Filmfraß-Häppchen zum aktuellen Kinoprogramm

Es kann ja nicht ständig gefressen werden, daher gibt es hier und da mal ein paar Häppchen für zwischendurch. Schon im Kino laufen beispielsweise einige Filme, die vom Filmfraß noch nicht würdig verdaut wurden. Hierzu zählen diesmal „Jackass: Bad Grandpa“, „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 in 3D“, „Ender’s Game“, „Runner Runner“ und „Frau Ella“.

„Jackass: Bad Grandpa“ – Amüsanter Spaß, der zum Glück nicht so derbe ist wie vorherige Jackass-Produktionen, sondern sich wieder eher auf die Beziehung zu den Hauptdarstellern und den ahnungslosen Mitmenschen stützt, die aufs Korn genommen werden. Lustig sind dabei vor allen Dingen Johnny Knoxville in beeindruckender Maske als Opa sowie Jackson Nicoll als moppeliger Enkel Billy. Notgedrungen gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu Billys Papa, denn Mama ist mal wieder wegen Drogendingen im Knast. Die Mischung aus Spielfilm und versteckter Kamera funktioniert, einen Hang zu platten Humor sollte man aber auf alle Fälle mitbringen. 4/5 Sterne vom Filmfraß!

„Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen 2 in 3D“ – Wo Teil 1 im Jahr 2009 aufhörte, macht Teil 2 weiter: Im Animationsfilm werden Erfinder Flint Lockwood und alle Inselbewohner evakuiert, nachdem im ersten Film Flints Maschine, die Essen regnen lassen konnte, Amok gelaufen war und nun überall gewaltige Essensreste liegen. Wie praktisch, dass der nette Wissenschaftler Chester V ihnen hilft. Dass der aber auch noch andere Dinge im Schilde führt, ist nur einer der heiklen Askepte. Schwerer wiegt da noch, dass Flint zurück auf die Insel geschickt wird, um die Wetter-Maschine zu suchen. Zwar nimmt er seine Freunde mit, sieht sich aber schon bald Lebensmitteln gegenüber, die zu erstaunlichen Tieren wie dem Tacodil (Mischung aus Taco und Krokodil) geworden ist. Leider ist die Fortsetzung qualitativ nicht so hochwertig wie der erste Teil. Der Nachfolger kommt schwer in die Gänge und scheint sich komplett an kleine Kinder zu richten. Erst nach der Hälfte des Films, als Flint und Co. die Insel betreten, kommt wieder ein Gefühl von bester Familien-Unterhaltung auf. Die punktet insbesondere durch die wundervollen Tier/Nahrungsmittel-Hybride, nervt aber unter anderem durch die Synchronisation von Cindy aus Marzahn. 3,5/5 Sterne vom Filmfraß!

„Ender’s Game“ – Basierend auf einer Buchvorlage werden hier in der Zukunft Kinder zu Soldaten ausgebildet, um eine außerirdische Macht zu bekämpfen, die einst die Erde angriff. Das Grundkonstrukt des Films ist befremdlich genug, um für viel Kopfschütteln zu sorgen. Insbesondere, weil an der kriegerischen Haltung der meisten Charaktere bis zum Ende des Films nichts geändert wird. Immerhin sind die Darsteller top: Der junge Asa Butterfield überzeugt nach „Hugo Cabret“ erneut in einer Hauptrolle, dazu gibt es unter anderem Harrison Ford („Cowboys & Aliens“), Hailee Steinfeld („True Grit“), Abigail Breslin („The Call“), Ben Kingsley („Iron Man 3“) und Viola Davis („The Help“) zu sehen. Ein Film, der die stört, die hinter die Fassade schauen und auch leider für reine Popcornkino-Fans nicht genügend Schauwerte bietet, um wirklich in allen Belangen überzeugend zu sein. Dank der Musik wird man immerhin häufig an „TRON“ erinnert… Der Filmfraß kann leider nur 2,5/5 Sternen vergeben.

„Runner Runner“ – Besser als sein Ruf ist „Runner Runner“ geworden. Hier übt sich Justin Timberlake („In Time“) beim Online-Pokern und will damit sein Studium finanzieren. Das geht jedoch schief, denn er wird gnadenlos abgezockt. Hinter der Geldmacherei steckt Ben Affleck („Argo“, „The Town“), der es sich in Costa Rica gut gehen lässt. Grund genug für Timberlake, Affleck mal einen Besuch abzustatten und sein Geld zurück zu fordern. Viel Tiefgang darf man in „Runner Runner“ nicht erwarten, doch Fans der Darsteller, zu denen unter anderem auch Gemma Arterton („Hänsel und Gretel: Hexenjäger“) gehört, dürften Gefallen finden an diesem Film, der in den USA gnadenlos gefloppt ist. Der Filmfraß vergibt 3,5/5 Sternen!

„Frau Ella“ – Man muss die Filme mit Matthias Schweighöfer („Schlussmacher“, „Rubbeldiekatz“) schon sehr mögen, um auch an „Frau Ella“ seinen Spaß zu haben. Nicht viel Neues gibt es hier zu sehen in der Geschichte um einen jungen Mann (Schweighöfer), der Beruf und Liebe vergeigt hat, dann aber eine ältere Dame (Leinwand-Legende Ruth Maria Kubitschek) vor einer vermeintlich lebensgefährlichen Operation aus dem Krankenhaus rettet und mit ihr und seinem besten Kumpel (August Diehl, „Wir wollten aufs Meer“) eine für alle drei faszinierende Reise antritt. Genre-Fließband-Ware, in der immerhin August Diehl für einige Höhepunkte sorgt. Der Filmfraß vergibt 2,5/5 Sternen.

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Veröffentlicht am 3. November 2013 in Kino und mit , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Finde ich gut, die Filmfraß-Wertungen, werde oft er mal vorbeischnüstern…

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