Grand Budapest Hotel

1 - FilmplakatBei der Berlinale 2014 feierte er seine Weltpremiere als Eröffnungsfilm – ab 6. März 2014 erblickt „Grand Budapest Hotel“ endlich auch den Rest Kinodeutschlands. Der neue Film von Wes Anderson („Moonrise Kingdom“) hat einmal mehr ein fabelhaftes Star-Aufgebot und weiß durch seine köstlich-abgedrehte Art zu begeistern. Ein filmischer Hochgenuss, den man im Kino nicht verpassen sollte!

„Grand Budapest Hotel“ – Die Handlung des Wes-Anderson-Films

2Eigentlich will der Autor (Jude Law) nur ein paar erholsame Tage im Grand Budapest Hotel in der Republik Zubrowka verbringen. Doch dann trifft er auf den Besitzer der ehrwürdigen Institution: Monsieur Moustafa (F. Murray Abraham) findet Gefallen an dem jungen Mann und erzählt ihm die abenteuerliche Geschichte, wie er in den Besitz des Hotels kam. Als junger Lobby-Boy (Tony Revolori) wurde er in den 1920er Jahren von Concierge Monsieur Gustave (Ralph Fiennes) unter die Fittiche genommen. Zunächst als simpler, dienender Angestellter geduldet, erarbeitet sich Zero Moustafa bald die freundschaftliche Gunst des sehr bestimmten, eloquenten und vornehmen Mannes. Gemeinsam erlebt man eine verrückte Zeit mit dem Ableben einer alten Dame, einer irrsinnigen Familie, Diebstahl, Mord und vielem mehr.

Film-Kritik – „Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson

3Jeder Film von diesem Mann ist etwas Besonderes! Der 1969 geborene Texaner Wes Anderson inszenierte seit 1996 erst acht abendfüllende Spielfilme, die aber alle einen ganz eigenen Charme haben. Sie begeistern durch ihre Absurditäten, kunterbunte Farben, verrückte Charaktere, großartige Schauspieler (die alle ständig zu „Wiederholungstätern“ unter Anderson werden) und eine ganz besondere Bildsprache, die Erwachsene mit Kinderaugen auf die Leinwand starren lässt. Mit „Durchgeknallt“ (nicht der Angelina-Jolie-Film, sondern die Langversion seines Kurzfilms „Bottle Rocket“) und „Rushmore“ fing es an, mit „Die Royal Tenenbaums“ und „Die Tiefseetaucher“ wurde die Filmwelt endgültig auf Anderson aufmerksam. „Darjeeling Limited“, der Stop-Motion-Film „Der fantastische Mr. Fox“ und zuletzt „Moonrise Kingdom“ zementierten den fabelhaften Ruf des Regisseurs, der auch in „Grand Budapest Hotel“ wieder sein ganzes Können offenbart. Wie für Anderson-Filme üblich, ist auch hier wieder ein ganz wundervoller Cast an Bord, in dem jeder sichtlich Spaß an der Produktion hatte. Der Unbekannteste ist hierbei auf alle Fälle der putzig spielende Tony Revolori als junger Zero Moustafa, während ansonsten nur bekannte Gesichter auftauchen: Leinwand-Legende F. Murray Abraham („Homeland“), Bond-Mitspieler Mathieu Amalric („Ein Quantum Trost“) und Ralph Fiennes („Skyfall“), Adrien Brody („Midnight in Paris“), Saoirse Ronan („Byzantium“), Jude Law („Side Effects“), Harvey Keitel („Moonrise Kingdom“), Willem Dafoe („Nymphomaniac 1+2“) und viele mehr holen das Beste aus ihren großartigen Rollen heraus und begeistern mit jedem ihrer Auftritte. Bill Murray („Monuments Men“) und Owen Wilson („Prakti.com“) stehen gar zum siebten Mal für Anderson vor der Kamera! Um sich den Spaß nicht zu verkleinern (obwohl er dann auf jeden Fall noch groß genug wäre!), sollte man möglichst einen Bogen um zu viele Szenenfotos, Clips und dergleichen machen, denn jedes Auftauchen einer Figur ist so herrlich schräg, dass allein das schon eine Freude ist. In „Grand Budapest Hotel“ ist alles fiktiv, überzogen und herrlich schräg, aber mit deutlichen Bezügen zur Realität und Geschichte. Verweise wird man daher genug finden, obwohl die Story selbst ziemlich bekloppt und surreal ist. Verschiedene Bildformate für die verschiedenen Epochen und knallbunte Farben sind weitere Stilmittel für diesen abgedrehten und mit schwarzem Humor angereicherten Krimi. Kino ist Faszination – das hat Wes Anderson verinnerlicht und präsentiert dies mit seinen verrückt sympathischen Filmen immer wieder auf´s Neue. Wer Film liebt und sich das innere Kind bewahrt hat, der wird sich köstlich amüsieren. Wer hier keine leuchtenden Augen bekommt, der kann einem nur Leid tun.

Fazit

Herrlich verrückter Krimi-Spaß mit wunderbaren Ideen und einer sensationell gewählten und spielenden Besetzung.

Sterne-4,5

Filmangaben

Titel: Grand Budapest Hotel
Originaltitel: The Grand Budapest Hotel
Genre: Komödie
Land, Jahr: USA / Deutschland, 2013
Verleih: 20th Century Fox
Regie: Wes Anderson
Drehbuch: Wes Anderson
Darsteller: F. Murray Abraham, Tony Revolori, Ralph Fiennes, Jude Law, Edward Norton, Adrien Brody, Mathieu Amalric, Saoirse Ronan, Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Tilda Swinton, Léa Seydoux, Bill Murray, Owen Wilson, Jason Schwartzman, Harvey Keitel, Tom Wilkinson
FSK-Freigabe: noch nicht bekannt
Laufzeit: 97 Minuten
Kinostart: 6. März 2014

Quellen

Internet Movie Database
Kino.de
20th Century Fox

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Veröffentlicht am 2. März 2014 in Kino und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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