12 Years a Slave (DVD, Blu-ray)

12YAS_DVD_CoverMehr als 150 Jahre hat es gedauert, bis die unglaubliche Geschichte des Solomon Northup verfilmt wurde. Drama-Fachmann Steve McQueen („Hunger“, „Shame“) hat sich die Biografie zur Brust genommen, in der Northup erzählt, wie er als edler Mann aus New York auf ein Sklavenschiff verschleppt, verkauft, gedemütigt und gefangen gehalten wurde. Zwölf Jahre dauerte sein Elend, das großartig präsentiert wird von Chiwetel Ejiofor, Benedict Cumberbatch, Michael Fassbender und Paul Giamatti. Der mit drei Oscars – inklusive Bester Film – ausgestattete „12 Years a Slave“ ist ab dem 16. Mai 2014 auf DVD, Blu-ray und Video on Demand zu haben.

„12 Years a Slave“ – Die Handlung des Sklaverei-Dramas

2 - FassbenderSolomon Northup (Chiwetel Ejiofor) hat Mitte des 19. Jahrhunderts ein tolles Leben in New York: Er ist in seiner Stadt ein angesehener Mann, hat eine wundervolle Frau und zwei tolle Kinder, genug Geld für ein luxuriöses Leben und fühlt sich wohl in seiner edlen Welt. Als seine Familie unterwegs ist, nimmt der begeisterte Violinist zudem einen interessanten Job an, bei dem er für einen Zirkus spielen soll. Nach durchzechter Nacht mit seinen Auftraggebern wacht er jedoch nicht etwa in einem Hotelbett auf, sondern in einem kargen Verlies, angekettet, schmutzig und gefangen. Northup traut seinen Augen und Ohren nicht, als er feststellt, dass er als Sklave nach Louisiana verkauft wird. Nicht mal seinen Namen lässt man ihm, weshalb Northup fortan nur noch als Platt bezeichnet wird. Er wird gefoltert, bestraft, zu harter, unmenschlicher Arbeit gezwungen und ist nur noch eine Nummer im Besitz der Sklavenhändler. Während es einige, wie der edle William Ford (Benedict Cumberbatch) gut mit ihm meinen, gibt es harte Hunde wie Edwin Epps (Michael Fassbender), die ihren ganzen Frust an Platt und seinen Mitgefangenen auslassen. Die Jahre ziehen ins Land – und es scheint kein Ende der psychischen und physischen Pein in Sicht.

Film-Kritik – Oscar-prämiertes Sklaverei-Drama „12 Years a Slave“

TWELVE YEARS A SLAVEDies ist sein bisher größter Coup: Steve McQueen, geboren 1969 in London, holte sich mit „12 Years a Slave“ dieses Jahr drei Oscars bei insgesamt satten neun Nominierungen. Unter anderem gab es Preise als Bester Film, für das Beste Drehbuch (von John Ridley) sowie die Beste Nebendarstellerin (Lupita Nyong’o). Dazu gesellen sich zahlreiche weitere internationale Auszeichnungen wie ein Golden Globe (Bester Film) und zwei BAFTA-Awards (Film, Hauptdarsteller). Doch auch über diese Preise hinaus hat sich das Drama schon jetzt zu einem Klassiker entwickelt, dem man sich nicht entziehen kann. Zu kraftvoll, zu intensiv, zu großartig gespielt, zu beeindruckend in jeder Hinsicht ist der Film des Mannes, der bereits für die faszinierenden Dramen „Hunger“ und „Shame“ verantwortlich zeichnete. In beiden Filmen war Michael Fassbender in der Hauptrolle zu sehen. Klar, dass der auch dieses Mal mit an Bord ist – und einmal mehr seine schwierige Rolle perfekt interpretiert. Größter Darsteller dieses preiswürdigen Dramas ist jedoch Chiwetel Ejiofor, der mit seiner Darstellung seine vierte Golden-Globe-Nominierung bekam und auch in Filmen wie „Salt“, „American Gangster“ und „Children of Men“ überzeugen konnte. Sehr authentisch und nah porträtiert er den vom Edelmann zum Sklaven gemachten Schwarzen – so eindringlich, dass sein Schauspiel genau so schmerzt wie die mitunter ins Mark gehenden, scheinbar ewig in die Länge gezogenen unerträglichsten Szenen des Films. Sklaverei war ein Grauen – das will der Film zeigen und schafft dies auf eindrucksvolle Art. Endgültig den Magen umdrehen lässt die Tatsache, dass die vorgestellte Geschichte der Wahrheit entspringt, vom realen Solomon Northup nach Ende seiner Sklaverei nieder geschrieben und von diversen Seiten bestätigt wurde. Etwas Negatives lässt sich über den gut zwei Stunden langen Film nicht sagen, der bis in die kleinste Rolle perfekt besetzt ist. Begnadete Schauspieler sind neben Ejiofor und Fassbender auch mit Benedict Cumberbatch („Sherlock“), Paul Giamatti („The Amazing Spider-Man 2“), Paul Dano („Prisoners“), Brad Pitt (der auch mitproduzierte) und vielen mehr vertreten, dazu die Neuentdeckung Lupita Nyong’o, die beweist, warum McQueen trotz fehlender Bekanntheit auf sie in ihrer wichtigen Rolle als Sklavin gesetzt hat. Der Oscar für die beste Nebenrolle war für die Newcomerin absolut verdient. Kamera und Musik (Hans Zimmer) tragen ihren Teil dazu bei, dass „12 Years a Slave“ nach der Sichtung Kopf und Herz nicht so schnell verlässt. Sehr ordentlich sind zudem die Bonusmaterialen auf den Discs: Auf DVD und Blu-ray befinden sich Featurettes der Adaption vom Buch zum Film, der Transformation von Ejiofor zu Northup, zur Vision des Regisseurs, ein Porträt über Northup sowie Trailer. Exklusiv auf der Blu-ray befinden sich zudem noch Specials zum Film-Team und die Filmmusik, Interviews mit Ejiofor, McQueen, Fassbender, Nyong’o, Pitt und Zimmer, eine B-Roll und eine Bildergalerie. Auch hinsichtlich Optik und Ton überzeugen die Medien sehr und verschaffen dem großartigen Film eine ebenfalls großartige Veröffentlichung. Kauf ist Pflicht!

Fazit

Ein großer, wichtiger, perfekt inszenierter Film mit beeindruckenden Leistungen eines Giganten-Cast. Pflicht-Kauf!

Sterne-5,0

Filmangaben

Titel: 12 Years a Slave
Originaltitel: 12 Years a Slave
Genre: Drama
Land, Jahr: USA, 2013
Verleih: Tobis Film
Vertrieb: Universal Pictures Germany
Regie: Steve McQueen
Drehbuch: John Ridley
Buchvorlage: Solomon Northup („Twelve Years a Slave“)
Darsteller: Chiwetel Ejiofor, Benedict Cumberbatch, Michael Fassbender, Paul Giamatti, Brad Pitt, Paul Dano, Lupita Nyong’o
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 134 Minuten (Blu-ray), 129 Minuten (DVD)
Kaufstart: 16. Mai 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Internet Movie Database
Kino.de
Tobis Film GmbH & Co. KG
Universal Pictures Germany

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Veröffentlicht am 15. Mai 2014 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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