King Ping – Tippen Tappen Tödchen (DVD, Blu-ray)

1 - DVD-CoverNormal kann ja jeder. Dachte sich wohl auch Regisseur Claude Giffel, der mit seinem Erstlingswerk fernab des Einheitsbreis inszeniert. „King Ping – Tippen Tappen Tödchen“ ist eine kuriose, merkwürdige und verrückte Krimi-Komödie, die allein wegen seiner Andersartigkeit schon unterstützenswert ist. Unterhaltsam gespielt ist der Film zudem von unter anderem Sierk Radzei, Hans-Martin Stier, „Stromberg“ Christoph Maria Herbst und Die-Ärzte-Drummer Bela B. – singend und in Frauenfummeln. „King Ping – Tippen Tappen Tödchen“ ist bereits auf DVD und Blu-ray im Handel sowie in den Videotheken erhältlich.

„King Ping – Tippen Tappen Tödchen“ mit Sirk Radzei und Bela B.

2Weg von 08/15-Massenprodukten! „King Ping – Tippen Tappen Tödchen“ bewegt sich weit fernab von allem filmischen Einheitsbrei, den man ständig vorgebuttert bekommt. Man muss auch einfach mal etwas Ungewöhnliches wagen und damit das Risiko eingehen, dass der Film nicht zum Massenerfolg wird, aber es eben eventuell auch zum Kultfilm schafft. Das dachte sich wohl auch Regisseur Claude Giffel, der nach Episoden für „Alles was zählt“ und „Verbotene Liebe“ sowie einigen Regie-Assistenz-Arbeiten für u.a. „Tatort“ und „Die Camper“ nun seinen ersten Spielfilm inszenierte. Giffel tat sich mit Drehbuch- Autor Dirk Michael Häger zusammen, der hier sein erstes Skript ablieferte und nebenbei auch für Musik und Produktion zuständig war. Zusammen schufen sie einen Film, der alles andere ist als gewöhnlich. „King Ping – Tippen Tappen Tödchen“ ist eine sehr verrückte, trashige Krimi-Komödie. Die Hauptfigur ist Clemens 3Frowein (Sirk Radzei, „Add a Friend“), der mal Polizist war, allerdings nach einer Aktion suspendiert wurde, die nicht so ganz mit den Berufsregularien vereinbar war. Seitdem arbeitet Frowein im Zoo und kümmert sich wie ein König um seine Pinguine – daher sein fescher Spitzname „King Ping“. Eines Nachts trinkt er mit einem ehemaligen Kollegen einen über den Durst, erfährt am Tag darauf jedoch von dessen Ableben. Sein Kumpel ist eine Treppe runter gesaust und hat sich das Genick gebrochen. Blöde Sache, das. Noch blöder, als kurz darauf eine Frau auf die gleiche Weise ums Leben kommt. Für King Ping ist die Sache klar: Das kann kein Zufall sein! Sein altes Polizisten-Gespür lässt ihn sofort unerlaubte Ermittlungen beginnen, wobei er ständig mit seinen Polizei-Nachfolgern in Kontakt gerät, mit dem nervigen Lokaljournalisten (Christoph Maria Herbst, „Stromberg“), einem homosexuellen, gerne kämpfenden Kumpel (Hans-Martin Stier, „SOKO Köln“) und der Frisöse Biggi, köstlich (und auch 4singend!) gespielt von Bela B., seines Zeichens Drummer bei Die Ärzte – wenn er nicht gerade kleine Filme mit seiner Mitwirkung adelt. Zum weiteren, sehr illustren Cast zählen unter anderem Godehard Giese („Am Himmel der Tag“), Jana Voosen („Klinik am Alex“) und Uwe Dag Berlin („Hai-Alarm am Müggelsee“). Dem Zuschauer werden in dem Krimi-Klamauk verrückte Charaktere genau so um die Ohren gehauen wie verschiedenste Film-Stilmittel, die scheinbar völlig ohne Ordnung und doch mit Bedacht eingesetzt werden und dem Film immer wieder ein anderes Aussehen verleihen. Da wechselt sich gutes Schauspiel mit Overacting und hölzernen Darstellungen ab, da tänzeln Polizisten in Frauenfummeln durch die Gegend und der schwule Türsteher verschafft durch Optik und Auftreten Erinnerungen an die verrückte Wrestling-Legende George „The Animal“ Steele. Man muss sagen, dass „King Ping“ längst nicht perfekt ist in seiner Inszenierung, seiner Erzählung oder anderen Facetten, dass er aber auf alle Fälle Pluspunkte für seine kuriose Art verdient hat – und den Mut, den Film auf diese Weise zu gestalten. Für Freunde der etwas anderen Komödie ist „King Ping“ jedenfalls definitiv eine Sichtung wert – ob er nun in Gänze zusagt oder nicht, spielt dabei fast schon keine Rolle. Dass man mehr ungewöhnliche Filme zu Gesicht bekommt, ist jedenfalls wünschens- und „King Ping“ daher unterstützenswert.

Fazit

Kuriose, trashige Krimi-Komödie mit ungewöhnlicher Inszenierung und unterhaltsamen Darstellern und Charakteren.

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: King Ping – Tippen Tappen Tödchen
Originaltitel: King Ping – Tippen Tappen Tödchen
Genre: Komödie / Kriminalfilm
Land, Jahr: Deutschland, 2013
Verleih: SchröderMedia HandelsgmbH
Regie: Claude Giffel
Drehbuch: Dirk Michael Häger
Darsteller: Sirk Radzei, Bela B. Felsenheimer, Hans-Martin Stier, Godehard Giese, Christoph Maria Herbst, Jana Voosen, Uwe Dag Berlin
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 99 Minuten (DVD), 103 Minuten (Blu-ray)
Leihstart: 30. April 2014
Kaufstart: 15. Mai 2014

Quellen

Internet Movie Database
Video.de – DVD
Video.de – Blu-ray
SchröderMedia HandelsgmbH

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Veröffentlicht am 15. Mai 2014 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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