Ich. Darf. Nicht. Schlafen.

1 - Ich. Darf. Nicht. Schlafen.Zwei Oscar-Preisträger als Ehepaar, das mit ganz besonderen Umständen zu kämpfen hat: Nicole Kidman spielt eine Frau, die nach einem Unfall jeden Tag ihr Gedächtnis verliert, Colin Firth gibt ihren fürsorglichen und langsam gebrochenen Ehemann. Doch mit Hilfe von Mark Strong als Kidmans Film-Arzt soll sich bald aufschlüsseln, dass die ganze Geschichte noch verwirrender ist als ohnehin schon. Und vor allen Dingen gefährlicher für die Amnesie-Patientin. „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ läuft ab dem 13. November 2014 im Kino.

„Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ – Thriller mit Nicole Kidman, Colin Firth, Mark Strong

2Christine (Nicole Kidman) wacht am Morgen nackt im Bett auf, neben ihr ein Mann. Den sie nicht kennt! Vielleicht irgendwie nachvollziehbar, wenn man ordentlich einen über den Durst getrunken hat und nicht mehr weiß, von wem man abgeschleppt wurde. Aber Christine hatte keinen Alkohol – soweit sie sich erinnern kann. Denn der schnelle Sprung ins Bad lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren: Eine ganze Reihe an Polaroids hängt dort an der Wand, mit liebevollen Aufnahmen von ihr und dem doch eigentlich unbekannten Mann im Bett. Der heißt Mike (Colin Firth), ist inzwischen auch wach und erklärt ihr, was Sache ist: Dass sie einen Unfall hatte, der dafür gesorgt hat, dass sie jeden 3Tag ihr Gedächtnis verliert. Nach dem Aufwachen am nächsten Morgen hat sie alles vergessen, was sie erlebt hat und was man ihr erzählte. Mike muss diese Erinnerungs-Tortur jeden Tag auf’s Neue durchleben. Wer ebenfalls davon weiß: Dr. Nash (Mark Strong), der sich bei ihr meldet und ihr davon berichtet, dass er ihr helfen möchte. Christine ahnt nicht, wie tief die Geheimnisse und Verwirrungen tatsächlich vergraben sind und in welche Gefahr sie sich bald begibt.

Film-Kritik – Thriller „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ von Rowan Joffe

4„Memento“ lässt grüßen im neuesten Werk von Regisseur und Autor Rowan Joffe („Brighton Rock“, Bücher für „The American“, „28 Weeks Later“). Der 1972 geborene Joffe inszenierte einen unterhaltsamen Thriller, der den Zuschauer genau so grübeln lässt wie seine Hauptdarstellerin. Nicole Kidman, Oscar-Preisträgerin für „The Hours“ und mit weiteren Nominierungen für „Moulin Rouge!“ und „Rabbit Hole“ bedacht, zeigt einmal mehr, dass sie sich im Grusel-Genre gut zurecht findet. „The Others“ und „Stoker“ zählen zu den düsteren Filmen mit ihr, die Spaß 5machten (während „Grace of Monaco“ zuletzt eher auf andere Weise gruselig war). Sie gibt die verletzliche, unwissende und regelrecht ausgelieferte Frau, die nicht weiß, wem sie trauen kann. Ähnlich wie Guy Pearce in Christopher Nolans „Memento“ muss sie sich Dinge einfallen lassen, um sich selbst für den nächsten Tag Hinweise zu liefern. Was wurde ihr verschwiegen? Was stellt sich völlig anders dar als in den Erzählungen von Mike oder Dr. Nash? Die beiden sind neben Christine so ziemlich die einzigen großen 6Charaktere im Film – und werden passenderweise auch von großen Schauspielern verkörpert: Die beiden Engländer Colin Firth („The King’s Speech“, „A Single Man“) und Mark Strong („Zero Dark Thirty“, „Kick-Ass“, „Sherlock Holmes“) spielen gut wie eigentlich immer und helfen dabei, das mysteriöse Konstrukt der Handlung weiter zu vertiefen. Die schafft zwar keinen Film für die Ewigkeit, sorgt aber problemlos für gute, spannende und kurzweilige Unterhaltung.

Fazit

Drei Top-Darsteller in einem spannenden Handlungs-Konstrukt, das einen kurzweiligen Film liefert, der Genre-Fans gefallen wird.

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Ich. Darf. Nicht. Schlafen.
Originaltitel: Before I Go to Sleep
Genre: Thriller
Land, Jahr: Großbritannien, 2014
Verleih: Splendid (Sony Pictures)
Regie: Rowan Joffe
Drehbuch: Rowan Joffe
Buchvorlage: S.J. Watson
Darsteller: Nicole Kidman, Colin Firth, Mark Strong, Anne-Marie Duff, Adam Levy, Ben Crompton, Flynn MacArthur, Dean-Charles Chapman
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 92 Minuten
Kinostart: 13. November 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Internet Movie Database
Kino.de
Splendid Film
Sony Pictures

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Veröffentlicht am 10. November 2014 in Kino und mit , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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