Christoph Waltz – Die exklusive Biografie (Buch)

Waltz-CoverWohl die wenigsten Menschen hätten bis 2008 damit gerechnet, dass der deutsche-österreichische Schauspieler Christoph Waltz einmal zu einem der gefragtesten Darsteller der Welt gehören würde. Zu lange schon stand Waltz auf Bühnen und vor Kameras und zu groß waren die Rückschläge, die er nach Erfolgen hinnehmen musste. Doch dann kam „Inglourious Basterds“ und mit ihm der erste von inzwischen zwei Oscars. Die „exklusive Biografie“ von Gernot Wolfson beleuchtet das Leben und die Karriere dieses außergewöhnlichen Mannes. Seit 11. September 2013 im Handel.


Christoph Waltz – Der Mann hinter der exklusiven Biografie von Gernot Wolfson

Geboren am 4. Oktober 1956 im österreichischen Wien war Christoph Waltz die Schauspielerei bereits in die Wiege gelegt. Aus familiärer Sicht war schnell klar, dass auch er in der Öffentlichkeit in fremde Rollen schlüpfen würde. Das tat Waltz dann auch sehr ausgiebig. Insbesondere auf deutschen Theaterbühnen und im deutschen Fernsehen war er ab 1977 als inzwischen etwa 100 verschiedene Charaktere zu sehen. Kleine Erfolge gab es immer wieder, auch durchaus mal größere. Er glänzte als Schlagersänger Roy Black in „Du bist nicht allein – Die Roy Black Story“ (1996) oder als Entführer in „Der Tanz mit dem Teufel – Die Entführung des Richard Oetker“ (2001). Doch immer, wenn es bergauf ging, ging es danach auch rapide wieder bergab mit der Karriere. Klar, dass die Frustration immer größer wurde – bis nach drei Jahrzehnten Schauspielerei endlich das große Glück winkte: Quentin Tarantino besetzte Waltz als SS-Oberst Hans Landa in seinem großartigen Film „Inglourious Basterds“. Eine Rolle, die das Leben von Waltz nachhaltig veränderte, ihm zahlreiche Preise bescherte, darunter bei den Golden Globes, den Filmfestspielen in Cannes und die größte Trophäe überhaupt – den Oscar. Dass drei Jahre später mit „Django Unchained“ der zweite Oscar im nächsten Tarantino-Film folgte, machte Waltz endlich unsterblich. Jetzt stehen ihm alle Türen offen, doch genug Stoff für eine Biografie hat er durch seinen steinigen Weg natürlich auch jetzt schon gesammelt.

Buch-Rezension – „Christoph Waltz – Die exklusive Biografie“ von Gernot Wolfson

Für denkwürdige Leistungen hat Christoph Waltz in seinen bisher 36 Jahren als Schauspieler schon zahlreich gesorgt. Das ständige Auf und Ab in der Karriere des Deutsch-Österreichers hat jedoch dafür gesorgt, dass die Bekanntheit von Waltz erst in den letzten fünf Jahren durch die Decke ging. Zeit also, die bisherigen 57 Lebensjahre des Darstellers Revue passieren zu lassen, um einen Einblick zu geben, was man bisher so alles verpasst hat. Oder was man einfach mal wieder nachlesen möchte. Der freie Journalist Gernot Wolfson hat sich Waltz zur Brust genommen, um ihm eine „exklusive Biografie“ zu widmen. Die kann man im Grunde in zwei Hälften sehen: Die erste Hälfte besteht aus der Zeit vor, die andere aus der Zeit nach „Inglourious Basterds“ und dem Schritt von Waltz zum Weltstar. Die Bezeichnung Biografie hat dabei jedoch primär die zweite Hälfte verdient, in der auch einige Hintergründe erläutert werden. Im ersten Buchteil bekommt man zwar zwei Jahrzehnte der Schauspielerei serviert, doch beschränkt sich dies zumeist auf das Herauspicken einiger Filme mitsamt Informationen über den Inhalt, die jeweilige Rolle von Waltz sowie weitere Darsteller. Man bekommt allerdings das Gefühl, dass man über diese weiteren Darsteller insgesamt mehr erfährt als über die eigentliche Hauptfigur des Buches. Der Grund ist in erster Linie natürlich der, dass Waltz selbst wenig bis nichts aus seinem Privatleben öffentlich macht, was einerseits löblich ist, andererseits aber auch wenig Stoff für eine Biografie liefert. Die erste Buchhälfte ist daher eher eine Filmografie, die hinsichtlich der Entwicklung des Schauspielers aber auch keineswegs uninteressant ist, zumal aufgehübscht mit zahlreichen Fotografien aus den verschiedensten Rollen. Alle Wünsche an eine Waltz-Biografie werden insgesamt sicherlich nicht erfüllt, was bei einer Seitenzahl von 144 im Zusammenspiel mit Waltz‘ Diskretion in Bezug auf sein Privatleben aber auch nicht verwunderlich ist. Kleine Zusätze wie eine Filmübersicht am Ende des Buches, ausführliche Quellennachweise zum Weiterstöbern, ein Einblick in die Zukunft von Waltz‘ Karriere oder eine üppige Auflistung der illustren Filmpreise, die Waltz für seinen „Basterds“-Landa einheimsen konnte runden aber das grundsätzlich positive Bild des Buches ab.

Fazit

Ein Muss für Waltz-Fans, aufgeteilt in zwei Hälften, in denen die erste die 20 Jahre vor „Inglourious Basterds“ im Filmografie-Stil behandelt, die zweite in deutlich größerem Biografie-Stil die fünf Jahre als Weltstar.

Sterne-3,0

Bibligorafische Angaben

Titel: Christoph Waltz – Die exklusive Biografie
Autor: Gernot Wolfson
Verlag: riva Verlag, München 2013
Erscheinen: 11. September 2013
Buchart: Hardcover
Seitenzahl: 144
Preis: 14,99 Euro
ISBN: 978-3-86883-329-4

Quellen

riva Verlag
Christoph Waltz in der Internet Movie Database

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Veröffentlicht am 15. September 2013, in Bücher. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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