Gallowwalkers (DVD, Blu-ray)

1 - Cover Mit „Blade 1-3“ wurde Wesley Snipes zum international anerkannten Mainstream-Horrorfilm-Star, mit Geldgier wurde er privat zum Steuersünder und Gefängnis-Insassen. In „Gallowwalkers“ zeigt er nun, dass er immer noch cool sein kann, was aber auch schon fast das Einzige ist, dass der Film zu bieten hat, den man seit dem 20. August 2013 auf DVD und Blu-ray kaufen kann. Wer auf Fließbandkost im Horror-Genre steht, ist hier an der falschen Adresse – zu absurd und verrückt ist der Streifen größtenteils ausgefallen.


„Gallowwalkers“ – Die Handlung des Wesley-Snipes-Horrorfilms

3Aman (Wesley Snipes) bahnt sich seinen Weg durch den Westen, ständig auf der Suche nach menschlichem Abschaum, der unter die Erde gebracht werden soll. Leichter gesagt, als getan, denn merkwürdigerweise sind die Leichen, die sich dabei auftürmen, nicht von Dauer. Nicht etwa, weil sie jemand wegschaffen würde, sondern weil sie sich selbst wieder erheben. Für die Untoten bedarf es da schon einer schönen Enthauptung, um endgültig in der Horizontalen zu bleiben. Doch Aman hat sich längst auf Untoten-Jagd begeben und dabei fünf Männer ganz besonders ins Visier genommen: Vor einigen Jahren hat man seine Herzensdame überfallen und vergewaltigt, sodass sie schwanger wurde von einem der Männer. Gut, dass die fünf Schergen es nun auch auf Aman abgesehen haben, denn dem ist durchaus daran gelegen, sie einen nach dem anderen unter die Erde zu bringen.

Film-Kritik – „Gallowwalkers“ mit Wesley Snipes auf DVD und Blu-ray

2 - SnipesAls „Blade“ wurde Wesley Snipes zum Star und spielte in drei Teilen der Vampir-Reihe eine richtig coole Sau. Das hat er sich im Laufe der Jahre ziemlich eingebüßt – letztlich saß er sogar wegen Steuerbetrugs im Knast. Mit „Gallowwalkers“ will er sich jetzt wieder auf seine alten Stärken besinnen, was ihm grundsätzlich auch gut gelingt. Snipes mordet sich mal wieder durch ein Heer von Untoten. Es fließt Blut in rauen Mengen, schön eklig geht es mitunter zu. Doch auf den Spuren von „Blade“ wandelt Snipes‘ neuester Streifen wahrlich nicht. Regelrecht absurd sind viele der Szenen, von Massenwaren für Horror-Vielseher ist nicht viel zu sehen. Das wäre an sich nicht verkehrt, wenn das Gezeigte nicht so abstrus wäre, dass man häufig nur noch den Kopf schüttelt. Edler Trash ist „Gallowwalkers“ zwischendurch, weiß zwar in den verrücktesten Szenen sehr zu überzeugen – leider aber auch nur in diesen. Regisseur und Autor Andrew Goth, der seit 1999 lediglich zwei Filme abgedreht hatte, bekommt mit Snipes zwar einen 1a-Genre-Star vor die Kamera, mit Tanit Phoenix („Femme Fatales“, „Death Race 2+3“) und Simona Brhlikova („Lycanthropy“) zwei hübsche Mädels und Leuten wie Ex-Wrestler Diamond Dallas Page auch ein paar passable Nebendarsteller, aber kaum einer scheint wirklich zu wissen, was er da eigentlich so macht im Laufe der anderthalb Stunden Laufzeit. Hauptsächlich böse gucken, die viel zu sauberen Klamotten präsentieren und die in den meisten Fällen langen Haare im Wind wehen lassen – das scheinen die Grundaufgaben des Casts zu sein. Beeindruckend, wie eigentlich knappe 89 Minuten doch ermüdend sein können.

Fazit

Im gähnend langweiligen und häufig (mal positiv, mal negativ) absurden „Gallowwalkers“ glänzt Steuersünder Wesley Snipes nicht mehr so wie zu „Blade“-Zeiten, bereitet sich aber gut vor auf seine Rolle im bevorstehenden „The Expendables 3“.

Sterne-2,0

Filmangaben

Titel: Gallowwalkers
Originaltitel: Gallowwalkers
Genre: Horror / Western
Land, Jahr: USA / Großbritannien, 2012
Verleih: Ascot Elite Home Entertainment
Regie: Andrew Goth
Drehbuch: Andrew Goth, Joanne Reay
Darsteller: Wesley Snipes, Riley Smith, Kevin Howarth, Tanit Phoenix, Simona Brhlikova, Diamond Dallas Page
FSK-Freigabe: ab 18 Jahre
Laufzeit: 89 Minuten
Leihstart: 29. Juli 2013
Kaufstart: 20. August 2013

Quellen

Internet Movie Database
Video.de – Leih-DVD
Video.de – Kauf-DVD
Video.de – Leih-Blu-ray
Video.de – Kauf-Blu-ray
Ascot Elite Home Entertainment

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Veröffentlicht am 1. August 2013, in DVD & Blu-ray. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. „Absurd“ ist gar kein Ausdruck! Ich habe die meiste Zeit nicht verstanden, was mir die Geschichte eigentlich sagen wollte… Sogar zum Stricken ungeeignet! 😉

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