Lost Place 3D

1 - FilmplakatMit „Lost Place 3D“ kommt der erste im Dolby-Atmos-Soundsystem produzierte deutsche Film. Dessen Gegenstand ist das umstrittene Project HAARP, das in den 80er Jahren vom U.S.-Militär entwickelt wurde und sich mit kritikwürdiger Funktechnologie und deren zweifelhaften Folgen für das menschliche Gehirn befasste. „Lost Place 3D“ bietet zwar nicht viel Neues, ist als deutscher Genre-Film aber erst mal unterstützenswert. Der Film mit François Goeske, Jytte-Merle Böhrnsen, Pit Bukowski und Josefine Preuß ist ab dem 19. September 2013 in den Kinos zu sehen.


„Lost Place 3D“ – Die Handlung des deutschen Mystery-Thrillers

2 - GruppeDaniel (François Goeske) ist begeisterter Geocaching-Abenteurer: Auf GPS-Schnitzeljagden folgt er per App vorgegebenen Pfaden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, meistens, um einen „Schatz“ zu bergen und für nachfolgende Jäger zu modifizieren. Erstmals hat er sich nun in einem Chat mit einer ebenfalls an diesem Hobby Begeisterten zusammen getan: Elli (Jytte-Merle Böhrnsen) freut sich auch schon auf die Suche im Pfälzer Wald. Ganz im Gegenteil zu den beiden Mitreisenden: Daniels möchtegern-cooler Kumpel Thomas (Pit Bukowski) und Ellis Miesepeter-Freundin Jessica (Josefine Preuß) haben so gar keinen Bock auf den Trip, kommen aber ihren Freunden zuliebe mit. Die Reise führt die vier jungen Leute durch ein mit Zäunen und Warnhinweisen abgesperrtes, völlig verlassenes  Wohnwagen-Camp, in dem sich keine Menschenseele befindet. Schon bald machen sich jedoch gesundheitliche Probleme bemerkbar, die offenbar im Zusammenhang mit elektromagnetischen Strahlungen stehen. Und plötzlich taucht auch noch ein merkwürdiger Fremder (Anatole Taubman) auf, der sich mit wirren Äußerungen und einem Strahlenschutzanzug präsentiert.

Film-Kritik – „Lost Place 3D – Dieser Ort ist auf keiner Karte“

3„Lost Place 3D“ ist der erste deutsche Film, der im Surround-Sound-System Dolby Atmos gedreht wurde. Diese Technik ist bisher zwar nur in ausgewählten deutschen Kinos zu finden, aber als Debütant auf einem bestimmten Gebiet geführt zu werden, ist doch auch nicht verkehrt. Gedreht wurde der Streifen darüber hinaus mit Red-Epic-Kameras in Digital 3D, was sich während der Sichtung auch auf positive Weise bemerkbar macht. Vor allen Dingen die Tiefenschärfe bekommt Würdigung und kann sich absolut sehen lassen. Entstanden ist ein etwas konfuser Mystery-Thriller unter der Regie von Thorsten Klein, der nach einigen Kurzfilmen („Maybe Forever“) und einer Web-Serie („Vermisst“) seinen ersten Langfilm inszenierte. Zwar sind  die Charaktere sehr schablonenhaft und diverse Handlungen irrsinnig, dumm oder zumindest unlogisch, aber dennoch weist „Lost Place“ genug Momente auf, um nicht als kompletter Murks abgestempelt zu werden. Schade nur, dass man mit den Charakteren nur wenig mitfühlen möchte, weil sie einen ziemlich kalt lassen. Das mag an den zu konstruierten Dialogen liegen, an vielen eingestreuten Genre-Klischees oder am etwas hölzernen Spiel der Darsteller selbst. Wobei man dem Deutsch-Franzosen François Goeske („Französisch für Anfänger“, „Summertime Blues“), Josefine Preuß („Türkisch für Anfänger“), Jytte-Merle Böhrnsen („Großstadtklein“, „Kokowääh 2“) und Pit Bukowski („Großstadtklein“, „Dorfpunks“) durchaus anmerkt, dass sie sich bemühen. Darstellerisch die meisten Punkte sammelt jedoch der international bekannte Schweizer Anatole Taubman („Captain America“, „Die Säulen der Erde“, „Ein Quantum Trost“), der als wirrer Fremder zu überzeugen weiß. Dass überhaupt ein deutscher Genre-Film dieser Art und in dieser Aufmachung produziert wurde, ist darüber hinaus an sich schon einmal lobens- und unterstützenswert.

Fazit

Etwas konfuser Mystery-Thriller aus deutschen Landen, der nicht viel Neues bietet, dafür aber Genre-Fans zufrieden stellen sollte und dazu angenehme 3D-Tiefenschärfe aufbietet.

Sterne-2,5

Filmangaben

Titel: Lost Place 3D – Dieser Ort ist auf keiner Karte
Originaltitel: Lost Place 3D – Dieser Ort ist auf keiner Karte
Genre: Mystery-Thriller
Land, Jahr: Deutschland, 2013
Verleih: NFP marketing & distribution (Warner Bros. Pictures Germany)
Regie: Thorsten Klein
Drehbuch: Thorsten Klein, Lena Vurma
Darsteller: François Goeske, Josefine Preuß, Jytte-Merle Böhrnsen, Pit Bukowski, Anatole Taubman
FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
Laufzeit: 101 Minuten
Kinostart: 19. September 2013

Quellen

Offizielle Film-Website
Offizielle Facebook-Seite
Internet Movie Database
Kino.de
NFP marketing & distribution
Warner Bros. Pictures Germany
Filmpresskit
MovieBrats
Dragonfly Films

Advertisements

Veröffentlicht am 15. September 2013, in Kino. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: