Rush – Alles für den Sieg

1 - FilmplakatEine solche sportliche Auseinandersetzung sieht man selten: In den 70er Jahren bekriegten sich der Engländer James Hunt und der Österreicher Niki Lauda aufs Schärfste und trieben sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Dargestellt werden die beiden im Film von Ron Howard („A Beautiful Mind“) nun von Chris Hemsworth („Thor“) und Daniel Brühl („Inglourious Basterds“), der eine Meisterleistung abliefert. „Rush – Alles für den Sieg“ ist ab dem 3. Oktober 2013 im Kino zu sehen und kann aufgrund der Schauspieler und seiner faszinierenden Inszenierung nicht nur Formel-1-Kenner begeistern. Möglichst im O-Ton genießen!

„Rush – Alles für den Sieg“ – Formel-1-Drama mit Chris Hemsworth, Daniel Brühl

2 - Olivia WildeWie könnte man da nicht selbstverliebt werden? James Hunt (Chris Hemsworth) ist ein unverschämt gut aussehender Engländer, dem die Frauen zu Füßen liegen, der überall beliebt ist und in den 1970er Jahren gerade Fuß fasst im Autorennen. Mit Hilfe eines vermögenden Freundes und dem Model Suzy Miller (Olivia Wilde) als seiner neuen Freundin, wächst er über sich hinaus und ergattert sich einen Platz in der stark begehrten Formel 1. Doch der Weg an die Spitze ist nicht ohne Hindernisse. Das größte dieser Art ist für Hunt ein Österreicher, der nicht gerade der Attraktivste (Hunt sieht ihn als „Rattengesicht“) oder Umgänglichste ist, aber vielleicht gerade wegen seiner introvertierten und voll auf Erfolg gepolten Einstellung zum größten Konkurrenten wird. Niki Lauda (Daniel Brühl) macht Hunt das Leben schwer, hat selbst finanzielle Kräfte im Rücken, ist ein großartiger Ingenieur und sorgt dafür, dass sein neuer Ferrari schneller ist als je zuvor. Als er auch noch die schöne Marlene (Alexandra Maria Lara) kennen und lieben lernt, scheint Lauda nicht mehr zu stoppen zu sein. Bis zu einem verhängnisvollen Regenrennen im Jahr 1976…

Film-Kritik – „Rush – Alles für den Sieg“ mit Chris Hemsworth, Daniel Brühl

RushEinen Oscar für Deutschland, bitte! Ob es bei der namhaften Konkurrenz für einen Auslands-Oscar für „Zwei Leben“ reicht, ist eine Frage für sich. Sicher ist nur, dass man einem deutschen Schauspieler zutrauen kann, sich eine Trophäe in den Schrank zu stellen: Daniel Brühl („Inside WikiLeaks“, „Inglourious Basterds“) brilliert in „Rush“ auf eine Art und Weise, wie es selbst seine größten Bewunderer wohl noch nicht erlebt haben. Unfassbar, wie authentisch er die lebende und hinreichend bekannte Person Niki Lauda verkörpert, von Kopf bis Fuß, von Gebaren bis Stimmlage und Akzentuierung ist seine Darstellung des Kult-Österreichers perfekt und ist für sich das Eintrittsgeld mehr als nur wert. Froh sein darf man als Zuschauer, wenn man in den Genuss des Originaltons kommt, denn dieser lohnt sich bei „Rush“ in höchstem Maße. Der australische Blockbuster-Weltstar Chris Hemsworth („Thor“, „Marvel’s The Avengers“), der von den Amerikanern gerne in die Hauptrolle geschoben wird, verkommt trotz eigener toller Leistung zu einer Nebenfigur und muss sich Brühls Lauda deutlich geschlagen geben. Dennoch wird man Brühl im Falle einer Oscar-Nominierung vermutlich nur als Nebendarsteller sehen. Die Gänsehaut verursachende Darstellung des in Spanien geborenen Brühls überragt jedoch alles, selbst die makellose und mitreißende Inszenierung von Regisseur Ron Howard. Der hat immerhin bereits zwei Oscars („A Beautiful Mind“ für Regie und Produktion) sowie zwei weitere Oscar-Nominierungen („Frost/Nixon“, ebenfalls Regie und Produktion) vorzuweisen und wird mit „Rush – Alles für den Sieg“ sicherlich mit einem weiteren Film bei den Academy Awards vertreten sein. Der ehemalige Serienstar („Happy Days“, 1974-1984) hat sich als ganz großer Regisseur etabliert, der mit seinem neuesten Streifen sein Meisterwerk abliefert, musikalisch untermalt von Hans Zimmer. Das Drehbuch des zweifach für den Oscar nominierten Peter Morgan („Frost/Nixon“, „Die Queen“) reißt mit, die Nebendarsteller wie Olivia Wilde („In Time“, „Dr. House“), Alexandra Maria Lara („Rubbeldiekatz“) und Christian McKay („Borgia“) leisten ihren eigenen, wertvollen Beitrag. Man muss wahrlich kein Formel-1-Fan sein, um „Rush – Alles für den Sieg“ etwas abgewinnen zu können, denn Ron Howard zeigt auch für Nicht-F1-Kenner einen hervorragenden Zwei-Stünder, dessen Wirkung man sich nicht entziehen kann und der auch aufzeigt, dass kein Mensch perfekt ist, aber jeder liebenswert.

Fazit

Beeindruckende, spannend inszenierte und insbesondere von Daniel Brühl großartig gespielte Sport-Geschichtsstunde, die doch so viel mehr ist als das. Eine Award-Flut für Brühl ist Pflicht!

Sterne-4,5

Filmangaben

Titel: Rush – Alles für den Sieg
Originaltitel: Rush
Genre: Drama / Action
Land, Jahr: USA / Großbritannien / Deutschland, 2013
Verleih: Universum Film (Buena Vista International)
Regie: Ron Howard
Drehbuch: Peter Morgan
Darsteller: Chris Hemsworth, Daniel Brühl, Olivia Wilde, Natalie Dormer, Rebecca Ferdinando, Alexandra Maria Lara, Tom Wlaschiha, Pierfrancesco Favino
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 123 Minuten
Kinostart: 3. Oktober 2013

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
Universum Film

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Veröffentlicht am 30. September 2013 in Kino und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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