Die Frau, die sich traut

1 - FilmplakatDieter Hallervorden zeigte zuletzt in „Sein letztes Rennen“, dass man sich gegen alle Widrigkeiten durchsetzen und doch noch seinen großen sportlichen Traum verwirklichen kann. In „Die Frau, die sich traut“ gerät nun eine Frau in eine schwierige Lebessituation. An Krebs erkrankt, beschließt die ehemalige DDR-Olympia-Schwimmerin, dass sie unbedingt noch den Ärmelkanal durchschwimmen will. Ein heikles Unterfangen, da ihr Körper deutlich an Kraft verliert. „Die Frau, die sich traut“ von „Parkour“-Regisseur Marc Rensing läuft ab dem 12. Dezember 2013 im Kino.

„Die Frau, die sich traut“ – Die Handlung des Dramas

Ostsee-26.09.-Kameraboot, BegleitbootEinst war Beate (Steffi Kühnert) eine gefeierte Schwimmerin, stand sogar kurz davor, für die DDR an Olympia teilzunehmen. Doch die Zeiten sind vorbei, seit sie sich für eine Familie und gegen ihre Leidenschaft entschieden hat. Inzwischen geht sie einer anstrengenden, aber geregelten Arbeit nach, hat mit Henni (Jenny Schily) eine Freundin für’s Leben gefunden und kämpft sich durch den Alltag. Mit ihren Kindern hat sie inzwischen jedoch eher sporadisch zu tun. Sohn Alex (Steve Windolf) hat vor, mit seiner Freundin wegzuziehen, während Tochter Rike (Christina Hecke) ihr nur die kleine Enkelin aufbürdet, um selbst ihr spätes Studium durchzuboxen. Die triste Gewohnheit erfährt einen strikten Einschnitt, als Beate von ihrem Arzt erfährt, dass sie an Krebs erkrankt ist – eine Folge des früheren Anabolika-Dopings. Jetzt oder nie, denkt sich Beate: Sie widmet sich fortan ihrem größten Traum, den sie unbedingt noch in die Tat umsetzen will. Von Dover nach Calais soll die Route sie führen, denn Beate hat sich fest vorgenommen, durch den Ärmelkanal zu schwimmen. Ein Unterfangen, das überall nur für Kopfschütteln sorgt. Die Tatsache, schwer krank zu sein, verschweigt Beate dabei lieber.

Film-Kritik – Das sensible Drama „Die Frau, die sich traut“

3Den großen Traum verwirklichen und Unmögliches schaffen, während man zugleich nur für verrückt gehalten wird. Diese Thematik ist nicht gerade neu in der Filmwelt, zieht aber immer dann, wenn die Geschichte unterhaltsam und mit authentischen Darstellern präsentiert wird. Das ist bei „Die Frau, die sich traut“ der Fall, denn insbesondere Hauptdarstellerin Steffi Kühnert („Halbe Treppe“, „Das weiße Band“, „Halt auf freier Strecke“) drückt dem sensiblen Drama ihren Stempel auf. Mutig und mit ganzer Kraft verkörpert sie die psychisch und physisch angeschlagene Frau, die versuchen muss, sich mit ihrer neuen Situation und den schwierigen Umgang mit dem Umfeld zu arrangieren. Regisseur und Autor Marc Rensing („Parkour“) geht behutsam mit der Thematik und seinen Figuren um, drückt aber auch immer mal wieder den Finger in die Wunde. Der Film schmerzt, gibt aber auch Hoffnung. Man leidet, aber man freut sich auch. Der Weg ist in „Die Frau, die sich traut“ das Ziel – und dieser Weg ist kein einfacher, mit der richtigen Einstellung und den richtigen Weggefährten aber beschreitbar.

Fazit

Sensibles Drama mit einer mutigen und authentischen Hauptdarstellerin.

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Die Frau, die sich traut
Originaltitel: Die Frau, die sich traut
Genre: Drama
Land, Jahr: Deutschland, 2013
Verleih: X Verleih
Regie: Marc Rensing
Drehbuch: Marc Rensing
Darsteller: Steffi Kühnert, Jenny Schily, Christina Hecke, Steve Windolf
FSK-Freigabe: ab 6 Jahre
Laufzeit: 98 Minuten
Kinostart: 12. Dezember 2013

Quellen

Internet Movie Database
Kino.de
X-Verleih

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Veröffentlicht am 7. Dezember 2013 in Kino und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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