The Expendables 3

1 - FilmplakatAlle zwei Jahre wieder! Sylvester Stallone, einst gefeierter Blockbuster-Star mit den „Rocky“- und „Rambo“-Reihen, startete im Jahr 2010 mit einem sehr gewagten, aber gleichzeitig auch einfach großartigen Projekt durch: Er versammelte zahlreiche abgehalfterte Ex-Stars, dazu ein paar jüngere Action-Granaten und schuf „The Expendables“, um eine Gruppe aussortierter Söldner. Der Film war nicht nur bei den 80er-Jahre-Action-Fans ein großer Hit und erhielt folgerichtig im Jahr 2012 eine Fortsetzung mit noch mehr Star-Power spendiert. In „The Expendables 3“, der am 21. August 2014 in den Kinos startete, tummeln sich nun neben Stallone zudem Jason Statham, Jet Li, Antonio Banderas, Wesley Snipes, Dolph Lundgren und Arnold Schwarzenegger noch zahlreiche weitere Hochkaräter.

„The Expendables 3“ mit Stallone, Statham und Kollegen

2 - StalloneMehr Star-Power geht im Grunde nicht! Unfassbar, wenn man bedenkt, wie viele Hochkaräter im Laufe der Verhandlungen zu „The Expendables 3“ abgesprungen und nun eben nicht mit dabei sind. Auffallen tut dies jedoch nicht, denn was sich hier an großen Namen und bekannten Gesichtern tummelt, das ist mal wieder großartig! Einmal mehr geht es um die Söldner-Truppe um Barney Ross (Sylvester Stallone) und Lee Christmas (Jason Statham), die selbst ernannten „Expendables“ (die „Entbehrlichen“, „Überflüssigen“). Doch neben Gunner (Dolph Lundgren), Toll Road (Randy Couture) und Caesar (Terry Crews) brauchen sie noch einen Mann, um den nächsten, gefährlichen Auftrag zu erledigen. Barney und seine Truppe 3 - Snipes, Stathamholen den Messer-Fan Doc (Wesley Snipes) aus seiner jahrelangen Gefangenschaft und machen sich auf, um ihre Waffen einzusetzen. Doch der Einsatz geht ziemlich schief, denn Barney hatte nicht damit gerechnet, dass das Oberhaupt der Kriminellen, die sie aufmischen sollen, sein ehemaliger Kumpel Conrad Stonebanks (Mel Gibson) ist, der mit ganz anderen Wassern gewaschen ist als der übliche Abfall, den die Expendables sonst so entsorgen. Barney muss einsehen, dass die Zeit seiner Gruppierung vielleicht tatsächlich abgelaufen ist – und macht sich auf, um ein neues Team zusammen zu stellen.

„The Expendables 3“ mit gewaltiger Menge Top-Stars

4 - Schwarzenegger, FordUnd wieder Gekloppe und Geballer: In „Expendables 3“ geht es mal wieder – gewaltig stumpf – zur Sache. Die Handlung ist nicht sonderlich relevant, was hier zählt, ist einfach die gute, alte 80er-Jahre-Action in Kombination mit den durch das Genre so beliebten Stars. Das Problem nur: Mit der für dieses Filmreihe notwendigen Gewalt hat man es hier deutlich untertrieben. Keine überbordende Old-School-Action, sondern ein auf ein jüngeres Publikum getrimmtes Alte-Männer-Spektakel, das nun nicht mehr so wirklich eine klare Zielgruppe hat. Die jungen Zuschauer, die wegen der geringen Alterseinstufung (insbesondere in den USA) den Film nun sehen dürfen, haben kaum Interesse an den alten Stars, mit denen sie nicht viele Erinnerungen verbinden sowie an den neuen Stars, die bisher noch viel zu unbekannt sind. Und die älteren Fans, die Action-Fans der 80er, vermissen natürlich die brachialen Szenen der Vorgängerfilme. So schneidet man sich ins eigene Fleisch, wie das miserable Einspielergebnis in Amerika bereits gezeigt hat. Immerhin stimmt oberflächlich das Personal: Erstmals bei einem 5 - Banderas„Expendables“-Film saß Patrick Hughes („Red Hill“) auf dem Regiestuhl und inszenierte einen simplen Spaß um „Rocky“ / „Rambo“ Sylvester Stallone (der mit dem „Olympus Has Fallen“-Skript-Team auch am Drehbuch mitschrieb), „Transporter“ Jason Statham, „Universal Soldier“ Dolph Lundgren, UFC-Fighter Randy Couture und Terry Crews („Brooklyn Nine-Nine“). Doch das ist längst nicht alles: Während Bruce Willis zwar nicht mehr dabei ist, dürfen sich Fans über „Terminator“ Arnold Schwarzenegger genau so freuen wie über die Action-Blitzlicht-Rückkehr von „Blade“ Wesley Snipes“ sowie hübsche Auftritte von Mel Gibson („Machete Kills“) und Harrison Ford („Indiana Jones“, „Star Wars“). Darüber hinaus bekommt man im dritten Teil ein neues Team vorgestellt, das unter anderem aus MMA-Fighterin Ronda Rousey und „The Legend of Hercules“-Hauptdarsteller Kellan Lutz besteht. Die neuen Figuren hätten eine Menge zusätzlichen Spaß bereiten können, doch leider verkommen sie zu austauschbaren Randfiguren. Mehr Frische in der Reihe wird somit nur angedeutet, nicht aber abgeliefert. Der Film bremst 6 - Gibsonsich immer mal wieder selbst, wohl auch, um zwar zu zeigen, dass das alte Team ausgedient hat, man aber doch nicht von ihm lassen möchte. Zumindest gibt Hughes das Gefühl, dass man für die Zukunft nicht komplett auf die inzwischen schon etwas abgenudelte Truppe zurück greifen, sondern etwas Neues präsentieren möchte. In der zweiten Fortsetzung jedoch hat man hauptsächlich eine riesige Zahl an Charakteren im Boot, die dadurch allesamt nicht vollständig auftrumpfen können. Als Highlight fungiert dann schon Antonio Banderas („Haywire“) als aufdringlicher Expendables-Groupie, der hier die meisten Lacher auf seiner Seite hat. Das Rad neu erfunden hat schon der erste Teil nicht, aber mit viel Charme, Spielfreude und 80er-Jahre-Trash-Spaß begeistert. Wer diesen sowie den zweiten Teil mochte, wird mit Teil drei hinsichtlich der teilnehmenden Darsteller seine Freude haben, ansonsten bleiben aber viele Spaßfaktoren der ersten beiden Filme auf der Strecke.

Fazit

Simpel gestrickter und auf eine niedrige Altersfreigabe getrimmter Actioner mit unzähligen tollen Stars, daher aber auch zu vielen Charakteren, von denen am Ende kaum einer wirklich glänzen kann.

Sterne-2,5

Filmangaben

Titel: The Expendables 3
Originaltitel: The Expendables 3
Genre: Action / Thriller / Abenteuer
Land, Jahr: USA, 2014
Verleih: Splendid (Fox)
Regie: Patrick Hughes
Drehbuch: Sylvester Stallone, Creighton Rothenberger, Katrin Benedikt
Darsteller: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Antonio Banderas, Wesley Snipes, Dolph Lundgren, Mel Gibson, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger, Ronda Rousey, Kellan Lutz, Terry Crews, Kelsey Grammer, Victor Ortiz, Randy Couture
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre
Laufzeit: 127 Minuten
Kinostart: 21. August 2014

Quellen

Internet Movie Database
Kino.de
Splendid Film
20th Century Fox

Advertisements

Veröffentlicht am 21. August 2014 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: