Edge of Tomorrow 3D

EOT_AW_Poster.inddUnd täglich grüßt Tom Cruise! Im Ernst: Der Film ist deutlich besser als dieser blöde Spruch. Hier erlebt zwar Cruise genau wie einst Bill Murray eine schicke Zeitschleife, doch hat er es nicht mit einem Murmeltier, Schneemännern und Andie MacDowell, sondern mit Außerirdischen, Geballer und Emily Blunt zu tun. Der sehr unterhaltsame, actionreiche, spannende und auch überraschend amüsante „Edge of Tomorrow“ startet am 29. Mai 2014 in den Kinos – und das auch in schickem 3D. Wo angucken? Möglichst auf der größten Leinwand!

„Edge of Tomorrow“ – Darum geht´s im 3D-Zeitschleifen-Actioner mit Tom Cruise

ALL YOU NEED IS KILLBill Cage (Tom Cruise) ist eigentlich Major und damit eine ranghohe Persönlichkeit beim Militär. Doch das alles nützt inzwischen nichts mehr, denn Außerirdische – sogenannte Mimics – haben die Welt fast komplett besetzt und töten, was ihnen in die Quere kommt. So zwingt ihn General Brigham (Brendan Gleeson) mit eindrucksvollen Mitteln selbst an die Front, um im High-Tech-Anzug in den Krieg zu ziehen. Eine Freude für Brigham, denn Cage ist ein arroganter Schnösel, der sich lieber nicht die Hände schmutzig machen will und das wohl auch noch nie so wirklich getan hat. Nun wird er ins kalte Wasser geworfen und unter Master Sergeant Farell hart gedrillt. Seine Beteuerungen, dass er dort nicht hin gehöre, stoßen auf taube Ohren. Nur einen Tag später wird es brenzlig, denn der völlig unerfahrene Cage macht alles falsch, was man so falsch machen kann. Sein Tod kommt daher nicht unerwartet, die Folgen jedoch schon: Als er mit viel Glück einen (seinen ersten und einzigen) Mimic erschießt, wird er von dessen ätzendem Blut förmlich zerfressen. Dabei gerät das Blut auch in den Organismus des sterbenden Cage – und sorgt auf kuriose Weise dafür, dass Cage lebend wieder am Vortag erwacht. Der anfängliche Schock wird durch die Erkenntnis bereichert, dass Cage sich in einer Zeitschleife befindet, die nach dem Tod immer wieder am Tag seiner Ankunft bei der Mannschaft beginnt. Möglicherweise kann er durch diesen Vorteil die Menschheit retten – doch dafür braucht er auch die Hilfe der höchst erfahrenen Kämpferin Rita (Emily Blunt).

Film-Kritik – Tom-Cruise-Zeitschleifen-Actioner „Edge of Tomorrow 3D“

EDGE OF TOMORROWÜber 50 ist Tom Cruise inzwischen, kann aber noch richtig gut austeilen, wie uns „Edge of Tomorrow“ beweist. Das Schöne aber: Er kann auch richtig gut einstecken! Und das muss er in seiner Rolle als Kampflaie auf´s Heftigste – und Unterhaltsamste. Es ist ein köstlicher Spaß, ihm dabei zuzusehen, wie er versucht, aus seinen Fehlern, die zum Tod führten, im nächsten Anlauf zu lernen und alles besser zu machen – nur, um auf andere Weise das Zeitliche zu segnen. Die Spannung kommt dabei jedoch keineswegs zu kurz, ebenso wenig wie die sehr ordentliche Action, die in Kombination mit den anderen Faktoren dafür sorgt, dass sich der neueste Streich von Regisseur Doug Liman („Die Bourne Identität“, „Mr. & Mrs. Smith“, „Jumper“, „Fair Game“) perfekt für die große Leinwand eignet. Einen von Anfang bis Ende höchst spaßigen Film hat man zurecht gebastelt, auch dank des dreiköpfigen Drehbuch-Teams, bestehend nicht nur aus Jez und John-Henry Butterworth, die für Regisseur Liman schon das Skript zu „Fair Game“ schrieben, sondern auch aus Oscar-Preisträger Christopher McQuarrie („Die üblichen Verdächtigen“, „Jack Reacher“). Hier kommen Krawallfans genau so auf ihre Kosten wie Freunde des etwas tiefgründigeren Films. So manche EDGE OF TOMORROWKleinigkeit erscheint bei ganz genauer Betrachtung sicherlich etwas fraglich hinsichtlich der Handlung, aber insgesamt wurden die Schwierigkeiten, die Zeitschleifen mit sich bringen können, gekonnt ausgemerzt. Hier hat alles Hand und Fuß und macht einfach wahnsinnig gute Laune. Cruise, der zuletzt die Massen spaltete mit „Oblivion“ und „Jack Reacher“ legt nach „Mission: Impossible – Phantom Protokoll“ wieder einen richtig schicken Blockbuster hin, der zudem dank charismatischer Stars wie Emily Blunt („Looper“, „Der Plan“), Brendan Gleeson („Brügge sehen… und sterben?“) und Bill Paxton („2 Guns“) einige sehr positiv im Gedächtnis bleibende weitere Charaktere aufbietet. Ein Hauch von „Terminator“ weht durch den Saal in den düstersten Schlachtfeld-Szenen, Bill Murray und sein „Und täglich grüßt das Murmeltier“ grüßen hier in Form von kleinsten Details, die sich die Hauptfigur merkt und zu seinem Vorteil nutzt. In vielen Filmen, die versuchen, spannend, actionreich, lustig und zugleich tiefgründig zu sein, geht es daneben. „Edge of Tomorrow“ beweist, dass es deutlich besser geht. Der Filmfraß jedenfalls hatte nach der Sichtung selbst den Wunsch einer Zeitschleife, um den Film direkt noch einmal zu sehen. Dann aber bitte – anders als in der Story – ohne herbei geführte Veränderungen!

Fazit

Köstlicher Blockbuster mit bestens aufgelegten Darstellern, spaßigen Charakteren, satter Action und tiefgründiger Spannung – ein perfekter Mix für einen richtig fetten Kinobesuch!

Sterne-4,5

Filmangaben

Titel: Edge of Tomorrow
Originaltitel: Edge of Tomorrow
Genre: Science-Fiction / Action
Land, Jahr: USA, 2013
Verleih: Warner
Regie: Doug Liman
Drehbuch: Christopher McQuarrie, Jez Butterworth, John-Henry Butterworth
Vorlage: Hiroshi Sakurazaka („All You Need is Kill“)
Darsteller: Tom Cruise, Emily Blunt, Brendan Gleeson, Bill Paxton, Jonas Armstrong, Tony Way, Kick Gurry, Franz Draheh, Dragomic Mrsic
FSK-Freigabe: noch nicht bekannt
Laufzeit: 113 Minuten
Kinostart: 29. Mai 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Internet Movie Database
Kino.de
Warner Bros.

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Veröffentlicht am 24. Mai 2014 in Kino und mit , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 5 Kommentare.

  1. Hm, also ich kenne sehr viele Filme, die den Spagat aus Anspruch und Unterhaltung schaffen, wobei mich eigentlich jeder gute anspruchsvolle Film auch unterhält. Bei Actionfilmen hingegen langweile ich mich sehr schnell, weshalb mich der hier mal so gar nicht ansprechen will.

    • Na, wenn du gar keine grundsätzliche Freude an Actionfilmen hast, dann fehlt dir hier natürlich auch etwas. Denn Actionanteile sind allerhand dabei. Für mich ragt er jedoch klar aus dem ganzen Einheitsbrei heraus. War eine Menge Spaß, sich den Film anzusehen. Direkt als „anspruchsvollen Film“ würde ich ihn wohl auch nicht bezeichnen, sondern eher als Film, der AUCH Anspruch hat. Aber auch hier gibt es sicherlich geteilte Meinungen bzgl. des Wortes „Anspruchs“ 😉

      • Es ist ja nicht so, dass ich GAR keine Action mag, aber ich hab lieber ein schönes Drama, wo es zur Abwechslung vielleicht ruhig mal kleine Shoot-Outs geben darf, wie in Taxi Driver. Da der Film so wirkt, als wäre er ein reiner Actionier (was er wahrscheinlich auch ist), werde ich ihn mir eher nicht anschauen 🙂

      • ODER es geht um einen reichen Actioner, der dafür eine absolut umwerfende Story hat und ganz ganz wunderbar geschriebene Charaktere. Dann muss mich der Film aber in diesen Aspekten zu 100% überzeugen, um noch eine Chance zu haben 😀

      • Ein reiner Actioner ist er keineswegs, da wird längst nicht die ganze Zeit drauf gekloppt. Hier machen noch viel mehr Dinge als die Krawallszenen Spaß, nämlich die amüsanten Veränderungen innerhalb der Handlung sowie die köstlichen Charaktere.

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