Ilsa, the Mad Butcher (DVD und Blu-ray)

BUG-Folder_A4.qxpUnd ein weiterer Teil der Jess Franco Golden Goya Collection, den das Label Ascot Elite in restaurierter, ungekürzter Fassung am 22. Oktober 2013 auf DVD und Blu-ray in den Handel gebracht hat. „Ilsa, the Mad Butcher“ ist auch bekannt als „Ilsa, the Wicked Warden“ und „Greta – Haus ohne Männer“. Wie für Franco nicht ungewöhnlich, geht es um gequälte, gepeinigte und sexuell ausgenutzte Frauen. Ausgerechnet Franco selbst spielt dabei einen Arzt, der die Foltereien beenden will.

„Ilsa, the Mad Butcher“ – Die Handlung des Films von Jess Franco

Der Film beginnt natürlich – passend für Jess-Franco-Filme mit allerhand nackter Mädels, die sich duschen und dabei ordentlich frohlocken. Doch das kann ja nicht alles sein, also zeigen wir kurz mal eine andere Szene – von einer anderen, nackten, dickbusigen Frau in der Badewanne. Natürlich frohlockend. Wieder Schnitt zu den Dusch-Girlies, die von maskulin gekleideten Aufseherinnen beobachtet werden – der obligatorische Biss auf die Lippen bleibt bei diesen natürlich nicht aus, so wie die Nackedeis sich da fröhlich die Schmutzigkeit von den hübschen Körpern waschen. Als eine der Mädels durchdreht und das ganze Prozedere als „Wahnsinn!“ abtut, flieht eine des anderen Mädels, sofort verfolgt von weiteren Frauen mit Gewehren. Schockiert ist man regelrecht, als kurz darauf auch mal Kerle auftauchen, doch die werden flott von der nackten Flüchtigen überwältigt. Blutend sowie körperlich und seelisch im Eimer schafft es das entlaufene Mädel zum Glück zu einem Mann, der sich als Dr. Milton Arcos (Jess Franco himself!) entpuppt. Der hat die Einrichtung, aus der sie entflohen ist, schon lange auf dem Kieker. Das Irrenhaus, aus dem sie stammt, steht für ihn in Verdacht, Schlimmes mit den Inhaftierten anzustellen. Kurz darauf steht schon die dickbrustige Badende vor seiner Tür – diesmal in Klamotten: Ilsa (Dyanne Thorne) heißt die Gute (naja, in der deutschen Synchronisation heißt sie Greta…), ist Leiterin der Irrenanstalt für Sexualstraftäterinnen und macht schnell klar, dass sie ihre Gefangene zurück haben möchte. Doch Arcos will sich nicht so einfach abspeisen lassen und sucht nach Möglichkeiten, um die Folter, Demütigung und sexuelle Ausnutzung der zahlreichen gepeinigten Frauen zu beenden. Wie praktisch, dass eine junge Frau auf ihn zukommt, die eine Freundin der Geflohenen ist und sich nun einweisen lässt, um Arcos zu helfen.

Film-Kritik – „Ilsa, the Mad Butcher“ von Jess Franco

Als „Greta – Haus ohne Männer“ ist der Film bereits bekannt, darüber hinaus auch als „Ilsa, the Wicked Warden“. Neu aufgelegt wird das Erotik-Drama von Vielfilmer Jess Franco („Frauen für Zellenblock 9“) nun einmal mehr unter dem Alternativtitel „Ilsa, the Mad Butcher“. Der Film ist dabei Teil einer Reihe, in der Ilsa, jedes Mal gespielt von der 1943 geborenen Dyanne Thorne, immer wieder für Quälereien sorgt. „Ilsa: She Wolf of the SS“ (1975), „Ilsa – Haremswächterin des Ölscheichs“ (1976) und „Ilsa, die Tigerin“ (1977) sind die anderen Filme der Reihe – alle vier Teile setzen primär auf nackte Frauen, die gequält werden sowie auf die sardastischen Auswüchse der Peiniger. Mit dabei im billig von Genre-Kenner Erwin C. Dietrich produzierten Film sind unter anderem Lina Romay („Frauengefängnis“), Eric Falk („Gefangene Frauen“), Esther Studer („Frauen für Zellenblock 9“), Esther Moser („Die Sklavinnen“) und Peggy Markoff („Frauengefängnis“), während ausgerechnet Jess Franco selbst als Beschützer der Gequälten auftritt. Frauen als das schwache, schöne Geschlecht, Demütigungen, Foltereien und viel Gefummel – das sind die Markenzeichen vieler Franco-Filme und auch von „Ilsa, the Mad Butcher“. Tatsächlich findet man hier immerhin so etwas wie eine Handlung, die die Gemeinheiten an den Frauen ein Stück weit zu legitimieren versucht. Dennoch muss man natürlich auch hier wieder einen Hang zum Erotik-Trash und im Idealfall eine sadistische Ader haben, um Gefallen an dem Streifen zu finden. Dass Franco ganz offensichtlich ein Problem mit dem weiblichen Geschlecht hat, ist auch hier wieder ganz offensichtlich. Für Franco-Fans spannend ist auf jeden Fall das elfminütige Interview von ihm gemeinsam mit Erwin C. Dietrich, das sich im Bonusmaterial befindet.

Fazit

Zahlreiche nackte Frauen, gequält, gedemütigt, befummelt und gefoltert – Billigkram für Jess-Franco-Fans, die im Idealfall sadistische Voyeure sind.

Sterne-1,5

Filmangaben

Titel: Ilsa – The Mad Butcher
Originaltitel: Greta – Haus ohne Männer
Alternativtitel: Ilsa – The Wicked Warden
Genre: Erotik / Drama
Land, Jahr: Schweiz, 1977
Verleih: Ascot Elite Home Entertainment
Regie: Jess Franco
Drehbuch: Jess Franco
Darsteller: Dyanne Thorne, Lina Romay, Tania Busselier, Eric Falk, Esther Studer, Esther Moser, Peggy Markoff
FSK-Freigabe: ab 18 Jahre
Laufzeit: 91 Minuten (DVD), 95 Minuten (Blu-ray)
Kaufstart: 22. Oktober 2013

Quellen

Internet Movie Database
Ascot Elite Home Entertainment – DVD
Ascot Elite Home Entertainment – Blu-ray

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Veröffentlicht am 18. November 2013 in DVD & Blu-ray und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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