Diana

1 - FilmplakatPrinzessin Diana oder auch Lady Di, wie sie gerne genannt wurde, ist eine Legende und wird trotz des frühen Todes für immer unsterblich sein und niemals vergessen werden. Anders ist es um den Film „Diana“ von Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“) bestellt, der sich daran versucht, die letzten beiden Jahre im Leben der Prinzessin von Wales auf die Leinwand zu bringen. Was dabei heraus gekommen ist, ist jedoch primär anstrengendes Liebes-Geschwurbel und wenig Blick auf die wirklich interessanten Facetten aus Dianas Leben. Immerhin toll gespielt von Naomi Watts („The Impossible“), ist „Diana“ ab dem 9. Januar 2014 im Kino zu sehen.

„Diana“ – Die Handlung des Films über die letzten zwei Jahre ihres Lebens

2 - DiIm Jahr 1995 hat sich das ehemals schillernde Leben von Diana, der Prinzessin von Wales, deutlich verändert. Einst glücklich mit dem britischen Thronfolger Charles und in glücklicher Familie mit Ehemann und ihren zwei gemeinsamen Söhnen, ist die Ehe längst zerbröckelt. Diana wird nach wie vor von aller Welt geliebt und nahezu vergöttert, doch so richtig glücklich wird sie nicht. Das ändert sich erst, als sie den Herzchirurgen Dr. Hasnat Khan (Naveen Andrews) kennen und lieben lernt. Endlich scheint sie den Mann für´s Leben gefunden zu haben. Doch die große Liebe ist nicht einfach, denn Khan braucht ein ruhiges Leben ohne multimediales Dauer-Interesse an seiner Position. „Diana“ begleitet die beiden beim glücklosen Versuch, dennoch eine innige Beziehung einzugehen und führt über das legendäre BBC-Interview, das Diana viele Probleme einbrachte, bis hin zum plötzlichen, von Paparazzi verursachten Unfalltod im Jahr 1997.

Film-Kritik – „Diana“ mit Naomi Watts und Naveen Andrews

3Prinzessin Diana war das, was viele mit dem Begriff „Lichtgestalt“ beschreiben würden. Ihr sonniges, zartes und doch kämpferisches Gemüt sorgten dafür, dass man sich der faszinierenden Aura kaum entziehen konnte. Genau das wollte der 1957 geborene Hamburger Regisseur Oliver Hirschbiegel („Der Untergang“, „Das Experiment“) auch nun in seinem Film präsentieren. Leider kommt man nicht umhin, dies zwischendurch zwar einerseits als durchaus wahrheitsgemäß zu erkennen, andererseits aber auch als völlig überzogen. Wenn Diana beispielsweise durch die Gänge eines Krankenhauses läuft und ausnahmslos jeder aus einem Gespräch mit einer anderen Person heraus nur noch mit weit aufgerissenem Mund und leuchtenden Augen hinterher blickt, dann wirkt das schon ziemlich komisch. Man erwartet förmlich, dass ein Lahmer aus seinem Rollstuhl aufsteht und plötzlich gehen kann („Es ist ein Wunder!“ – „Nein, mehr als das: Es ist… Diana!“). Getoppt wird der Schwulst nur in Szenen, die das emotionale Zusammenspiel zwischen Diana (Naomi Watts, „The Impossible“) und ihrem Dr. Hasnat Khan (Naveen Andrews, der Sayid aus „Lost“) darstellen. „Nur“ ist dabei aber deutlich untertrieben, denn eigentlich geht es in „Diana“ fast ausschließlich darum, wie sich Diana und ihr Doc finden, lieben lernen, auseinander gehen, zusammen kommen und immer so weiter, weil man ja doch in so unterschiedlichen Welten lebt, dass es einfach nicht klappen mag mit der großen Liebe. Das ständige Auf und Ab in der Beziehung der beiden ist jedoch höchst anstrengend – man möchte den beiden entweder „Jetzt seid halt endlich ein Paar!“ oder wahlweise auch „Sucht euch andere, verdammt!“ zurufen. Die Geschichte von Diana ist eine sehr erzählenswerte, dass sie hier jedoch nur auf die letzten zwei Jahre verkürzt wird und dabei auch fast ausschließlich die schwierige Liebe Dianas und Khans – und das ordentlich klischeebeladen – aufzeigt, ist sehr schade. Eine komplette Biografie der Prinzessin von Wales wäre da doch deutlich spannender gewesen, wenn man sich vor Augen führt, auf welchem Weg Diana in die Öffentlichkeit geraten ist, wie sie damit umging, was geschah zwischen ihr, Prinz Charles und auch mit dessen Camilla und natürlich auch, wie es dazu kam, dass sie auf so plötzliche, surreale Weise ihr Leben verlor. Sehenswert bleibt „Diana“ daher ausschließlich wegen Naomi Watts, die einmal mehr darstellt, warum sie bereits zwei Oscar-Nominierungen erhielt und als eine der besten Schauspielerinnen gilt. Sie verkörpert Diana mit einer Art, dass man nicht mehr wahrnimmt, dass nicht Diana leibhaftig vor der Kamera steht. Watts hat sich perfekt verwandelt, was natürlich auch Maske und Frisuren zu verdanken ist. Für diese Wiederauferstehung hätte man sich einen deutlich beeindruckenderen Film gewünscht. Insgesamt schafft Hirschbiegel so aber ein Wiedersehen mit zwei seiner deutlich besseren Filme: Sein Diana-„Experiment“ ist ein ziemlicher „Untergang“…

Fazit

Anstrengendes Liebes-Geschwurbel mit den immer gleichen Aufs und Abs, das nur durch seine hervorragende Hauptdarstellerin punktet.

Sterne-2,0

Filmangaben

Titel: Diana
Originaltitel: Diana
Genre: Biografie / Drama / Romanze
Land, Jahr: Großbritannien / USA, 2013
Verleih: Concorde Filmverleih
Regie: Oliver Hirschbiegel
Drehbuch: Stephen Jeffreys
Darsteller: Naomi Watts, Naveen Andrews, Douglas Hodge, Geraldine James, Charles Edwards, Juliet Stevenson
FSK-Freigabe: noch nicht bekannt
Laufzeit: 113 Minuten
Kinostart: 9. Januar 2014

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
Concorde Filmverleih

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Veröffentlicht am 1. Januar 2014 in Kino und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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