Cruelty – Grausamkeit (Kurzfilm von Tim Gerrit Augurzke)

1 - FilmplakatWut, Trauer, Tod und Einsamkeit sind nur einige der negativen Aspekte, die ein Krieg mit sich bringt. Der Zweite Weltkrieg ist dabei immer wieder Thema in Filmen und Büchern. Auch Tim Gerrit Augurzke hat sich mit seinem Regie-, Drehbuch- und Produktions-Debüt diesem Stoff gewidmet und zeigt die Greuel des Krieges anhand eines menschlichen Einzelschicksals auf. „Cruelty – Grausamkeit“ wurde für diverse Filmfestivals eingereicht und wird somit sicherlich einer breiteren Masse zugänglich werden.

„Cruelty – Grausamkeit“ – Die Handlung des Kurzfilms von Tim Gerrit Augurzke

2Jones (Chris Nachtigall) ist Soldat im Zweiten Weltkrieg, der sich seinem Ende nähert. Bei der Landung in der Normandie war er der einzige Überlebende eines Alliierten-Stoßtrupps, der von den Deutschen angegriffen wurde. Allein und völlig auf sich gestellt wandert er durch die schneebedeckten Wälder und streckt eine einfache, unschuldige, französische Bürgerin (Mandy Neukirchner) nieder, die einfach nur nach Hause möchte. Entmenschlicht prügelt er auf die bereits gestorbene Frau ein, gezeichnet vom Greuel des Krieges und dem seelischen Leid, dem er durch das erzwungene, vielfache Morden ausgesetzt wurde. Wut und Verzweiflung haben Besitz von ihm ergriffen, Hass und Trauer lassen kaum noch schlüssige Handlungen zu. Jones muss sich damit abfinden, ein zerstörtes Leben zu führen, in dem er ständig wieder mit den verschiedensten Menschen und ihren jeweiligen Schicksalen konfrontiert wird.

Kurzfilm-Kritik – „Cruelty – Grausamkeit“ von Tim Gerrit Augurzke

3Dass der Krieg nicht nur zwischen Leben und Tod entscheidet, sondern auch die Lebenden innerlich zerstört sind, haben bereits Filme wie „Apocalypse Now“ aufgezeigt. „Cruelty – Grausamkeit“ präsentiert dies innerhalb einer halben Stunde auf seine eigene Weise, in der vor allen Dingen die Einsamkeit und Verzweiflung das Leben eines vom Zweiten Weltkrieg gebeutelten Mannes bestimmen. Auf die verschiedensten Gruppen trifft der von Chris Nachtigall gespielte Alliierte dabei, doch erkennt man in allen Charakteren das Leid, das sie mit sich tragen. Ob deutscher Offizier (Joachim Assfalg) und Soldat (Tobias Bamborschke), amerikanischer Soldat (Martin Geuer) oder französische Bürgerin (Mandy Neukirchner) – alle sind sie auf die gleiche Weise betroffen vom Kummer und Schmerz, den das Morden ausgelöst hat. Dabei verstrickt man sich innerhalb der Dialoge zwar etwas zu viel in Gefloskel und Futter für das Phrasenschwein, das tut der Wirkung aber aufgrund stimmiger Kostüme, Musik, Kamera und Schnitte aber wenig Abbruch. „Cruelty – Grausamkeit“ stammt vom jungen Berliner Regisseur Tim Gerrit Augurzke, der auch das Drehbuch schrieb und für die Produktion des 32-Minüters verantwortlich zeichnet. Dass von ihm noch einiges zu erwarten ist, beweist die Tatsache, dass der in allen Belangen sehr solide Streifen sein Regiedebüt ist. Für zahlreiche Festivals hat Augurzke seinen Erstling eingereicht – und man kann ihm nur Glück wünschen bei den verschiedenen Auswahlen, auf dass vielen Zuschauern die Sichtung des Streifens ermöglicht wird.

Fazit

Krieg ist grausam und entmenschlicht – nicht mehr und nicht weniger ist die Aussage des sehr soliden Kurzfilms von Regie-, Drehbuch- und Produktions-Debütant Tim Gerrit Augurzke

Sterne-3,5

Filmangaben

Titel: Cruelty – Grausamkeit
Originaltitel: Cruelty
Genre: Drama / Kriegsfilm
Land, Jahr: Deutschland, 2013
Regie: Tim Gerrit Augurzke
Drehbuch: Tim Gerrit Augurzke
Darsteller: Chris Nachtigall, Marc Bluhm, Joachim Assfalg, Martin Geuer, Tobias Bamborschke, Mandy Neukirchner, Alexander Jakupovic, Staffan Langner, Philipp Hamm, Daniel Hoffmann, Christian Rollin
Laufzeit: 32 Minuten

Quellen

Der Trailer zum Kurzfilm
Internet Movie Database

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Veröffentlicht am 18. November 2013 in Kino und mit , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

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