr 1942, erfuhr Hawking mit 21 Jahren von seiner schweren Krankheit, die ihn ab 1968 an den Rollstuhl fesselte und ab 1985 aufgrund von Sprachunfähigkeit zu einem Sprachcomputer zwang. Die Lebenserwartung belief sich laut Ärzten auf zwei Jahre – doch allen Erwartungen zum Trotz weiß Hawking auch heute noch durch seine eindringlichen Erkenntnisse zu begeistern. Gegenstand von „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ ist Hawkings Aufstieg zum anerkannten Physiker, der Ausbruch seiner Krankheit und das mit eben diesen gesundheitlichen 3Schwierigkeiten einher gehende Verhältnis zu Jane Wilde, die Hawking heiratete und mit ihr drei Kinder zeugte. Das menschliche Drama wird hier zum Fixpunkt und berührt dank klasse Darstellungen von Eddie Redmayne („Les Misérables“, „Die Säulen der Erde“) und Felicity Jones („The Amazing Spider-Man 2“, „The Invisible Woman“), die folgerichtig auch zwei der vier Golden-Globe-Nominierungen (die anderen für Bester Film – Drama, Bester Original-Score von Jóhan Jóhannsson) erhielten. Auch bei der Oscar-Verleihung dürfte der Film des englischen Regisseurs James Marsh (Oscar für seinen Dokumentarfilm „Man on Wire – Der Drahtseilakt“ von 2008) deshalb auftauchen. Stören kann man sich hingegen daran, dass die Tragik der Krankheit im Zusammenspiel mit der schwierigen Ehe der Hawkings fast der einzige Aspekte ist, der für das Drehbuch 4verwendet wurde. Das macht zwar Sinn, weil sich das Drehbuch von Anthony McCarten („Am Ende eines viel zu kurzen Tages“) auf Janes Buch „Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“ bezieht, doch ein wirklicher Einblick in die Arbeit und das Schaffen von Stephen Hawking kommt dabei leider deutlich zu kurz. Gerade die Kombination aus beiden Hauptbereichen des spannenden Lebens von Hawking hätte sicher für deutlich mehr Tiefe gesorgt.

Fazit

Etwas zu kitschig geratene Betrachtung von Hawkings Liebes- und Krankheits-Leben, das aber den Aspekt des Physikers viel zu sehr ausspart. Klasse Leistungen von Eddie Redmayne und Felicity Jones entschädigen aber locker und machen den Film sehr sehenswert und auch preiswürdig.

Sterne-4,0

Filmangaben

Titel: Die Entdeckung der Unendlichkeit
Originaltitel: The Theory of Everything
Genre: Drama / Biografie
Land, Jahr: Großbritannien, 2014
Verleih: Universal Pictures International
Regie: James Marsh
Drehbuch: Anthony McCarten
Buchvorlage: Jane Hawking („Die Liebe hat elf Dimensionen: Mein Leben mit Stephen Hawking“)
Darsteller: Eddie Redmayne, Felicity Jones, David Thewlis, Emily Watson, Charlie Cox, Simon McBurney, Maxine Peake
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: 123 Minuten
Kinostart: 25. Dezember 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
Universal Pictures International

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Veröffentlicht am 23. Dezember 2014 in Kino und mit , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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