Der Tod von Captain America – Band eins (Comic)

dertodvoncapÜber die vielen Comic-Jahre haben ja schon so allerhand Superhelden das Zeitliche gesegnet, wurden wieder zum Leben erweckt oder von anderen Personen verkörpert. Nun trifft es auf dem deutschen Comic-Markt auch den guten, alten Cap alias Steve Rogers: „Der Tod von Captain America – Band eins“ kombiniert die Original-Storys „Captain America 25-30“ und ist ab dem 18. März 2014 im Handel erhältlich, also kurz vor dem Filmstart des zweiten, eigenständigen Captain-America-Kinofilms.

Das ist der Comic „Der Tod von Captain America – Band eins“

Alle Superhelden werden zur Registrierung und zur Arbeit für die Regierung verdonnert! Das ist das Grundthema, auf das sich „Der Tod von Captain America – Band eins“ stützt. Grund ist ein schief gelaufener Superhelden-Einsatz, bei dem Hunderte Menschen ihr Leben verloren. Stress gab es in der Folge zwischen dem für die Freiheit der Helden kämpfenden „Captain America“ Steve Rogers und „Iron Man“ Tony Stark, der sich auf die Seite der Regierung geschlagen hat und sich schon früh offenbarte. Wegen seiner Weigerung, sich den neuen Gesetzen zu beugen, muss Cap nun vor Gericht – und wird im Getümmel erschossen. Moment mal – der Tod eines der größten Superhelden wird einfach mal so nebenbei über die Bühne gebracht? Jawohl, genau das ist der Fall. Und genau das ist es auch, was dem Leser des Comics, der sich aus den Original-Storys „Captain America 25-30“ zusammen setzt, sauer aufstoßen kann. Mickrige 14 Seiten darf Steve Rogers in diesem Sammelband leben, bis er zwei Seiten zum Sterben bereit gestellt bekommt. Das war´s. Natürlich ist Captain America im Laufe der anderen 130 Seiten immer wieder das Hauptthema, doch die Figur selbst taucht nicht mehr auf und sorgt dafür, dass es hier eher um die Folgehandlungen nach dem Tod Captain Americas geht. Ein herber Schlag für Cap-Fans, die gerade auch die schnelle Abhandlung des Ablebens irritieren kann. Statt um Steve Rogers geht es anschließend um die Zusammenhänge derjenigen, die Rogers bis zum Tod auf postive oder negative Weise beeinflusst haben. Hier trifft man auf viele bekannte Figuren, darunter natürlich Tony Stark, aber auch Sharon Carter, den Falcon, Crossbones, Red Skull, Black Widow, den Winter Soldier und einige andere. Die spannende Forterzählung, die diversen Entwicklungen, die guten Texte von Ed Brubaker („Captain America“, „Daredevil“) sowie schön ausgearbeiteten Zeichnungen von Steve Epting („Captain America“, „Avengers“) und Mike Perkins („The Stand“, „Spider-Man“) sorgen jedoch dafür, dass die Irritation über das schnelle Cap-Aus nicht all zu sehr ins Gewicht fällt, sondern einigermaßen in den Hintergrund rückt. Hinsichtlich des Titels, der nun mal einen Cap-Band erwarten lässt, ist das aber natürlich trotzdem ein Wermutstropfen.

Fazit

Überhasteter Tod des „Captain America“ Steve Rogers, der aber immerhin eine interessante Folgehandlung nach sich zieht und auch in Folgebänden ziehen wird.

Sterne-3,0

Comic-Angaben

Titel: Der Tod von Captain America – Band eins
Original-Storys: Captain America 25-30
Autor: Ed Brubaker
Zeichner: Steve Epting, Mike Perkins
Comic-Art: Softcover
Seitenzahl: 156
Erscheinen: 18. März 2014
Preis: 14,99 Euro

Quellen

Panini Comics

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Veröffentlicht am 16. März 2014 in Bücher und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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