Before Watchmen – Crimson Corsair (Comic)

Crimson CorsairViel Kritik hat die Prequel-Comic-Reihe „Before Watchmen“ einstecken müssen – von Lesern, von Journalisten, von „Watchmen“-Machern selbst. Doch genau so viele Fans haben die Vorgeschichten zum Kult-Comic „Watchmen“ auch gesammelt. Bei den ersten sieben Ausgaben von „Before Watchmen“ hat man sich für die Minutemen, Rorschach, den Comedian, Nite Owl, Ozymandias, Silk Spectre und Dr. Manhattan als Hauptfiguren entschieden. Für den Abschluss, Teil 8, setzt man nun auf Geschichten neben den Hauptfiguren, nämlich über die Charaktere Moloch der Mystiker, Dollar Bill und den Roten Korsar, der sich auf die Black-Freighter-Geschichte innerhalb des „Watchmen“-Comic bezieht.

„Before Watchmen – Crimson Corsair“ – Die Handlung des Prequel-Comic

Nicht eine längere Geschichte, die sich aus mehreren Teilen zusammen setzt, bekommen wir mit „Crimson Corsair“ spendiert, sondern gleich drei Einzel-Storys, die sich mit drei Nebenfiguren aus dem „Watchmen“-Universum beschäftigen. Zunächst einmal („Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt“ / „Absolution um elf dreißig“) erfahren wir aus dem Leben von Edgar William Jacobi, der schon als Kind ausgegrenzt wurde, weil er anders war. Schon mit seinem merkwürdigen Aussehen konnten die anderen Kinder nicht viel anfangen und sorgten mit ihrem Spott dafür, dass aus Edgar ein verquerer, unsicherer und gefährlicher Mann wurde. Seine Berufung fand er als Zauberkünstler, nannte sich Moloch der Mystiker und nutzte seine Künste schon bald für kriminelle Dinge. Die „Minutemen“, die Vorgänger-Crew der „Watchmen“, heftete sich ihm schon bald an die Fersen. Moloch wurde mehrmals inhaftiert – bis er auf den „Minutemen“-Gegenspieler Ozymandias traf. In der zweiten Geschichte („Für Ruhm und Geld“) beschäftigen wir uns mit Dollar Bill. Der heißt eigentlich William Benjamin Brady und ist ein gefeierter Sportstar – bis er sich so schwer verletzt, dass seine Karriere beendet wird. Auf der Suche nach einem Job landet William bald bei einer finanzstarken Bank, heuert als Werbefigur Dollar Bill an und wird als Schauspieler Mitglied der Minutemen – als erster gesponsorter Superheld überhaupt. Und schließlich („Der Fluch des Roten Korsaren“) ist da noch der Seefahrer Gordon McLachlan, der mit der Pendagron durch die Meere schippert. Als er wegen Grausamkeit des Captains eine Meuterei anzettelt, ist sein Schicksal schnell besiegelt – zumal das Schiff auch noch angegriffen wird. Doch McLachlan ist längst nicht tot – sondern landet in einer Art Zwischenwelt, wo er auf den Roten Korsaren trifft. Der Kapitän des Fliegenden Holländers und Anführer zahlreicher Untoter gibt ihm die Möglichkeit, seine entwendete Seele zurück zu bekommen – falls er drei unmöglich scheinende Dinge sammelt.

Buch-Rezension – Comic-Prequel „Before Watchmen – Crimson Corsair“

Einen würdigen Abschluss findet die Comic-Prequel-Reihe „Before Watchmen“ mit „Crimson Corsair“. Abseits der eigentlichen Watchmen oder auch der Vorgänger-Vereinigung Minutemen gibt es hier Geschichten zu den drei Charakteren Moloch der Mystiker, Dollar Bill und dem Roten Korsar, die sich insgesamt sehr hübsch in das Gesamtgefüge einpassen. Auf erfahrene Autoren und Zeichner griff man zurück, um die drei sehr verschiedenen und gerade deshalb auch sehr interessanten Storys zu präsentieren. Für die Moloch-Geschichte schrieb J. Michael Straczynski („Spider-Man“, „Superman“, Erfinder von „Babylon 5“), während Eduardo Risso („Batman: Kaputte Stadt“, „100 Bullets“) illustrierte. Bei Dollar Bill kamen die Texte von „Watchmen“-Autor und „Wolverine“-Schöpfer Len Wein, die Zeichnungen von Steve Rude („Spider-Man: Neues Leben“, „X-Men: Kinder des Atom“). Der Korsar wiederum wurde geschrieben von Wein und John Higgins (Farben für „Watchmen“, Zeichner für „Judge Dredd“, „Hellblazer“), der auch für die Zeichnungen verantwortlich war. Bei aller Kritik, die immer mal wieder aufbrandet, wenn es um die Vorgeschichte der Watchmen und der Minutemen geht, kann man nicht unter den Teppich kehren, dass gerade der Abschluss der Prequel-Reihe seine Daseinsberechtigung hat. Die Geschichten sind sehr unterhaltsam verfasst und bebildert, dazu auch spannender gestaltet als die teilweise eher belanglosen bisherigen Vorgeschichten. Hier hat man tatsächlich das Gefühl, einen wirklichen Mehrwert zu spüren und noch tiefer ins Watchmen-Universum einzutauchen. Ein feines Werk, das Comic-Fans – und insbesondere natürlich „Watchmen“-Bewunderer – nicht an sich vorüber ziehen lassen sollten.

Fazit

Gelungener, unterhaltsamer und spannender Abschluss der
Prequel-Reihe, die wirklichen Mehrwert bietet.

Sterne-4,0

Bibliografische Angaben

Titel: Before Watchmen – Crimson Corsair
Verlag: Panini Manga und Comic
Erscheinen: 16. Dezember 2013
Seitenzahl: 144
ISBN: 978-3862014866

Quellen

Panini Manga und Comic

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Veröffentlicht am 25. Dezember 2013 in Bücher und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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