Und morgen Mittag bin ich tot

1 - FilmplakatIn „Und morgen Mittag bin ich tot“ will eine junge Frau sterben. Nicht, weil sie grundsätzliche Todes-Sehnsucht hat, sondern weil sie als nicht mehr heilbare Mukoviszidose-Patientin eh kurz vor dem Ableben befindet. Ein schwieriges Unterfangen – auch für die ganze Familie. Hauptdarstellerin Liv Lisa Fries wurde auf dem 35. Filmfestival Max Ophüls Preis mit der Trophäe für die „Beste Nachwuchsdarstellerin“ ausgezeichnet. Das intensive Drama startet am 13. Februar 2014 in den Kinos.

„Und morgen Mittag bin ich tot“ – Die Handlung des Dramas

2Die junge Lea (Liv Lisa Fries) hat sich aus Deutschland auf den Weg nach Zürich gemacht. Doch was sie dort plant, ist nicht etwa ein gemütlicher Städtetrip, kein entspannender Urlaub. Lea leidet unter Mukoviszidose und wird nicht mehr lange leben. Ihren Tod will sie jedoch selbst in der Hand haben und diesen in einer Züricher Klinik einleiten. Ein Schock für ihre Schwester und vor allen Dingen für ihre Mutter, die sie mitsamt der Großmutter auch in die Schweiz reisen lässt. Die hat bereits ihr erstes Kind an die Krankheit verloren, als der Sohn zwei Wochen nach einer Lungentransplantation verstarb. Ihren Geburtstag will Lea im Kreise der Familie feiern, bevor sie sich dann ihr Leben nimmt. Bis dahin ist viel zu bereden – und von allen Seiten versuchen Menschen, sie von ihrem Plan abzuhalten oder ihr Mut zuzusprechen.

Film-Kritik – „Und morgen Mittag bin ich tot“ mit Liv Lisa Fries

3Die Preise sind verdient, die Liv Lisa Fries für ihre Hauptrolle als Mukoviszidose-Patientin in „Und morgen Mittag bin ich tot“ bereits eingeheimst hat. Den Max-Ophüls-Preis und den Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin konnte sie bereits gewinnen, mehr noch werden es wohl werden. Sehr authentisch, dabei tragisch und doch immer auch voller Liebe und Leben spielt sie die schwer kranke Lea und sorgt somit fast im Alleingang dafür, dass die Regie-Arbeit von Frederik Steiner („Die Todeswelle – Eine Stadt in Angst“) eine so prägnante geworden ist. Bereits von Kritikern gefeiert und auch ausgezeichnet wurde Fries unter anderem für „Schimanski – Tod in der Siedlung“ und „Sie hat es verdient“ (Goldene Kamera, Günter-Strack-Fernsehpreis), mit „Und morgen Mittag bin ich tot“ und „Staudamm“ liefert sie im Jahr 2014 zwei weitere höchst beachtliche Leistungen ab. Auch die Nebendarsteller wie Sophie Rogall („Fickende Fische“), Lena Stolze („Die weiße Rose“) oder Max Hegewald („Weissensee“) wissen zu überzeugen und helfen dabei, den Film immer gefühl- und taktvoll, aber nie überzogen wirken zu lassen. Die heiklen Themen wie schwere Krankheit und selbst gewählter Tod werden auf starke und intensive Weise aufgearbeitet und regen nicht nur die Charaktere, sondern auch den Zuschauer dazu an, über Leben, Liebe und Tod nachzudenken.

Fazit

Stark und intensiv gespieltes und inszeniertes Drama mit viel Authentizität und zu keiner Zeit überspitzt.

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Und morgen Mittag bin ich tot
Originaltitel: Und morgen Mittag bin ich tot
Genre: Drama
Land, Jahr: Deutschland / Schweiz, 2013
Verleih: Universum Film (24 Bilder)
Regie: Frederik Steiner
Drehbuch: Barbara Te Kock
Darsteller: Liv Lisa Fries, Sophie Rogall, Lena Stolze, Johannes Zirner, Max Hegewald, Bibiana Beglau, Minh-Khai Phan-Thi
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 102 Minuten
Kinostart: 13. Februar 2014

Quellen

Internet Movie Database
Kino.de
Universum Film
24 Bilder
Szenenbilder: Jacqueline Krause-Burberg / Peter Heilrath

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Veröffentlicht am 6. Februar 2014 in Kino und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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