Annabelle

1753_Artwork_Anne.inddMelk, melk! Wohl kein Genre ist so sehr dem Fortsetzungs-Fluch unterworfen wie der Horrorfilm. Da ist es dann irgendwann egal, ob die Figuren von anderen Schauspielern gespielt werden müssen, weil die Original-Darsteller keinen Bock mehr haben, ob die Handlung immer haarsträubender wird, die Originalität immer mehr zu wünschen übrig lässt oder der Killer zum x-ten Mal von den Toten auferstehen muss, um erneut morden zu können. Einen etwas anderen Ansatz versucht nun „Annabelle“, dessen Hauptfigur die grausig-hässliche Puppe aus „Conjuring – Die Heimsuchung“ ist und der die Vorgeschichte zum Horror-Hit präsentiert. „Annabelle“ startet am 9. Oktober 2014 in den Kinos.

„Annabelle“ – Die Vorgeschichte zum Horror-Hit „Conjuring“

2In „Conjuring – Die Heimsuchung“ gab es allerhand Finsteres zu entdecken, darunter auch eine furchtbar hässliche Puppe, bei der man sich schon von Grund auf fragen kann, wer sich so was denn bitte schön allen Ernstes irgendwo ins Regal stellt. Annabelle heißt das „gute“ Stück jedenfalls und hat allerhand Böses auf dem Kasten, wie DSC_0499.dngwir jetzt in der Vorgeschichte, die ihren Namen trägt, erfahren. In dieser ist Annabelle ein Geschenk von John (Ward Horton) an seine hoch schwangere Frau Mia (Annabelle Wallis), die damit ihr hässliches Puppen-Set komplettiert hat. Dass Annabelle aber nicht nur hinsichtlich des Aussehens etwas – hüstel – ganz Besonderes ist, merkt die kleine Familie schon bald: Unerklärliche Ereignisse prasseln auf das Ehepaar und nach der Geburt auch besonders auf das Baby ein. Ein Umzug scheint nicht zu helfen, denn auch in der neuen Wohnung häufen sich die schlimmen Geschehnisse, die Mia auch körperlich arg zusetzen. Welch komischer Zufall, dass sich die eigentlich entsorgte Annabelle in einem der Umzugskartons befand und nun so langsam auch von John und Mia für die finsteren Zustände verantwortlich gemacht wird.

Film-Kritik – „Annabelle“, das Prequel zu „Conjuring“

DSC_1060.dngEin Überraschungs-Hit wurde der Horrorfilm „Conjuring – Die Heimsuchung“ im Jahr 2013. Klar, dass hier noch nicht das letzte, düstere Wort gesprochen sein würde. Und bevor 2015 eine Fortsetzung ansteht, bekommen wir mit „Annabelle“ eben schon mal eine Vorgeschichte zur hässlichen und gruseligen Puppe spendiert. John R. Leonetti, beim ersten Teil (sowie u.a. bei „Insidious 1+2“ und „Piranha 3D“) noch als Kameramann tätig, saß hier auf dem Regiestuhl und präsentiert uns solide Horrorkost, die aber hier und da einige Momente aufbietet, die sich vom Einheitsbrei ein Stück weit abgrenzen. Der Genre-Fan bekommt dabei aber natürlich das geboten, was er eh erwartet: Vor dem offenen Fenster wehende DSC_0180.dngGardinen, sich selbständig machende Küchengeräte, aus dem Dunkel tretende, übernatürliche Kreaturen und einen knarzenden Schaukelstuhl. Als Darsteller fungieren neben der leblosen Puppe zahlreiche TV-Gesichter wie Annabelle Wallis („Fleming – Der Mann, der Bond wurde“, „Die Tudors“), Ward Horton („One Life to Live“), Alfre Woodard („Copper“, „True Blood“, „Cross Creek“), Brian Howe („Journeyman“), Tony Amendola („Once Upon a Time“, „Continuum“), Kerry O’Malley („Shameless“, „Boardwalk Empire“), Eric Ladin („Boardwalk Empire“, „The Killing“) und Ivar Brogger („Reich und schön“). Grundsätzlich jedoch sind diese eigentlich alle ziemlich austauschbar, bleiben – bis auf vielleicht Annabelle Wallis als psychischer Anker für Mia – nur Beiwerk zu den typischen Genre-Effekten, die allerdings gut eingesetzt sind. Gerade auch wegen einiger Abänderungen im Vergleich zum Horror-Einheitsbrei langweilt „Annabelle“ nicht, sondern unterhält sein Publikum besser als befürchtet.

Fazit

Die hässliche und gruselige Puppe überzeugt in der Vorgeschichte zu „Conjuring“ trotz vieler altbekannter Genre-Effekte mit einigen netten, eigenen Ideen und kleinen Überraschungen.

Sterne-3,0

Filmangaben

Titel: Annabelle
Originaltitel: Annabelle
Genre: Horror
Land, Jahr: USA, 2014
Verleih: Warner
Regie: John R. Leonetti
Drehbuch: Gary Dauberman
Darsteller: Alfre Woodard, Annabelle Wallis, Ward Horton, Brian Howe, Tony Amendola, Kerry O’Malley, Eric Ladin, Ivar Brogger
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre
Laufzeit: 99 Minuten
Kinostart: 9. Oktober 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
Warner

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Veröffentlicht am 6. Oktober 2014 in Kino und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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