Die Pute von Panem – The Starving Games

1 - FilmplakatDer Filmfraß knabbert ja gerne auch mal an schlechteren Filmen, um diesen etwas Gutes abzugewinnen. Bei „Die Pute von Panem – The Starving Games“, dessen witzigstes Merkmal noch der Titel ist, konnte er das Gefressene jedoch kaum bei sich behalten. Keinerlei Nährwert ist zu finden in der Möchtegern-Parodie von „Die Tribute von Panem“. Als Mutprobe könnte der Müll dagegen ganz tauglich sein – das ist möglich ab dem 9. Januar 2014. Erschreckenderweise im Kino, wo er wichtige Kinosäle für gute Filme blockiert.

„Die Pute von Panem“ – Die Handlung der Zeitverschwendung

2Die 75. Verhungerspiele stehen an – ein vom Präsidenten Snowballs (Diedrich Bader) erzwungener Überlebenskampf junger Menschen aus den zwölf verschiedenen Distriken von Panem. Aus dem ärmsten dieser Distrikte melden sich freiwillig Kantmiss Evershot (Maiara Walsh) und Peter Malarkey (Cody Christian). Erstere, weil sonst ihre Schwester ran muss. Zweiterer, weil er scharf auf Kantmiss ist. Sehr zum Unwohl ihres Kumpels Dale (Brant Daugherty), der sich auch für Kantmiss interessiert. Soweit ist die Grundgeschichte die gleiche wie im Originalfilm „Die Tribute von Panem“. Was folgt, ist eine Aneinanderreihung der Schlüsselszenen aus dem Original, die auf „lustig“ getrimmt sind. Dazu ein paar weitere „lustige“ Szenen, weil die ersten noch nicht ausgereicht haben, um seinen Kopf häufig genug auf die Sessellehne vor sich zu ballern.

Film-Kritik – „Die Pute von Panem – The Starving Games“

3Es ist den Herren Jason Friedberg und Aaron Seltzer mal wieder gelungen: Sie haben einen ganz furchtbaren Film geschaffen und diesen sogar ins Kino gebracht. Wo sich begnadete Filmemacher Gedanken darüber machen müssen, ob sie ihre Vorstellungen auf die Leinwand bringen können, darf das Pseudo-Comedy-Duo unsere Zeit verschwenden und mit Müll Kinosäle blockieren. Seit sie am Drehbuch von „Scary Movie“ mit werkelten, haben sie alles in den Sand gesetzt, was eine lustige Parodie werden sollte. Sie haben „Fantastic Movie“ (2007) verbrochen, „Meine Frau, die Spartaner und ich“ (2008), „Disaster Movie“ (2008) und zuletzt „Beilight – Biss zum Abendbrot“ (2010). Toppen können sich die beiden dabei offenbar immer wieder, denn sie schaffen es, ihre Filme immer schlechter zu gestalten als den vorherigen, der auch schon furchtbar ist. Somit hat auch „Die Pute von Panem“ wieder vieles vorzuweisen, das an sich schon schlecht ist oder sonstwie nicht zusammen passt. Charaktere, die im Original verrückt erscheinen, werden hier nicht überzeichnet, sondern wirken viel normaler. Die Witze sind vom untersten Niveau, beinhalten natürlich den üblichen Fäkalhumor, dazu „Späße“ über sexuelle Orientierungen (haha, Homosexualität!) und Gags, die man vielleicht mal im Bruchteil einer Sekunde im Kopf haben kann – aus denen man aber doch bitte schön keinen Film zimmert! Furchtbare Effekte kommen dazu und der Versuch, mit als lustig gemeinten Szenen zu punkten, die nicht auf die Zielgruppe passen, weil die einfach zu jung ist für die Anspielungen. Die Darsteller sind dabei sogar überfordert, da sie selber längst nicht so schrecklich sind wie die Regie und das Drehbuch. Maiara Walsh („Desperate Housewives“, „Einfach Cory!“), die zuletzt mit dem „Zombieland“-TV-Piloten baden ging, versucht ihr Bestes, dazu spielen die „Pretty Little Liars“-Schauspieler Cody Christian und Brant Daugherty sowie Diedrich Bader („Ein Witzbold namens Carey“) und Lauren Bowles (Holly in „True Blood“). Man muss schon hart im Nehmen sein, um die 83 Minuten Folter zu überstehen.

Fazit

Wer das Original „Die Tribute von Panem“ nicht kennt, sollte einen Bogen machen um diese Parodie. Und alle anderen auch.

Sterne-1,0

Filmangaben

Titel: Die Pute von Panem – The Starving Games
Originaltitel: The Starving Games
Genre: Komödie
Land, Jahr: USA, 2013
Verleih: Wild Bunch (Universum Film)
Regie: Jason Friedberg, Aaron Seltzer
Drehbuch: Jason Friedberg, Aaron Seltzer
Darsteller: Maiara Walsh, Cody Christian, Brant Daugherty, Diedrich Bader, Lauren Bowles, Alexandria Deberry
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 83 Minuten
Kinostart: 9. Januar 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
Wild Bunch
Universum Film

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Veröffentlicht am 9. Januar 2014 in Kino und mit , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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