Wir sind die Neuen

1 - FilmplakatDrei gegen drei, Generation gegen Generation, Vergangenheit gegen Zukunft: In „Wir sind die Neuen“ tun sich Gisela Schneeberger, Heiner Lauterbach und Michael Wittenborn in einer WG (in mehrfacher Hinsicht) alter Freunde zusammen und treffen auf die deutlich jüngeren Studenten Claudia Eisinger, Karoline Schuch und Patrick Güldenberg. Die deutsche Komödie von „Shoppen“-Regisseur und -Autor Ralf Westhoff ist ab dem 17. Juli 2014 im Kino zu sehe.

„Wir sind die Neuen“ um zwei völlig unterschiedliche WGs

2Anne (Gisela Schneeberger) ist am Boden zerstört: Sie muss ihre hübsche, günstige Wohnung räumen und kann sich keine neue leisten mit ihrem mickrigen Einkommen. Da hilft nur eines: Sie will ihre alten Studenten-Kumpels und WG-Partner zusammen trommeln, um mit denen wieder gemeinsam zu wohnen. Einige halten sie einfach nur für völlig verrückt oder werfen ihr von früher gekränkt allerhand Wörter an den Kopf. Einverstanden mit dem eigensinnigen Plan sind der immer etwas aufbrausende Eddi (Heiner Lauterbach) und der zurückhaltende, aber freundliche Johannes (Michael Wittenborn). Zwar dauert es eine Zeit, bis man eine bezahlbare 3Wohnung gefunden hat, aber eines Tages zieht man ein in ein hübsches Mehrfamilienhaus. Die Nachbarn über ihnen: Studenten, wie sie früher selber welche waren! Naja, nicht wirklich. Zwar handelt es sich bei Katharina (Claudia Eisinger), Barbara (Karoline Schuch) und Thorsten (Patrick Güldenberg) tatsächlich um Studenten, doch sind sie so ganz anders, als Anne, Eddi und Johannes es früher waren. Wo es damals Party, Sex und Musik gab, scheinen sich die jungen Leute von heute nur mit ihren Terminen, technischem Schnickschnack und dem pausenlosen, verkrampften Lernen abzugeben. Klar, dass die beiden WGs häufig aneinander geraten.

„Wir sind die Neuen“ von „Shoppen“-Regisseur Ralf Westhoff

4Ein Treffen der Generationen ist im Film ja nun wahrlich nichts Neues. In „Wir sind die Neuen“ von Regisseur und Autor Ralf Westhoff („Shoppen“, „Der letzte schöne Herbsttag“) jedoch gibt es einen schicken Kniff: Die Alten verhalten sich völlig entgegen ihres Alters, trinken viel und haben außer Party und extrovertiertem Leben nicht viel im Plan. Bei den Jungen hingegen sieht das Ganze ganz anders aus, denn die kümmern sich in erster Linie um sich selbst, ihre verschiedensten Probleme und ihr Studium, auf eine Art und Weise, wie es den Alten höchst fremd ist. Die Spannungen der beiden Dreier-WGs sind dabei sehr schön inszeniert und lassen sich in den meisten Fällen auch auf ähnliche Weise – nur eben eventuell mit vertauschten Rollen – auch im eigenen Leben des Zuschauers finden. Dass der Film sowohl auf humorvoller 5als auch auf dramatischer Weise funktioniert, liegt an den gut gewählten Darstellern. Während auf der einen Seite Heiner Lauterbach („Der blinde Fleck“, „Harms“, „Schlussmacher“), Gisela Schneeberger („Add a Friend“, „Franzi“, „Der Dicke“) und Michael Wittenborn („Stromberg – Der Film“, „Der Dicke“, „Wer wenn nicht wir“) für Krawall sorgen, wollen Karoline Schuch („Hannas Reise“, „Der letzte Bulle“, „Verbotene Liebe“), Claudia Eisinger („Blutzbrüdaz“, „Drei Stunden“) und Patrick Güldenberg („Auftauchen“) einfach nur ihre Ruhe. Und doch haben am Ende irgendwie alle mehr gemeinsam, als sie sich zu Beginn eingestehen wollen. Das macht Spaß und es gelingt, den Zuschauer auf mehrere Arten zu berühren, auch wenn die eine oder andere Szene doch etwas zu absehbar verfasst wurde.

Fazit

Spaßige Komödie um persönliche und gesellschaftliche Probleme früher und heute, gut gespielt von sechs angenehmen Hauptdarstellern und mit amüsanten und cleveren Dialogen gespickt.

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Wir sind die Neuen
Originaltitel: Wir sind die Neuen
Genre: Komödie
Land, Jahr: Deutschland, 2014
Verleih: X Verleih (Warner)
Regie: Ralf Westhoff
Drehbuch: Ralf Westhoff
Darsteller: Heiner Lauterbach, Gisela Schneeberger, Michael Wittenborn, Karoline Schuch, Claudia Eisinger, Patrick Güldenberg, Julia Koschitz, Katharina Marie Schubert, André Jung, Gustav Peter Wöhler
FSK-Freigabe: ohne Altersbeschränkung
Laufzeit: 92 Minuten
Kinostart: 17. Juli 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
X Verleih

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Veröffentlicht am 13. Juli 2014 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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