Like mich am Arsch (Buch)

Like mich am Arsch„Like mich am Arsch“ ist der griffige Titel des Buches von Andreas Hock, das aufzeigt, in welchem Dilemma wir uns „dank“ der weltweiten Vernetzung und der kompletten Digitalisierung in alle Bereiche des menschlichen Lebens und Zusammenlebens befinden. Hock präsentiert auf intelligente und lustige Weise die tatsächlichen Schrecken dieser Modernisierung und prangert an, was einerseits irre komisch, andererseits aber auch Furcht erregend ist. „Like mich am Arsch – Wie unsere Gesellschaft durch Smartphones, Computerspiele und soziale Netzwerke vereinsamt und verblödet“ ist seit dem 8. Oktober 2013 im Handel erhältlich.

„Like mich am Arsch“ – Das Buch von Andreas Hock

Juhuuuu, die Digitalisierung, die multimediale Vernetzung, die vollständige Informations-Möglichkeit! Was sich die Menschheit in den letzten Jahrzehnten an technischen Errungenschaften erarbeitet hat, ist wirklich phänomenal! Vor allen Dingen auch phänomenal gefährlich. Denn was passieren kann, wenn man nur noch in seinem Facebook-Account rum hängt, schlimme Klickspiele spielt oder den Kopf nicht mehr hoch kriegt beim Laufen, weil man ständig auf sein Smartphone glotzt, das wird einem durch die Lektüre von „Like mich am Arsch“ des freien Journalisten Andreas Hock (früher u.a. „AZ Nürnberg“, Parteisprecher) deutlich. Natürlich ist vielen auch so klar, dass „Farmville“ nicht gerade zur Intelligenz-Steigerung beiträgt, man nicht unbedingt tatsächlich viele Freunde hat, nur weil Facebook einem das vorgaukelt oder Handys primär zur Dummlaberei genutzt werden statt zur sinnvollen Kontaktaufnahme. Und dennoch macht es fast sprachlos, wenn Hock dem geneigten Internet-, Smartphone- und Daddel-Fan (zu denen sich der Filmfraß durchaus auch zählt) präsentiert, welche Schäden die angebliche „Vernetzung“ verursachen kann – oder bereits hat. Die Welt steht dank des Internet allen offen – und doch ist der Heavy User dieser tollen Einrichtung einsamer und zurück gebliebener als je zuvor. Hock schafft dabei, was nicht selbstverständlich ist: Er prangert reale, gravierende Probleme an, die die meisten von uns betreffen und nicht nur die Gegenwart, sondern natürlich auch die Zukunft entscheidend ins Negative beeinflussen, macht dies aber auf eine sympathische und humorvolle Weise, die richtig Spaß am Lesen macht. So kann man den Kopf schütteln, wenn man erfährt, dass es in England bereits Tests mit ummantelten Laternenpfählen gibt, weil sich so viele Smartphone-Abhängige ihre Köppe daran zerdeppern. Oder sich amüsieren über Chats, an deren Abkürzungen, Rechtschreibfehlern, Wort-Auslassungen und dergleichen man deutlich sieht, wie rückschrittlich Fortschritt sein kann.

Fazit

Ein sehr spaßiges und intelligentes Buch, das eine sehr ernste und alle betreffende Thematik auf höchst unterhaltsame Weise beleuchtet, hinterfragt und erläutert. Ein Muss für alle Internet-, Smartphone- und Facebook-Süchtigen – und alle, die sich über genau solche aufregen.

Sterne-4,5

Bibliografische Angaben

Titel: Like mich am Arsch
Autor: Andreas Höck
Verlag: riva, München 2013
Seitenzahl, Buchart: 200 Seiten, Broschur
ISBN: 978-3-86883-330-0
Preis: 14,99 Euro
Erscheinen: 8. Oktober 2013

Quellen

riva Verlag

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Veröffentlicht am 25. Oktober 2013 in Bücher und mit , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare.

  1. „Du kannst mich auch Am Arsch liken “ 😉
    Soll nicht böse gemeint sein, sondern die Antwort auf den Titel 🙂
    Ja, ich hasse es auch dieses Like hier , like dort, ich habe schon Addons, die alles blocken.
    Wenn Du mich immer noch likes dann folge mir mit deinem Like 😉 hihi
    Ich hoffe ich habe dich nicht irgendwie angegriffen, bzw. Du fühlst dich angegriffen,wenn doch, dann tuts mir leid. Ich meine das nur scherzhaft.
    Was machst Du gegen das ganze Like-System? Machst Du mit oder blockst alles wech wie ich?
    Grüße, Gregor

    • Es ist wirklich schlimm – egal, wohin man schaut, überall klicken die Leute wahllos irgendwelche Likes und sorgen damit für Resultate, die sie gar nicht erfassen können. Mich hat die Lektüre auch belehrt, was dieses Geklicke angeht. Mir war schon bewusst, dass ich auch viel durch die Gegend daddel, wollte es aber eh schon ein Stück weit herunter schrauben. Nach Lesen des Buches versuche ich erst recht, mich weniger auffällig durch das weltweite Netz zu bewegen ;).

  1. Pingback: Die Big Bang Universität (Buch) | Filmfraß

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